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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

02. Mai 2014 TK Bayern: "Jede Minute Tabletten im Wert von 9.650 Euro"

Die niedergelassenen Ärzte haben den gesetzlich Versicherten in Bayern im vergangenen Jahr Arzneimittel im Wert von knapp 5,1 Milliarden Euro verschrieben. Rechnerisch sind das 9.650 Euro in jeder Minute wie die Techniker Krankenkasse (TK) in München heute mitteilte. Dabei verordneten die Ärzte im Freistaat mit Arzneien im Wert von 482 pro Kopf am sparsamsten. Im Bund lag der Pro-Kopf-Wert bei 538 Euro, den höchsten Wert hatte Mecklenburg-Vorpommern mit rund 672 Euro. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Anstieg pro Kopf von 5,2 % in Bayern und 5,4 % im Bund.

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Maßnahmen zur Kostendämpfung weiter nötig

Die Krankenkassen in Bayern erhielten vergangenes Jahr knapp 16 Millionen Euro mehr an Rabatten von den Arzneimittelherstellern als 2012. Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern: "Das dämpfte den Anstieg und zeigt, dass die Maßnahmen weiterhin nötig sind." Deshalb sei es folgerichtig, dass die Bundesregierung kürzlich per Gesetz weiter die Herstellerrabatte und das Preismoratorium für Arzneimittel beschlossen hat, so Bredl weiter.

37% der Gesamtausgaben entfallen auf Generika

Die Generikaquote stieg in den vergangenen zwölf Monaten um 0,2 Prozentpunkte. Die Nachahmerpräparate machen nun knapp 37% des Gesamtmarktes aus. Auch das minderte den Zuwachs.

Psychopharmaka: Trotz mehr Verordnungen weniger Kosten

Bestes Beispiel sind die Psychopharmaka. Antidepressiva, Schlaftabletten und Co. waren in Bayern 2012 die zweithöchste Umsatzgruppe. Obwohl die Zahl der Menschen im Freistaat von 795.000 auf 820.000 anstieg, die rechnerisch täglich ein Präparat aus dieser Gruppe erhielten, rutschten die Psychopillen vergangenes Jahr beim Umsatz auf Rang fünf ab. Ein Grund: Im Jahr 2012 verlor der Hauptumsatzbringer, das Antipsychotika Seroquel, seinen Wirkstoffpatentschutz. Generikafirmen brachten günstigere Präparate mit dem Wirkstoff Quetiapin auf den Markt. So gingen die Bruttoumsätze für Psychopharmaka um rund ein Prozent oder drei Millionen Euro zurück,

Konsequent Generika verordnen

Das zeigt, wie wichtig Preisnachlässe für bewährte Medikamente sind. Bredl: "Die Rabattverträge, vor allem für Generika, geben den Kassen die Möglichkeit, Beitragsgelder bei gleich hoher Qualität der Versorgung einzusparen." Der TK-Leiter fordert deshalb die Ärzte auf, wann immer es möglich ist, Nachahmerpräparate oder nur den Wirkstoff zu verschreiben. Die Apotheke kann dann das günstigste Arzneimittel auswählen.

Quelle: Techniker Krankenkasse Bayern


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