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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
25. Februar 2013

Gemeinsame Festbetragsgruppen für Humaninsuline und moderne Insuline: GBA-Festbetragsbeschluss für Novo Nordisk nicht nachvollziehbar

Nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 21. Februar 2013 soll es künftig gemeinsame Festbetragsgruppen für Humaninsuline und moderne Insuline (so genannte Insulinanaloga) geben. "Mit seiner Entscheidung erkennt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die in klinischen Studien nachgewiesenen patientenrelevanten Vorteile von modernen Insulinen gegenüber Humaninsulin erneut nicht an", sagt Camilla Sylvest, Geschäftsführerin von Novo Nordisk. "Etwa eine Million Menschen mit Diabetes in Deutschland profitieren täglich von dem optimierten Wirkprofil, der verbesserten Sicherheit und der einfacheren Handhabung moderner Insulintherapien. Gemeinsame Festbetragsgruppen für moderne Insuline und Humaninsuline werden diesen Vorteilen nicht gerecht", so Sylvest.

Im zurückliegenden Stellungnahmeverfahren hatte Novo Nordisk explizit auf die patientenrelevanten Vorteile moderner Insuline gegenüber Humaninsulinen hingewiesen, so unter anderem auf das geringere Risiko für Hypoglykämien bei einer Therapie mit lang wirksamen modernen Insulinen (1) oder die effektivere postprandiale Blutzuckersenkung und den Wegfall des Spritz-Ess-Abstandes bei modernen kurz wirksamen Insulinen (2-6).

"Der Beschluss des G-BA, dennoch gemeinsame Festbetragsgruppen für Humaninsuline und moderne Insuline zu bilden, ist ein Rückschlag für moderne Insuline in Deutschland und für Novo Nordisk nicht nachvollziehbar", betont Camilla Sylvest.

In den kommenden Wochen hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die Möglichkeit, den Beschluss des G-BA zu prüfen und zu beanstanden. Macht das BMG hiervon keinen Gebrauch, wird der Beschluss mit seiner Veröffentlichung im Bundesanzeiger rechtskräftig.

Literaturhinweise:
(1) IQWiG-Bericht 2009 Nr. 42.: „Langwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes Mellitus Typ 2“; European Medicines Agency: http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/EPAR_-_Product_Information/human/000528/WC500036662.pdf (First published15/06/2009, last updated 10/04/2012, p. 52)
(2) Monami M et al. Long-acting insulin analogues versus NPH human insulin in type 2 diabetes: a meta-analysis. Diabetes Res Clin Pract. 2008 Aug; 81(2): 184-9.
(3) Monami M et al. Long-acting insulin analogues versus NPH human insulin in type 1 diabetes. a meta-analysis. Diabetes Obes Metab. 2009 Apr; 11(4): 372-8.
(4) Szyowska A et al. Long-acting insulin analogue detemir compared with NPH insulin in type 1 diabetes: a systematic review and meta-analysis. Pol Arch Med Wewn. 2011 Jul-Aug; 121(7-8): 237-245.
(5) Korhonen P et al. The risk of first severe hypoglycaemia depends on the type of basal insulin but does not differ between patients with type 1 and type 2 diabetes: The EpiHypo Study Diabetologia 2012; 55 (Suppl. 1): Abstract 616-P.
(6) Rys P et al. Efficacy and safety comparison of rapid-acting insulin aspart and regular human insulin in the treatment of type 1 and type 2 diabetes mellitus: a systematic review. Diabetes Metab 2011; 37: 190-200

Quelle: Novo Nordisk


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