Journal Onkologie

Gastroenterologie | Beiträge ab Seite 15

Medizin
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HER2-positives Magenkarzinom mit PD-L1-Expression: Zulassungsempfehlung für Pembrolizumab in Kombination mit Trastuzumab und Chemotherapie

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat eine Empfehlung für Pembrolizumab in Kombination mit Trastuzumab, Fluoropyrimidin- und Platin-basierter Chemotherapie als Erstlinientherapie für das HER2-positive fortgeschrittene Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (GEJ) bei Patient:innen mit PD-L1-Expression (CPS ≥ 1) abgegeben. Im Falle einer Zulassung wäre Pembrolizumab in der EU die erste Immuntherapie für die Erstlinienbehandlung in dieser Indikation.
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 2 Min|

GIST: Für Avapritinib geeignet? Begleitdiagnostikum unterstützt Ärzt:innen

Der therascreen PDGFRA RGQ PCR-Kits (therascreen PDGFRA-Kit) wurde durch die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA zugelassen. Das Begleitdiagnostikum unterstützt Ärzt:innen bei der Ermittlung von Patient:innen mit gastrointestinalen Stromatumoren (GIST), die für eine Behandlung mit Avapritinib infrage kommen. Das Medikament ist in den USA für die Behandlung von Erwachsenen mit inoperablen oder metastasierenden GISTs zugelassen, die eine PDGFRA-Exon-18-Mutation – darunter auch PDGFRA-D842V-Mutationen – aufweisen (1). Das Kit ist der erste PDGFRA-Test („platelet-derived growth factor receptor alpha“ – Thrombozyten-Wachstumsfaktor-Rezeptor-alpha), der von der FDA als Begleitdiagnostikum zugelassen wurde.
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Medizin
 2 Min|

mCRC: Zulassung für Trifluridin/Tipiracil + Bevacizumab

Die Europäische Kommission (EK) hat die Marktgenehmigung für Trifluridin/Tipiracil in Kombination mit Bevacizumab zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC) erteilt. Diese Zulassung gilt für Patient:innen, die zuvor bereits 2 Krebstherapien erhalten haben, darunter Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-basierte Chemotherapien, Anti-VEGF- und/oder Anti-EGFR-Wirkstoffe. Die Zulassung wurde durch Daten aus der Phase-III-Studie SUNLIGHT untermauert, einer Studie für Patient:innen mit fortgeschrittenem kolorektalem Karzinom, bei denen bereits 2 vorherige Chemotherapien erfolglos waren.
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 2 Min|

Viszeralonkologisches Zentrum am Helios Klinikum Emil von Behring erneut zertifiziert

Das Viszeralonkologische Zentrum der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie um Chefarzt Prof. Dr. med. Marc H. Jansen besteht aus einem zertifizierten Darmkrebs- sowie einem zertifizierten Pankreaskrebszentrum. Berlinweit gibt es nur acht dieser spezialisierten Einrichtungen. Mit der erneuten erfolgreichen systematischen Überprüfung durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) beweist die Klinik in Folge eine – im wahrsten Sinne – ausgezeichnete Behandlungsqualität.  
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Gastrointestinale Tumoren
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Bedeutung der Immuntherapie bei gastrointestinalen Tumoren wächst

Die Immuntherapie erlangt bei gastrointestinalen Tumoren immer mehr an Bedeutung. Sie ist als Monotherapie oder in Kombination mit einer Chemotherapie wirksam. Der Biomarker dMMR/MSI-h ist ein Prädiktor für eine erfolgreiche Immuntherapie. Über aktuelle Trends sprachen Prof. Heiner Wedemeyer, Hannover, und Prof. Dirk Arnold, Hamburg, beim 2. Expert Summit on GI-Oncology.
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Medizin
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Magenkarzinom: EMA akzeptiert Zulassungsantrag für Zolbetuximab

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat den Zulassungsantrag für Zolbetuximab zur regulatorischen Prüfung angenommen. Zolbetuximab ist ein in klinischer Prüfung befindlicher, „first-in-class“ monoklonaler Antikörper gegen Claudin 18.2 (CLDN18.2) zur Erstlinienbehandlung von Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem, nicht resezierbarem oder metastasiertem HER2-negativem und CLDN18.2-positivem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (GEJ). Im Falle einer Zulassung wäre Zolbetuximab die erste auf CLDN18.2 zielende Therapie, die in Europa für diese Patient:innen zur Verfügung steht. Die positive Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA zur Zulassung und die anschließende Entscheidung der Europäischen Kommission (EC) werden im Jahr 2024 erwartet.
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Medizin
 3 Min|

Neue Biomarker für das Analkrebs-Screening

Neue Marker aus dem analen Mikrobiom von Menschen mit HIV eröffnen neue Möglichkeiten für das Screening hochgradiger squamöser intraepithelialer Läsionen (HSIL), einer Vorstufe von Analkrebs. Menschen mit HIV haben ein deutlich höheres Risiko, an Analkrebs zu erkranken, vor allem unter Männern, die Sex mit Männern haben (MSM). Die derzeitigen Screening-Methoden, wie z.B. die Analzytologie, weisen eine geringe Spezifität für den Nachweis von HSIL auf, was die Prävention von Analkrebs behindert. Die neuen Biomarker könnten helfen, unnötige Biopsien zu reduzieren und die Genauigkeit des Krebsscreenings zu erhöhen (1).
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Medizin
 6 Min|

Ivosidenib bei IDH1-mutierten Tumorerkrankungen – ab sofort verfügbar

Zielgerichtete Therapien erhöhen auch bei seltenen und schwierig zu behandelnden onkologischen Erkrankungen Chancen für eine verbesserte Prognose. Ein wichtiger Fortschritt wurde mit der Zulassung von Ivosidenib für die Behandlung von Patient:innen mit einer IDH1-Mutation bei metastasiertem Gallenwegskarzinom (Cholangiokarzinom; CCA) sowie bei der Akuten Myeloischen Leukämie (AML) erreicht. In beiden Indikationen liegen überzeugende Daten aus Phase-III-Studien vor (3, 6, 9). Expert:innen zeigten sich anlässlich der Launch-Pressekonferenz am 22. Juni 2023 erfreut über die neue Therapieoption und forderten eine frühzeitige molekulare Diagnostik. Ivosidenib ist seit dem 15. Juli in Deutschland verfügbar.
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Gallengangskarzinom
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CCA mit IDH1-Mutation: Neue, zielgerichtete Therapieoption mit Ivosidenib

Eine zielgerichtete Therapie mit Ivosidenib ergänzt seit kurzem die Therapiemöglichkeiten bei der akuten myeloischen Leukämie (AML) und beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Cholangiokarzinom (CCA) für Subgruppen mit Isocitrat-Dehydrogenase-1 (IDH1)-Mutation. Mit der Zulassung von zielgerichteten Therapieoptionen wie dem IDH1-Inhibitor Ivosidenib gewinnt daher auch die molekulare Diagnostik in diesen beiden Indikationen ebenfalls an Bedeutung.
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Medizin
 4 Min|

Deutsche Krebshilfe zieht positive Bilanz für 2022

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Deutsche Krebshilfe 165 Millionen Euro an Einnahmen (1). Die gemeinnützige Organisation konnte damit 124 neue Projekte und Initiativen auf den Weg bringen, beispielsweise ein neues Förderschwerpunktprogramm, das zum Ziel hat, die onkologische Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Denn sprachliche und kulturelle Barrieren bergen die Gefahr eines eingeschränkten Zugangs zum Gesundheitssystem und somit zu Defiziten in der Patientenversorgung. Mit dieser gezielten Förderinitiative will die Deutsche Krebshilfe dem entgegenwirken. Dafür wendet sie insgesamt 3 Millionen Euro auf. Mit einem Forschungsprojekt zum Mikrobiom von Bauchspeicheldrüsenkrebs greift sie zudem einen wichtigen wissenschaftlichen Themenschwerpunkt auf. Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, resümiert: „Unsere Organisation konnte auch im Jahr 2022 auf vielen Gebieten der Krebsbekämpfung zahlreiche Impulse geben. Das ist uns nur möglich durch das Vertrauen der vielen Spender:innen, die unsere Arbeit unterstützen.“
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Medizin
 3 Min|

Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs durch sonodynamische Immuntherapie

Ultraschall ist eine vielversprechende Technik zur Behandlung von Krebs: Im Gegensatz zu Laserlicht dringt er zerstörungsfrei bis zu 12 cm tief in Körperschichten ein, was ihn besonders für die Therapie tiefer liegender Tumoren interessant macht. Ein Forschungsteam beschreibt nun in der Zeitschrift Angewandte Chemie eine sonodynamische Krebsimmuntherapie auf der Grundlage von halbleitenden Polymer-Nanoteilchen, die Immunmodulatoren binden und durch Ultraschall aktiviert werden (1).
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Kolorektales Karzinom
 13 Min|

Darmkrebsprävention 4.0

Am 01.10.2022 feierte das zunächst opportunistische, seit 2019 organisierte Darmkrebs-Screening sein 20-jähriges Bestehen. An diesem Tag wurde in Deutschland neben der Beratung der Versicherten ab dem 50. Lebensjahr und dem Guajak-basierten Stuhltest (FOBT) die Vorsorgekoloskopie ab 55 Jahren als 3. Säule im Rahmen der Darmkrebsvorsorge in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) aufgenommen.
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