Journal Onkologie

Gastroenterologie | Beiträge ab Seite 11

Medizin
 4 Min|

Fruquintinib beim mCRC: Längeres Überleben unter Erhalt der Lebensqualität

Seit Juni 2024 steht für mehrfach vortherapierte Patient:innen mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) erstmalig seit fast 10 Jahren mit Fruquintinib eine neue Therapieoption zur Verfügung. Der Inhibitor der 3 VEGF-Rezeptoren VEGFR-1, VEGFR-2 und VEGFR-3 ist zugelassen als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit mCRC, die bereits früher mit verfügbaren Standardtherapien, einschließlich Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-basierten Chemotherapien, Anti-VEGF-Arzneimitteln und Anti-EGFR-Arzneimitteln, behandelt wurden und bei denen die Erkrankung nach der Behandlung mit Trifluridin/Tipiracil oder Regorafenib fortgeschritten ist, oder die diese Behandlung nicht vertragen. Fruquintinib bietet damit eine neue Perspektive für mehrfach vortherapierte Patient:innen mit mCRC, die potenziell von einem verlängerten Überleben unter einem Erhalt der Lebensqualität profitieren.
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Gastrointestinale Tumoren
 4 Min|

Aktuelle Therapiestandards bei GI-Tumoren – Pembrolizumab als wichtiger Bestandteil

In der gastrointestinalen (GI) Onkologie spielt Pembrolizumab eine zentrale Rolle. Der monoklonale Anti-PD-1-Antikörper ist dort bei unterschiedlichen Entitäten zur Therapie zugelassen. Auf dem GI Science Slam im Rahmen des ESMO GI in München berichteten Prof. Dr. Sylvie Lorenzen, München, Prof. Dr. Jörg Trojan, Frankfurt, und Prof. Dr. Volker Heinemann, München, über aktuelle Entwicklungen insbesondere biomarkerstratifizierter Ansätze beim Adenokarzinom des ösophagogastralen Übergangs (AEG) und beim Magenkarzinom, beim biliären Karzinom sowie beim Kolorektalkarzinom (CRC) und über ihre Erfahrungen beim klinischen Einsatz des PD-1-Inhibitors bei diesen Entitäten.
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Gastrointestinale Tumoren
 5 Min|

GI-Tumoren: DGVS fordert verstärkte Prävention und personalisierte Medizin

Auf der Jahrespressekonferenz der Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e. V. (DGVS) wurde betont, dass eine gezielte Prävention und individuelle Risikoprofile notwendig sind, um die hohe Zahl der Todesfälle durch gastrointestinale Tumoren (GI-Tumoren) zu senken. Trotz medizinischer Fortschritte mangelt es an politischer Unterstützung und finanziellen Mitteln für eine effektive Umsetzung. Eine personalisierte Präventionsstrategie, die genetische Risikofaktoren, Lebensstil und Umwelt berücksichtigt, könnte die Effizienz steigern und unnötige Untersuchungen vermeiden.
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Medizin
 2 Min|

Zulassung von Fruquintinib beim vorbehandelten metastasierten kolorektalen Karzinom

Fruquintinib wurde als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit metastasierendem kolorektalem Karzinom (mCRC) zugelassen. Die Zulassung schließt die Behandlung von Patient:innen ein, die bereits früher mit verfügbaren Standardtherapien, einschließlich Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-basierten Chemotherapien, Anti-VEGF-Arzneimitteln und Anti-EGFR-Arzneimitteln, behandelt wurden und deren Erkrankung nach der Behandlung mit Trifluridin/Tipiracil oder Regorafenib fortgeschritten ist oder die diese Behandlung nicht vertragen haben.
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Gallengangskarzinom
 3 Min|

Fortgeschrittenes Cholangiokarzinom: Wirksamkeit der FGFR-Inhibition mit Erdafitinib bestätigt

Bei rund 15% der Betroffenen mit einem Cholangiokarzinom lassen sich Alterationen des Fibroblast growth factor receptor (FGFR) nachweisen, die zur Aktivierung verschiedener tumorimmanenter Signalwege wie MAPK, PIK3/AKT/MTOR und JAK/STAT führen (1). Für den oralen selektiven Pan-FGFR-Inhibitor Erdafitinib war in der RAGNAR-Studie eine tumoragnostische Wirksamkeit bei verschiedenen vorbehandelten soliden Tumoren mit bestimmten FGFR-Alterationen (2) und in der LUC2001-Studie speziell die Effektivität beim Cholangiokarzinom (3) gezeigt worden. Bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2024 untermauerte nun eine gepoolte Analyse beider Phase-II-Studien, die in einem Poster vorgestellt wurde, die Wirksamkeit von Erdafitinib bei fortgeschrittenen Cholangiokarzinomen mit FGFR-Alterationen (4).
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Ösophaguskarzinom
 4 Min|

Praxisverändernde ESOPEC-Daten: Perioperative Therapie mit FLOT toppt neoadjuvante Radiochemotherapie mit CROSS beim resezierbaren Ösophagus-Adenokarzinom

Erkrankte mit nicht-metastasiertem cT2–4 cN+/- Ösophaguskarzinom können durch alleinige chirurgische Entfernung des Tumors meist nicht geheilt werden. Eine neoadjuvante Strahlen- und Chemotherapie nach dem CROSS-Protokoll kann die Heilungsaussichten deutlich verbessern (1), doch auch die in Deutschland häufig eingesetzte perioperative Chemotherapie nach dem FLOT-Schema hat sich als verträglich und wirksam erwiesen (2). Die deutsche Phase-III-Studie ESOPEC evaluierte beide Optionen nun im direkten Head-to-Head-Vergleich bei Erkrankten mit resezierbarem Adenokarzinom des Ösophagus (cT1cN+ und cT2–4a, cN–/+). Prof. Jens Höppner, Bielefeld/Detmold, stellte die hochrelevanten und praxisverändernden Studiendaten bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2024 als Late Breaking Abstract in der Plenary Session vor. FLOT ging als klarer Sieger aus dem Duell hervor – mit einem deutlich verminderten Sterberisiko im Vergleich zu CROSS (3).
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Gallengangskarzinom
 2 Min|

PEARLDIFER/IKF-t055: Lokal fortgeschrittenes intrahepatisches Gallengangskarzinom mit FGFR2-Fusionen/Rearrangements

Die PEARLDIFER-Studie ist eine Prüfarzt-initiierte (Prof. Dr. Thorsten Götze, Krankenhaus Nordwest, Frankfurt am Main) offene, einarmige Phase-II-Studie, welche die Wirksamkeit und Sicherheit von Pemigatinib nach kurativer lokaler Therapie bei lokal fortgeschrittenem Gallengangskarzinom mit FGFR2-­Fusionen/Rearrangements untersucht.
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Hepatozelluläres Karzinom
 3 Min|

Dem HCC auf der Spur: Augen auf bei chronischen Lebererkrankungen

Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist mit einer hohen Mortalität assoziiert und bedarf daher nicht nur einer effektiven Therapie, sondern im Idealfall auch einer frühen Identifikation. Diese ist jedoch vor dem Hintergrund des breiten Spektrums chronischer Lebererkrankungen mit vielen Herausforderungen verbunden. Um Patient:innen im potenziell kurativen Stadium zu detektieren, steht mit GAAD ein Algorithmus zur Verfügung, der einen semiquantitativen Score für die Risikoeinschätzung liefert. Denn eine verbesserte Früherkennung erhöht die Chance auf eine wirksame und verträgliche Therapie.
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Gastrointestinale Tumoren
 3 Min|

Gastrointestinale Tumoren: Immer mehr Patient:innen können von Immuntherapie profitieren

Der Immuncheckpoint-Inhibitor Pembrolizumab ist derzeit in 30 Indikation bei 14 Entitäten zugelassen, davon wurden 9 Zulassungen bei gastrointestinalen (GI)-Tumoren ausgesprochen. Welche Vorzüge die Therapien mit dem PD-1-Inhibitor bei GI-Tumoren aufweisen und welche weiteren Entwicklungen zu erwarten sind, diskutierten Expert:innen im Rahmen des 3rd Expert Summit on GI-Oncology.
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Medizin
 3 Min|

Cholangiokarzinom: FGFR-Inhibitor Futibatinib in Deutschland verfügbar

Der Fibroblasten-Wachstumsfaktorrezeptor-Inhibitor (FGFR) Futibatinib ist ab sofort in Deutschland verfügbar. Futibatinib wird angewendet als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Cholangiokarzinom mit einer Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptor-2 (FGFR2)-Fusion oder einem FGFR2-Rearrangement, das nach mindestens einer vorherigen systemischen Therapielinie fortgeschritten ist (1).
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Gallengangskarzinom
 3 Min|

Fortgeschrittenes Cholangiokarzinom: Wirksamkeit der FGFR-Inhibition mit Erdafitinib bestätigt

Bei rund 15% der Betroffenen mit einem Cholangiokarzinom lassen sich Alterationen des Fibroblast growth factor receptor (FGFR) nachweisen, die zur Aktivierung verschiedener tumorimmanenter Signalwege wie MAPK, PIK3/AKT/MTOR und JAK/STAT führen (1). Für den oralen selektiven Pan-FGFR-Inhibitor Erdafitinib war in der RAGNAR-Studie eine tumoragnostische Wirksamkeit bei verschiedenen vorbehandelten soliden Tumoren mit bestimmten FGFR-Alterationen (2) und in der LUC2001-Studie speziell die Effektivität beim Cholangiokarzinom (3) gezeigt worden. Bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2024 untermauerte nun eine gepoolte Analyse beider Phase-II-Studien, die in einem Poster vorgestellt wurde, die Wirksamkeit von Erdafitinib bei fortgeschrittenen Cholangiokarzinomen mit FGFR-Alterationen (4).
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Gastrointestinale Tumoren
 3 Min|

Gastrointestinale Tumoren: Immer mehr Patient:innen können von Immuntherapie profitieren

Der Immuncheckpoint-Inhibitor Pembrolizumab ist derzeit in 30 Indikation bei 14 Entitäten zugelassen, davon wurden 9 Zulassungen bei gastrointestinalen (GI)-Tumoren ausgesprochen. Welche Vorzüge die Therapien mit dem PD-1-Inhibitor bei GI-Tumoren aufweisen und welche weiteren Entwicklungen zu erwarten sind, diskutierten Expert:innen im Rahmen des 3rd Expert Summit on GI-Oncology.
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Medizin
 3 Min|

Häufiges Nachsalzen beim Essen erhöht das Risiko für Magenkrebs

In asiatischen Ländern, in denen stark salzhaltige Speisen beliebt sind, ist der Zusammenhang zwischen hohem Salzkonsum und Magenkrebs bereits erwiesen. Eine Langzeit-Studie der Medizinischen Universität Wien zeigt nun erstmals auf, dass sich dieses Risiko auch in den Krebsstatistiken Europas niederschlägt. Wie die kürzlich im Fachjournal „Gastric Cancer“ publizierte Analyse zeigt, erkranken Menschen, die ihr Essen häufig nachsalzen, um 39% häufiger an Magenkrebs als jene, die den Salzstreuer bei Tisch nicht benutzen (1).
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Medizin
 1 Min|

CHMP-Empfehlung für Fruquintinib beim metastasierten kolorektalen Karzinom

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur hat die Zulassung von Fruquintinib in der Europäischen Union (EU) zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) empfohlen. Die positive Stellungnahme basiert auf Ergebnissen der Studie FRESCO-2. Die Europäische Kommission entscheidet nun über die Zulassung in der gesamten EU, Norwegen, Liechtenstein und Island.
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Pankreaskarzinom
 3 Min|

Metastasiertes Pankreaskarzinom – Gibt es „Prognose-Verbesserer“?

Dr. Kathrin Heinrich, Comprehensive Cancer Center München, berichtete im Rahmen eines Symposiums auf dem Deutschen Krebskongress (DKK) 2024 zum Status quo, dass mit der palliativen Systemtherapie FOLFIRINOX heute beim metastasierten (met.) Pankreaskarzinom ein medianes Gesamtüberleben (mOS) von höchstens 11,1 Monaten zu erreichen ist. Sind Patient:innen für diese Behandlung nicht fit genug, erzielen sie mit nab-Paclitaxel und Gemcitabine nur 8,5 Monate. NALIRIFOX ermöglicht nun als neue Erstlinientherapie jedem 4. Patient:innen die Chance auf ein längeres Überleben nach 18 Monaten.
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Entitätsübergreifend
 3 Min|
G-BA-Beschluss seit 15. März 2024 in Kraft

Arzneimittel-Richtlinie zum Biologika-Austausch: Therapiesicherheit hat Vorrang

Die neue Arzneimittel-Richtlinie verpflichtet Apotheken dazu, verordnete Biologika und Biosimilars zur parenteralen Anwendung durch ein preisgünstigeres Arzneimittel zu ersetzen (1). Um einen für Patient:innen potenziell nachteiligen Austausch zu vermeiden, kann jedoch auch in Zukunft von den bestehenden Möglichkeiten – u.a. von „Aut-idem ja oder nein“ – Gebrauch gemacht werden.
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