Journal Onkologie

Durvalumab | Beiträge ab Seite 4

NSCLC

Therapie des mNSCLC: Patientenindividualisierung wird immer wichtiger

Beim metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (mNSCLC) haben sich in den letzten Jahren viele neue Behandlungsoptionen etabliert. Und auch in der Zweitlinientherapie bahnen sich innovative Lösungen an. Die beiden Expert:innen Dr. Petra Hoffknecht, Georgsmarienhütte, und Prof. Dr. Niels Reinmuth, München, stellten die momentane Datenlage und die Ergebnisse der wichtigsten Studien im Rahmen eines Symposiums auf dem Deutschen Krebskongress (DKK) 2024 in Berlin vor.
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Medizin

Münchener Symposium 2023: Neues aus gynäkologischer Onkologie und zum Mammakarzinom

Das traditionelle Münchner Symposium der LMU-Frauenklinik in der Woche vor Weihnachten war wie immer gut besucht – mehr als 650 Teilnehmer:innen folgten der Einladung von Klinikdirektor Prof. Sven Mahner und Prof. Nadia Harbeck, die das Brustzentrum leitet. Großen Anklang fand die Keynote lecture „Berge erklimmen“ des berühmten Bergsteigers und Autors Reinhold Messner, der seine Zuhörer ermunterte, niemals aufzugeben, weder privat noch im Beruf.
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Hepatozelluläres Karzinom

ASCO-GI 2024: Durvalumab + Bevacizumab ergänzend zur TACE beim HCC

Die transarterielle Chemoembolisation (TACE) ist der Therapiestandard für Patient:innen mit inoperablem hepatozellulärem Karzinom (HCC), die für eine Embolisation in Frage kommen. Bei den meisten Erkrankten schreitet die Erkrankung aber trotzdem weiter fort oder tritt erneut auf. Nachdem sich Immuntherapie-basierte Kombinationstherapien beim fortgeschrittenen inoperablen HCC, das nicht für eine TACE in Frage kommt, etabliert haben, prüfte die 3-armige Phase-III-Studie EMERALD-1 solche Regime jetzt auch bei Embolisations-geeigneten Erkrankten ergänzend zur TACE.
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Magenkarzinom

ASCO-GI 2024: Perioperative Immunchemotherapie bei G/GEJ-Tumoren vielversprechend

Die perioperative Therapie mit dem FLOT-Regime ist der derzeitige Behandlungsstandard für Patient:innen mit resektablen Karzinomen des Magens und des gastroösophagealen Übergangs (G/GEJ). Trotz der effektiven Therapie tritt bei rund 35% der Behandelten ein Rezidiv auf. Nun zeigen die beiden Phase-III-Studien KEYNOTE-585 und MATTERHORN, die auf dem Gastrointestinal Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO-GI) 2024 vorgestellt wurden, dass die Addition eines Checkpoint-Inhibitors zu FLOT eine sinnvolle Option sein könnte. In beiden Studien erhöhte eine neoadjuvante Immunchemotherapie gegenüber der reinen Chemotherapie plus Placebo die Raten an pathologischen Komplettremissionen (pCR), wenngleich die Auswirkungen auf Überlebensparameter (noch) zweifelhaft sind (1, 2).
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Gallengangskarzinom

Systemische Erstlinientherapie fortgeschrittener biliärer Karzinome

Biliäre Karzinome (biliary tract cancer, BTC; synonym auch: Cholangiokarzinome, CCA) umfassen eine anatomisch wie klinisch sehr heterogene Gruppe invasiver Tumoren, die durch eine ungünstige Prognose charakterisiert sind: Die Mehrheit der Tumoren wird erst in fortgeschrittenen Stadien entdeckt, wenn eine Resektion mit kurativer Intention nicht mehr möglich ist. Trotz relativer Seltenheit der BTC in Deutschland besteht ein hoher medizinischer Bedarf für neue systemische Therapieansätze. Die Hinzunahme des Immuncheckpoint-Inhibitors Durvalumab zur Chemotherapie ermöglichte nach über 10 Jahren erstmals eine verbesserte Überlebensprognose der Patient:innen mit fortgeschrittenen BTC und löste damit den bisherigen Therapiestandard in Form einer alleinigen Chemotherapie ab. Seit August 2023 wird die Immun-Chemotherapiekombination auch in der aktualisierten S3-Leitlinie als neuer Goldstandard der palliativen Erstlinientherapie der fortgeschrittenen BTC empfohlen.
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Medizin

NSCLC: Längeres Gesamtüberleben mit Atezolizumab vs. Gemcitabin

In der Phase-III-Studie IPSOS wurde die Wirksamkeit von Atezolizumab mit einer Chemotherapie (Gemcitabin) als Erstlinientherapie bei Patient:innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) verglichen. Für die Studie wurden Patient:innen inkludiert, die nicht für eine platinhaltige Chemotherapie in Frage kamen. Die Studie zeigte ein längeres Gesamtüberleben mit Atezolizumab im Vergleich zu Gemcitabin. Die 2-Jahres-Überlebensrate war mit der Immuntherapie etwa doppelt so hoch wie mit der Chemotherapie. Auch traten mit Atezolizumab weniger unerwünschte Ereignisse des Grades 3 bis 4 auf und die Patient:innen berichteten über eine bessere Lebensqualität.
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Medizin

Durvalumab-basiertes Regime beim fortgeschrittenen kleinzelligen Bronchialkarzinom

Das Durvalumab-basierte Regime bildet eine zentrale Option in der Erstlinien- Behandlung von Patient:innen mit kleinzelligem Bronchialkarzinom (SCLC) im Stadium IV. Nachdem die zulassungsrelevante CASPIAN-Studie bereits eine solide Evidenzbasis geschaffen hatte, wurden in der LUMINANCE-Studie, für die entsprechend des klinischen Alltags breitere Einschlusskriterien galten, die Behandlungsrealität in dieser Indikation noch besser erfasst. Die Ergebnisse der Lumiance-Studie wurden während des ESMO-Immuno-Oncology (IO) Kongresses in Genf als Late Breaking Abstract vorgestellt.
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NSCLC

Metastasiertes nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom: Überlebensvorteil durch Durvalumab bestätigt

Der Checkpointinhibitor Durvalumab, der spezifisch an PD-L1 bindet, ist seit Februar 2023 in Kombination mit Tremelimumab und Chemotherapie zugelassen als Erstlinientherapie für Patient:innen mit metastasiertem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom ohne aktivierende EGFR-Mutationen oder ALK-Translokationen. 5-Jahres-Daten der Zulassungsstudie Poseidon zum Gesamtüberleben wurden beim ESMO-Immuno-Oncology (IO) Kongress in Genf als Late Breaking abstract vorgestellt. Sie werden dabei helfen, die Langzeitwirkung der IO-IO-Kombination besser einordnen zu können.
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Hämatologie

Immuntherapie-assoziierte Immunthrombozytopenie: Studie vergleicht Behandlungsansätze der IO-ITP vs. p-ITP

Immunzytopenien sind eine seltene, aber potenziell schwerwiegende Komplikation der Immuntherapie (IO). Die Immuntherapie-assoziierte Immunthrombozytopenie (IO-ITP) ist eine Ausschlussdiagnose und wird im Rahmen von Multidrug-Krebstherapien oft nicht erkannt. Im Allgemeinen wird sie mit einer Unterbrechung der Therapie behandelt. Ziel einer Studie war es nun, eine IO-ITP zu identifizieren und zu charakterisieren und Behandlungsansätze mit der primären Immunthrombozytopenie (p-ITP) zu vergleichen (1).   
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BNGO
Interview mit PD Dr. med. Gülten Oskay-Özcelik, Praxisklinik Krebsheilkunde, Berlin-Spandau.

ESMO 2023: Welchen Stellenwert hat die Immunonkologie in der gynäko-onkologischen Praxis?

Die gynäkologische Onkologie spielte in früheren Jahren beim Jahreskongress der European Society of Medical Oncology (ESMO) eine eher untergeordnete Rolle. Das war in diesem Jahr anders, denn es wurde eine Fülle von Daten mit teilweise praxisveränderndem Charakter vorgetragen. Insbesondere die Immun­onkologie spielt dabei eine wichtige Rolle. PD Dr. Gülten Oskay-Özcelik, Berlin, fasst für Sie die aus Ihrer Sicht wichtigsten Ergebnisse zusammen.
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Medizin

Immuntherapie-assoziierte Immunthrombozytopenie: Studie vergleicht Behandlungsansätze der IO-ITP vs. p-ITP

Immunzytopenien sind eine seltene, aber potenziell schwerwiegende Komplikation der Immuntherapie (IO). Die Immuntherapie-assoziierte Immunthrombozytopenie (IO-ITP) ist eine Ausschlussdiagnose und wird im Rahmen von Multidrug-Krebstherapien oft nicht erkannt. Im Allgemeinen wird sie mit einer Unterbrechung der Therapie behandelt. Ziel einer Studie war es nun, eine IO-ITP zu identifizieren und zu charakterisieren und Behandlungsansätze mit der primären Immunthrombozytopenie (p-ITP) zu vergleichen (1).   
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Medizin

HCC: Zulassung von Durvalumab als Monotherapie in der Erstlinie

Der Checkpoint-Inhibitor Durvalumab ist seit 15. November 2023 als Monotherapie in der Erstlinie beim fortgeschrittenen oder nicht resezierbaren hepatozellulären Karzinom (HCC) in der EU zugelassen (1). Neben der doppelten Immun-Checkpointblockade mit dem CTLA-4-Inhibitor Tremelimumab im STRIDE-Regime, ist dies nun die 2. Zulassung des PD-L1-Inhibitors in dieser Indikation (1, 2). Die Durvalumab-Monotherapie war in der Zulassungsstudie HIMALAYA dem Tyrosinkinaseinhibitor (TKI) Sorafenib in der Wirksamkeit nicht unterlegen und zeigte dabei ein vergleichsweise günstiges Sicherheitsprofil (3). Insbesondere für Patient:innen, die nicht für eine immunonkologische (IO) Kombinationstherapie geeignet sind, stellt die Monotherapie mit Durvalumab eine neue Therapieoption dar (4, 5).
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NSCLC

Erstlinientherapie des metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms: Einfluss nicht-adressierbarer Risiko-Mutationen auf immunonkologische Kombinationstherapien

Viele Erkrankte mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (mNSCLC) ohne gezielt behandelbare Alteration sollen heute in der Erstlinie mit Immunonkologika (IO) behandelt werden – als Mono- oder als Kombinationstherapien einschließlich Chemotherapie (CT) (1, 2). Aktuelle Daten legen nahe, dass bestimmte genetische Mutationen den Krankheitsverlauf unter IO-Therapien beeinflussen können (3-6). Post-hoc-Analysen erlauben eine Einschätzung der Wirksamkeit der verfügbaren IO-basierten Regime speziell beim nicht-plattenepithelialen mNSCLC mit Mutationen in KRAS oder STK11.
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Urothelkarzinom

Aktuelle Therapieoptionen beim Urothelkarzinom

Beim Urothelkarzinom der Harnblase stehen mittlerweile einige neue systemische und chirurgische Therapieoptionen zur Verfügung. So haben die Patient:innen dank der Zulassungen von Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICIs) und roboter­assistierten Operationsverfahren (radikale Zystektomie, Nephroureterektomie) bessere Erfolgsaussichten und weniger Nebenwirkungen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über laufende Studien und neu zugelassene Medikamente.
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