Journal Onkologie

Deeskalation

Mammakarzinom
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Empfehlungen der AGO Kommission Mamma
State of the Art Meeting 2026

Empfehlungen der AGO Kommission Mamma

Im März stellte die Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) wie jedes Jahr ihre aktualisierten Empfehlungen zur Therapie des Mammakarzinoms beim State of the Art Meeting in Frankfurt am Main vor. In folgendem Bericht mit dem Fokus Systemtherapie finden Sie eine Zusammenfassung wichtiger neuer Empfehlungen. Die umfangreichsten Änderungen betrafen das metastasierte Mammakarzinom (mBC).
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Entitätsübergreifend
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Deeskalation in der Onkologie: Wann weniger Therapie ausreicht

Deeskalation in der Onkologie: Wann weniger Therapie ausreicht

Lange waren in der Onkologie intensive Kombinations- und Maximaltherapien die Regel – häufig mit erheblichen Nebenwirkungen für die Patient:innen. Mit dem Fortschritt in der personalisierten Medizin rückt nun die gezielte Therapie-Deeskalation in den Fokus. Ziel ist es, die Behandlungslast zu verringern, ohne die Wirksamkeit zu kompromittieren, etwa durch kürzere Therapiedauern, reduzierte Dosierungen oder den Einsatz prädiktiver Marker wie zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA).
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Mammakarzinom
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Blood sample for Her-2 breast cancer testing, human epidermal growth factor receptor 2(HER2), ERBB2 Amplification.

HER2+ Brustkrebs im Frühstadium: Eskalation, zielgerichtete Therapie und Deeskalation

Der humane epidermale Wachstumsfaktor-Rezeptor-2-positive (HER2+) Brustkrebssubtyp macht ca. 15-20% aller Brustkrebsfälle aus. Die Erforschung der biologischen und molekularen Pathomechanismen von Brustkrebs hat zur Entwicklung und Einführung mehrerer Therapien geführt, die auf HER2 abzielen. Parallel dazu wurden verschiedene Eskalations-/Deeskalationsstrategien untersucht, um die Ergebnisse und die Patientenversorgung weiter zu optimieren. Die kontinuierliche Forschung der letzten 2 Jahrzehnte hat die Überlebenszeit von Patientinnen mit HER2+ Brustkrebs im Frühstadium (eBC) schrittweise verlängert. Die Aufnahme der postneoadjuvanten Therapie in die klinische Praxis hat das Überleben von Hochrisiko-Patientinnen ohne pathologisches Komplettansprechen (non-pCR) nach neoadjuvanter Therapie verbessert. Parallel dazu könnte der Einsatz moderner Anti-HER2-Wirkstoffe, insbesondere von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) wie Trastuzumab Deruxtecan (T-DXd), bei ausgewählten Patientinnen in Zukunft den Verzicht auf eine systemische Chemotherapie ermöglichen. Aktuelle Forschungsarbeiten, die sich auf die Untersuchung der molekularen Heterogenität von HER2+ Brustkrebs konzentrieren, haben zur Identifizierung neuer prognostischer und prädiktiver Biomarker geführt, die den Weg für die Entwicklung einer personalisierten Therapie ebnen könnten.
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