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Sektorenübergreifende Behandlung des Urothelkarzinoms – 5 Jahre UroNAT von d-uo
Das Urothelkarzinom ist der zweithäufigste urologische Tumor und in Deutschland der 5.-häufigste Tumor bei Männern bzw. der 12.-häufigste bei Frauen [1]. Im Jahr 2023 erkrankten in Deutschland 17.800 Personen an einem invasiven Harnblasenkarzinom, davon ca. ein Viertel Frauen, zusätzlich ca. 13.680 an nicht-invasiven papillären Karzinomen und In-situ-Tumoren der Blase, welche nach ICD-10 derzeit nicht zu den bösartigen Tumoren gezählt werden, obwohl sie ein erhöhtes Risiko für einen Progress und/oder ein Rezidiv des Tumors aufweisen [1]. Harnblasenkarzinome gehen wie die Tumoren der übrigen ableitenden Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Harnröhre) überwiegend vom Urothel aus. Für die ambulante Diagnostik, Therapie und Nachsorge dieser häufigen und auch gesundheitsökonomisch bedeutsamsten Tumorentität im Bereich der Urologie gab es lange kein nationales Register zur Erfassung der Versorgungssituation in Deutschland. Viele Fragen der ambulanten Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Urothelkarzinoms sind in Deutschland bisher nur unzureichend untersucht.
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