Journal Onkologie

Carboplatin | Beiträge ab Seite 4

SCLC

SCLC 2023: Das ist neu in der Onkopedia-Leitlinie

Platin/Etoposid und Strahlentherapie sind nach wie vor wichtige Komponenten der Therapie des kleinzelligen Lungenkarzinoms (SCLC). Inzwischen ist die Therapie jedoch vielfältiger und auch wirksamer geworden (Abb. 1). Liegt eine lokal begrenzte Erkrankung vor (limited disease), besteht die Standardtherapie in der Regel in einer simultanen Chemo-Strahlentherapie. Die 5-Jahres-Überlebenschance liegt hiermit bei 30-35%. Bei sehr kleinem Tumor ohne mediastinalen Lymphknotenbefall (T1-2 N0-1) stellt die Operation mit adjuvanter Chemotherapie eine Alternative dar. Liegt hingegen ein metastasiertes SCLC vor, bildet die kombinierte Immun-Chemotherapie, bestehend aus Atezolizumab oder Durvalumab + Platin/Etoposid, die erste Therapielinie. Damit bietet die Immuntherapie erstmals auch SCLC-Patient:innen mit extensive disease (ED) eine Perspektive. Das spiegelt sich in der im Januar 2023 aktualisierten Onkopedia-Leitlinie wider. Im Folgenden sind einige wichtige Änderungen mit Fokus auf die Erst­linientherapie aufgezeigt.
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Endometriumkarzinom

Fortgeschrittenes/rezidiviertes EC: Pembrolizumab plus Chemotherapie wird ein zukünftiger neuer Therapiestandard

Beim Annual Meeting on Women’s Cancer der Society of Gynecologic Oncology (SGO) 2023 in Tampa, Florida, USA, wurden mit KEYNOTE-868/NRG-GY018 und ENGOT-EN6/NSGO/GOG-3031/RUBY gleich 2 praxisverändernde Phase-III-Studien zur Kombination von Checkpoint-Inhibition und Chemotherapie beim fortgeschrittenen/rezidivierten Endometriumkarzinom (EC) vorgestellt. In KEYNOTE-868 führte die Hinzunahme des PD-1-Inhibitors Pembrolizumab zur Standardchemotherapie zu einer Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) in bisher nicht für möglich gehaltenem Ausmaß.
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Medizin

Endometriumkarzinom: PFS-Verbesserung mit Pembrolizumab + Chemotherapie unabhängig vom Mismatch-Reparatur-Status

Die Phase-III-Studie KEYNOTE-868/NRG-GY018 untersuchte Pembrolizumab in Kombination mit Chemotherapie (Carboplatin und Paclitaxel) nach aktuellem Therapiestandard und anschließend als Monotherapie alle 6 Wochen für bis zu 14 Zyklen für die Erstlinienbehandlung von Patientinnen mit Endometriumkarzinom im Stadium III bis IV oder mit rezidivierendem Endometriumkarzinom, das entweder eine Mismatch-Reparatur-Profizienz (pMMR) oder eine Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) aufwies. Den Studienergebnissen zufolge zeigte sich unter dem Pembrolizumab-Regime eine statistisch signifikante und klinisch relevante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) für die Patientinnen unabhängig vom Mismatch-Reparatur-Status. Diese aktuellen Daten wurden erstmals im Rahmen einer wissenschaftlichen Plenarsitzung auf der Jahrestagung der Society of Gynecologic Oncology (SGO) 2023 vorgestellt und zeitgleich im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Die Ergebnisse werden derzeit mit den Zulassungsbehörden weltweit besprochen.
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NSCLC

Fortgeschrittenes NSCLC: COSTAR Lung

Bei der COSTAR Lung-Studie handelt es sich um eine multizentrische, offene, 3-armige Phase-II-Studie, die nun in einer Phase III fortgeführt wird, zum Vergleich von Cobolimab + Dostarlimab + Docetaxel oder Dostarlimab + Docetaxel vs. Docetaxel allein bei Patient:innen mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC), die unter einer vorherigen Anti-PD-(L)1-Therapie und Chemotherapie einen Progress aufweisen. Ein Crossover zwischen den Behandlungsarmen wird in dieser Studie nicht erlaubt.
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Medizin

Fortgeschrittenes HCC / NSCLC: EU-Zulassung für Durvalumab + Tremelimumab

Die duale Immuntherapie aus dem PD-L1-Inhibitor Durvalumab und dem CTLA-4-Inhibitor Tremelimumab wurde in der Europäischen Union (EU) für die Behandlung des fortgeschrittenen Leberzellkarzinoms (HCC) und des nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) zugelassen. Basierend auf den positiven Ergebnissen der Phase-III-Studie HIMALAYA ist Durvalumab in Kombination mit Tremelimumab indiziert zur Erstlinienbehandlung von erwachsenen Patient:innen mit fortgeschrittenem oder nicht resezierbarem hepatozellulären Karzinom (HCC), die keine vorherige Systemtherapie erhalten hatten und bei denen eine lokale Therapie nicht angezeigt war (1, 2).  Außerdem wurde Durvalumab in Kombination mit Tremelimumab und platinbasierter Chemotherapie auf Basis der Phase-III-Studie POSEIDON für die Behandlung erwachsener Patient:innen mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (Stadium IV) ohne sensibilisierende EGFR-Mutationen oder ALK-positive Mutationen zugelassen (1, 3). Tremelimumab wird in Deutschland ab April 2023 verfügbar sein.*
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Medizin

Darolutamid erhält EU-Zulassung für metastasierten hormonsensitiven Prostatakrebs

Die Europäische Kommission hat Darolutamid, einen oralen Androgenrezeptor-Inhibitor (ARi) plus Androgendeprivationstherapie (ADT) in Kombination mit Docetaxel, für die Behandlung von metastasiertem hormonsensitiven Prostatakrebs (mHSPC) in der Europäischen Union (EU) zugelassen. Darolutamid ist bereits für die Behandlung von Patienten mit nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom mit einem hohen Risiko für die Entwicklung von Metastasen (Hochrisiko-nmCRPC) zugelassen.
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Medizin

Pembrolizumab + Chemotherapie beim fortgeschrittenen oder rezidivierenden Endometriumkarzinom

Die Phase-III-Studie KEYNOTE-868/NRG-GY018 bewertet Pembrolizumab, eine Anti-PD-1-Therapie, in Kombination mit einer standardmäßigen Chemotherapie (Carboplatin und Paclitaxel). Der primäre Endpunkt des progressionsfreien Überlebens (PFS) zur Behandlung von Patientinnen mit Endometriumkarzinom im Stadium III-IV oder mit rezidivierendem Endometriumkarzinom wurde unabhängig vom Mismatch-Reparatur-Status erreicht. Bei der Beurteilung der präspezifizierten Interimsanalyse durch ein unabhängiges Datenüberwachungskommitee zeigte sich unter Pembrolizumab in Kombination mit einer Chemotherapie und anschließend als Monotherapie alle 6 Wochen für bis zu 14 Zyklen eine statistisch signifikante und klinisch relevante Verbesserung des PFS im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie bei Patientinnen mit Endometriumkarzinom, das entweder eine Mismatch-Reparatur-Profizienz (pMMR) oder eine Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) aufwies. Das Sicherheitsprofil von Pembrolizumab in dieser Studie war vergleichbar mit den bisher veröffentlichten Profilen. Es traten keine neuen Sicherheitssignale auf. Die Ergebnisse werden demnächst im Rahmen einer medizinischen Fachtagung vorgestellt und mit den Zulassungsbehörden besprochen.
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Medizin

TTFields der 2. Generation beim Pleuramesotheliom zugelassen

Das Pleuramesotheliom ist ein seltener Tumor mit sehr ungünstiger Prognose (1-3). Operative Entfernung der Tumormasse, medikamentöse Tumortherapie z.B. Chemotherapie und Immuntherapie gehören zu den Standardtherapien (3). TTFields – elektrische Felder, die die Tumorzellteilung verlangsamen und stoppen können (4-6) – hat 2020 eine CE-Zertifizierung für die Behandlung des Pleuramesothelioms erhalten (7). Vorgesehen ist TTFields zur Behandlung des inoperablen, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Pleuramesothelioms, zusammen mit Pemetrexed und platinbasierter Chemotherapie (Cisplatin oder Carboplatin) bei Erwachsenen (7). 
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Urothelkarzinom

Time matters: Optimierung der Behandlung des fortgeschrittenen Urothelkarzinoms

Für erwachsene Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom unterstützen Leitlinien und Real-World-Daten den Einsatz einer Platin-basierten Chemotherapie, gefolgt von einer Erstlinien-Erhaltungstherapie mit dem PD-L1-Inhibitor Avelumab.  Prof. Dr. med. Axel Merseburger, Lübeck, beleuchtete in seinem Vortrag „Learning from real world-data to optimize treatment in advanced urothelial carcinoma“ Erkenntnisse aus Real-World-Daten zur Optimierung der Behandlung des fortgeschrittenen Urothelkarzinoms und definierte, warum „Time matters“ (1).
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NSCLC

Geschlechtsspezifische Unterschiede im Rahmen einer Platin-basierten Chemotherapie

Aus Tiermodellen sind zahlreiche Hinweise auf Geschlechtsunterschiede belegt. Klinische Studien beim Menschen, die das Geschlecht als variablen Faktor berücksichtigen, sind hingegen begrenzt. In der Onkologie ist die Gendermedizin ein bislang wenig erforschtes Gebiet, obwohl geschlechtsspezifische Unterschiede, was das Therapie-Outcome und behandlungsbedingte Nebenwirkungen betrifft, bekannt und auch anerkannt sind. Zu den biologischen Unterschieden gehören u.a. die Modulation der Entzündungsreaktion durch Sexualhormone, die schützenden Eigenschaften durch Östrogen, die unterschiedliche Anatomie sowie der Körperhabitus. Die folgende Studie fasst den aktuellen Wissensstand zu geschlechtsspezifischen Unterschieden hinsichtlich Nebenwirkungen im Rahmen einer Platin-basierten Chemotherapie zusammen – mit Fokus auf der am häufigsten verwendeten Platin-Verbindung Cisplatin.
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SCLC

Immuntherapien als Standard beim ­fortgeschrittenen SCLC

Nach Jahrzehnten ohne nennenswerten Fortschritt haben sich Behandlungskonzepte mit Immuncheckpoint-­Inhibitoren inzwischen auch beim kleinzelligen Lungenkarzinom im fortgeschrittenen Stadium (ED-SCLC*) als ­Therapiestandard in der Erstlinie etabliert. In den Phase-III-Studien IMpower133 und CASPIAN wurde eine ­Immuntherapie mit dem bisherigen Standard aus Platin-haltiger Chemotherapie und Etoposid kombiniert und mit dieser verglichen. Die PD-L1 (programmed death-ligand 1)-Inhibitoren Atezolizumab bzw. Durvalumab ­wurden anschließend als ­Erhaltungstherapie gegeben. Dadurch konnte das Überleben der Patient:innen in ­beiden ­Studien verlängert werden (1-5). Mit diesen Resultaten eröffnen sich erstmals seit langem neue Perspektiven für die ­Therapie dieser schwer erkrankten Patient:innen.
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Medizin

HNSCC: Ergebnisse der KEYNOTE-048 zu Pembrolizumab

Die Phase-III-Studie KEYNOTE-048 untersuchte den PD-1-Inhibitor Pembrolizumab als Erstlinientherapie für Patient:innen mit metastasierendem oder nicht resezierbarem rezidivierendem Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region (M/uR HNSCC). Auch nach 5 Jahren konnte ein anhaltender Überlebensvorteil bei Patient:innen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (CPS ≥ 1) gegenüber dem EXTREME-Schema (Cetuximab mit Carboplatin oder Cisplatin plus 5-FU) gezeigt werden. Dieser Vorteil zeigte sich sowohl bei Patient:innen, die mit Pembrolizumab als Monotherapie behandelt wurden als auch bei Patient:innen, die Pembrolizumab in Kombination mit einer Platin- und 5-Fluorouracil (5-FU)-Chemotherapie erhielten. Die Ergebnisse der 5-Jahresanalyse der KEYNOTE-048-Studie wurden im Rahmen der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) (Abstract #659MO) 2022 vorgestellt.
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