Journal Onkologie

Bristol-Myers Squibb (BMS)

Hämatologie

Negative Phase-III-Daten zu Venetoclax beim MDS – wie geht es damit jetzt weiter?

Die Phase-III-Studie VERONA verfehlte ihre Hauptziele. Was bedeutet das für zusätzliches Venetoclax beim myelodysplastischen Syndrom (MDS)? Das Aus zwar nicht, aber man sollte sich auf eine echte Hochrisikopopulation konzentrieren, urteilte ein deutscher Experte. Und in der Schnelligkeit des Ansprechens sieht er sogar eine echte Chance für eine spezielle Subgruppe. Für Imetelstat wurden auf dem ASH außerdem prädiktive Marker präsentiert, die wohl in wenigen Zyklen anzeigen, wer ansprechen wird und wer nicht.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
ASH 2025
ASH 2025

RRMM: Prognostische Biomarker für Ansprechen auf CAR-T-Zelltherapie in der Entwicklung

In einer ersten Studie erreichten Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem (RR) Multiplen Myelom (MM) ein tiefes und anhaltendes Ansprechen nach einer gegen GPRC5D gerichteten Therapie mit chimären Antigenzezeptor (CAR)-T-Zellen. Erste explorative Ergebnisse zeigen, dass sich lösliches B-Zell-Reifungsantigen (sBCMA) im Serum und der Status der minimalen Resterkrankung (MRD) als prognostische Biomarker für das Ansprechen nach T-Zelltherapie eignen könnten [1].
Lesen Sie mehr 
Nierenzellkarzinom
Nierenzellkarzinom: Langer Krankheitsverlauf mit guter Lebensqualität
DGU 2025

Nierenzellkarzinom: Langer Krankheitsverlauf mit guter Lebensqualität

Die Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren hat sich auch in der Urologie etabliert. Beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (RCC) ist Nivolumab nach Vortherapie und in der ersten Therapielinie sowohl mit Ipilimumab (intermediäres/ungünstiges Risikoprofil) als auch in Kombination mit Cabozantinib indiziert [1]. Anhand eines fiktiven Patientenfalls zeigte Prof. Dr. Viktor Grünwald, Essen, die kombinierte Tyrosinkinaseinhibitor- und Immuntherapie nach einem langen Krankheitsverlauf.
Lesen Sie mehr 
ESMO 2025
ESMO 2025

Platinresistentes Ovarialkarzinom: Kombi aus GR-Antagonist Relacorilant und nab-Paclitaxel verlängert PFS und OS auch nach PARPi-Vortherapie

Beim platinresistenten Ovarialkarzinom (PROC) besteht nach wie vor ein hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen. Deshalb wird ständig nach neuen Wegen gesucht, um den Medical Need in dieser Therapiesituation zu adressieren – etwa durch Evaluation neuer Substanzgruppen. Relacorilant ist ein neuartiger, oraler, selektiver Antagonist des Glukokortikoidrezeptors (GR), der die Sensitivität von Tumoren gegenüber einer Chemotherapie erhöht. Der GR ist als Zielstruktur interessant, weil er in mehr als 95% der Zellkerne von Ovarialkarzinomzellen exprimiert wird. Nachdem die Hauptanalyse der Studie einen hohen klinischen Nutzen der Kombination gezeigt hatte [1] wurden beim ESMO-Kongress 2025 aktuelle Daten zur Subgruppe von Patientinnen präsentiert, die vorab eine Behandlung mit einem PARP-Inhibitor durchlaufen hatte und erfahrungsgemäß besonders Ansprechraten auf eine nachfolgende Chemotherapie zeigt [2].
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
NSCLC
ESMO 2025

Neue Therapiestrategien für komplexe Lungenkarzinome: Immuntherapie, KRAS-Inhibition und neue Zielstrukturen im Fokus

Beim Satellitensymposium von Bristol Myers Squibb im Rahmen des ESMO-Kongresses in Berlin stellten internationale Expert:innen aktuelle Fortschritte in der Immuntherapie, der KRAS-gerichteten Behandlung und der Entwicklung innovativer Wirkmechanismen vor. Der Schwerpunkt lag auf Patientengruppen, die bisher schwer ansprechbar waren - insbesondere bei niedriger PD-L1-Expression und molekular komplexen Tumoren.
Lesen Sie mehr 
ESMO 2025
ESMO 2025

LAG3 als Biomarker für das Ansprechen auf Immuntherapien beim metastasierten Nierenzellkarzinom

Das Lymphocyte Activation Gene-3 (LAG3) hat sich in den letzten Jahren als vielversprechender Immun-Checkpoint-Rezeptor etabliert, der sowohl als Biomarker als auch als Therapieziel von großem Interesse ist. Während die Bedeutung von LAG3 in verschiedenen Tumorentitäten zunehmend erforscht wird, blieb sein Zusammenhang beim Nierenzellkarzinom (RCC) bisher unzureichend charakterisiert. Eine aktuelle Studie, die auf der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2025 präsentiert wurde, hat nun erstmals systematisch die LAG3-Genexpression und deren Assoziation mit Therapieergebnissen beim metastasierten RCC untersucht.
Lesen Sie mehr 
Kolorektales Karzinom
ESMO 2025

MSI-H kolorektale Karzinome: Immunkombination schlägt sich wacker

Patient:innen mit metastasierten MSI-H kolorektalen Karzinomen werden mit einer Immuntherapie behandelt. Eine Option ist Nivolumab plus Ipilimumab, zugelassen auf Basis der CheckMate 8HW-Studie. Auch nach längerem Follow-up war die Kombi wirksamer als eine Chemo- und eine Nivolumab-Monotherapie, wie auf der Jahrestagung der European Society For Medical Oncology (ESMO) 2025 in Berlin berichtet wurde.
Lesen Sie mehr 
Medizin
EU-Zulassung für die subkutane Formulierung von Nivolumab

EU-Zulassung für die subkutane Formulierung von Nivolumab

Die Europäische Kommission hat eine neue Formulierung des Wirkstoffs Nivolumab zugelassen, die eine subkutane Anwendung, eine Injektionslösung als Darreichungsform sowie eine neue Dosierstärke (600 mg/Durchstechflasche) umfasst [1]. Diese Formulierung in Kombination mit rekombinanter humaner Hyaluronidase (rHuPH20) ist zur Behandlung Erwachsener über mehrere zugelassene Indikationen bei soliden Tumoren hinweg zugelassen [1]. Sie kann als Monotherapie, als Erhaltungstherapie nach einer initialen intravenösen Kombination mit Ipilimumab sowie in Kombination mit Chemotherapie oder Cabozantinib eingesetzt werden [1].
Lesen Sie mehr 
Hepatozelluläres Karzinom

ASCO-GI: Erstlinien-Kombinationstherapie mit Nivolumab und Ipilimumab zeigt Überlebensvorteil bei uHCC

Eine Erstlinienkombination aus Nivolumab (NIVO) und Ipilimumab (IPI) bei Patient:innen mit nicht resezierbarem hepatozellulärem Karzinom (uHCC) zeigte einen signifikanten Überlebensvorteil (OS) im Vergleich zu Lenvatinib (LEN) oder Sorafenib (SOR). Ergebnisse zu Untergruppenanalysen und Sicherheitsdaten aus der Zwischenanalyse der Phase-III-Studie CheckMate 9DW (NCT04039607) wurden auf dem diesjährigen ASCO-GI präsentiert (1).
Lesen Sie mehr 
Hämatologie

Fortschrittliche Therapien für die Hämatologie – was ist in der Pipeline?

Expert:innen fassten in einem virtuellen Symposium die wichtigsten Ergebnisse der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) für den deutschsprachigen Raum zusammen. Sie ordneten die Erkenntnisse in den klinischen Behandlungsalltag ein und diskutieren u.a. therapeutische Innovationen für das Multiple Myelom (MM), myelodysplastische Syndrome (MDS) und  Non-Hodgkin-Lymphome (NHL).
Lesen Sie mehr 
Hämatologie

DGHO 2024: Erster Erythrozyten-Reifungs-Aktivator für Niedrigrisiko-MDS-Patient:innen

Bei Niedrigrisiko-Patient:innen mit Myelodysplastischem Syndrom (MDS) gibt es mit der Zulassungserweiterung von Luspatercept eine neue Behandlungsoption. Der Wirkstoff kann auf Basis der Daten der COMMANDS-Zulassungsstudie in der Erstlinienbehandlung bei Erwachsenen mit transfusionsabhängiger Anämie aufgrund von Myelodysplastischen Neoplasien mit sehr niedrigem, niedrigem oder intermediärem Risiko verordnet werden.
Lesen Sie mehr 
Hämatologie

ASH: Verbessertes Langzeitansprechen mit Luspatercept bei MDS in COMMANDS-Studie

Ein Drittel der transfusionsabhängigen Patient:innen mit Myelodysplastischem Syndrom (MDS) sprach auch nach 1,5 Jahren auf Luspatercept an. Sie waren länger unabhängig von einer Transfusion für eine Mindestdauer von 12 Wochen im Vergleich zu Patient:innen, die Epoetin alfa erhielten, wie Prof. Dr. Guillermo Garcia-Manero vom MD Anderson Cancer Center, Houston, Texas, auf dem ASH 2024 präsentierte (1).
Lesen Sie mehr