Journal Onkologie

Avelumab | Beiträge ab Seite 5

Urothelkarzinom

Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Enfortumab vedotin: Neoadjuvante Alternative beim muskelinvasiven Blasenkarzinom

Jede:r vierte Patient:in mit Urothelkarzinom präsentiert sich bei Diagnose mit einer muskelinvasiven Erkrankung und hat damit ein hohes Risiko. Eine neoadjuvante Cisplatin-haltige Chemotherapie vor radikaler Zystektomie und pelviner Lymphadenektomie (RC + PLND) kann die Prognose der Patient:innen verbessern. Für Patient:innen mit muskelinvasivem Blasenkrebs (MIBC), die nicht für Cisplatin infrage kommen, könnte der Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Enfortumab vedotin (EV) eine Alternative darstellen.
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Urothelkarzinom

Urothelkarzinom: Avelumab-Erstlinientherapie für Cisplatin-ungeeignete Patient:innen?

Avelumab ist als Erstlinien-Erhaltungstherapie nach einer Platin-basierten Chemotherapie für Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom (aUC) zugelassen. Die zulassungsrelevante Phase-III-Studie JAVELIN Bladder 100 hatte eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) gezeigt. Die ARIES-Studie untersuchte nun den Einsatz von Avelumab als Erstlinientherapie für Cisplatin-ungeeignete Patient:innen mit PD-L1-positivem aUC. Beim ASCO-GU 2022 vorgestellte Ergebnisse zeigen, dass eine Mono-Erstlinientherapie mit Avelumab wirksam und sicher ist (1).
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Nierenzellkarzinom

aRCC: Avelumab + Axitinib führt auch unter Real-World-Bedingungen zu guten Ansprechraten

Die Kombinationstherapie aus Avelumab + Axitinib (A + Ax) hat in Studien ein besseres progressionsfreies Überleben (PFS) und einen Benefit in der objektiven Ansprechrate (ORR) über alle International Metastatic RCC Database Consortium (IMDC) Risikogruppen (günstig, mittel und ungünstig) vs. Sunitinib bei Patient:innen mit zuvor unbehandeltem fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (aRCC) gezeigt. Nun liegen Daten zu den Outcomes von aRCC-Patient:innen, die mit A + Ax behandelt wurden, aus einer 12-Monats-Real-World-Analyse aus Großbritannien vor (1). Es zeigte sich, dass sich die gute Wirksamkeit der Kombination, die bereits aus kontrollierten Studien bekannt war, auch auf Real-world-Bedingungen übertragen lässt.
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Urothelkarzinom

Systemtherapie des Harnblasenkarzinoms: Update und aktuelle Daten vom ASCO 2021

Spätestens seit Entwicklung der Immun-Checkpoint-Inhibitor (ICI)-Therapien zeigen sich bemerkenswerte Erfolge und Entwicklungen in der Systemtherapie des muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms (MIBC), wobei Platin-basierte Chemotherapien seit vielen Jahren einen zentralen Bestandteil in der Systemtherapie des fortgeschrittenen/metastasierten Harnblasenkarzinoms darstellen. Neben ICI-Therapien, die sich bereits fest als Therapiealternative bei Cisplatin-ungeeigneten Patient:innen und in der Therapiesequenz etabliert haben, stehen aktuell mitunter neue Substanzklassen im Zentrum der Forschung. Auf dem diesjährigen ASCO-Kongress wurden die aktuellsten Studiendaten zu neuen Therapieansätzen präsentiert, die die Therapie des Harnblasenkarzinoms in Zukunft maßgeblich beeinflussen könnten.
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Medizin

mUC: Welche Patient:innen erhalten Platin-basierte Therapien?

Die Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) empfehlen die Erstlinienbehandlung von metastasierten Urothelkarzinomen (mUC) auf Grundlage der Eignung für Cisplatin und Platin. Bislang haben die meisten Real-world-Analysen den von Ärzt:innen bestätigten Eignungsstatus nicht berücksichtigt. Das „Adelphi mUC Disease-Specific Programme“, eine Point-in-Time-Studie, schloss diese Lücke mit der Zusammenfassung der Kriterien des Real-world-Settings, anhand derer die Platin-Eignung (PE) und die darauf basierende Erstlinienbehandlung bestimmt werden.
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Entitätsübergreifend

Management der Immuntherapie aus Sicht der Pflege

In ihrem Vortrag „Immuntherapie in der Uroonkologie“ beleuchteten Dr. Susan Foller und Katharina Müller, Jena, das Management der Immuntherapie, die Nebenwirkungsprofile sowie insgesamt die Situation der Patient:innen und Parameter, die im Rahmen der Immuntherapie von Bedeutung sind. Im Fokus stand dabei vor allem der Blick in die Praxis aus Sicht der Pflege, da die Begleitung der Patient:innen essenziell ist.
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Urothelkarzinom
Fortgeschrittenes oder metastasiertes Urothelkarzinom

Überlebensvorteil durch Avelumab als Erstlinien-Erhaltungstherapie

Das Urothelkarzinom ist mit 90% aller Fälle die häufigste Form von Harnblasenkrebs. Durch die Zulassung von Avelumab bei erwachsenen Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom ohne Krankheitsprogression nach Platin-basierter Chemotherapie kann nun nach einem völlig neuen Schema behandelt werden. „Die Therapie mit Avelumab gehört jetzt zum Standard in der Behandlung dieser Patient:innen“, betonte Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm, Jena.
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Urothelkarzinom

Systemtherapie des Harnblasenkarzinoms: Update und aktuelle Daten vom ASCO 2021

Spätestens seit Entwicklung der Immun-Checkpoint-Inhibitor (ICI)-Therapien zeigen sich bemerkenswerte Erfolge und Entwicklungen in der Systemtherapie des muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms (MIBC), wobei Platin-basierte Chemotherapien seit vielen Jahren einen zentralen Bestandteil in der Systemtherapie des fortgeschrittenen/metastasierten Harnblasenkarzinoms darstellen. Neben ICI-Therapien, die sich bereits fest als Therapiealternative bei Cisplatin-ungeeigneten Patient:innen und in der Therapiesequenz etabliert haben, stehen aktuell mitunter neue Substanzklassen im Zentrum der Forschung. Auf dem diesjährigen ASCO-Kongress wurden die aktuellsten Studiendaten zu neuen Therapieansätzen präsentiert, die die Therapie des Harnblasenkarzinoms in Zukunft maßgeblich beeinflussen könnten.
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Medizin
ESMO 2021

Wie wirksam ist Erdafitinib + Cetrelimab beim Urothelkarzinom?

Beim Jahresmeeting der European Society for Medical Oncology (ESMO) wurden erste Resultate einer Zwischenauswertung der Phase-1b/2-Studie NORSE vorgestellt (1). Die NORSE-Studie untersucht den kombinierten Einsatz von Erdafitinib, einem pan-Inhibitor des Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptors (FGFR), und Cetrelimab, einem gegen das Protein programmed cell death protein 1 (PD-1) gerichteten monoklonalen Antikörper, bei Cisplatin-ungeeigneten Patientinnen und Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom und FGFR2- oder FGFR3-Genveränderungen (1).
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Magenkarzinom

Medikamentöse Therapie bei metastasiertem Magenkarzinom und Tumoren des gastroösophagealen Übergangs

Im Vergleich zu den supportiven Maßnahmen (best supportive care, BSC) konnte beim metastasierten Magenkarzinom oder Adenokarzinom des ösophagogastralen Übergangs (ÖGÜ) durch die systemische Chemotherapie nicht nur eine statistisch signifikante Verbesserung der Überlebenszeit (HR=0,39; 95%-KI: 0,28-0,52) (1-4), sondern auch ein längerer Erhalt der Lebensqualität (5), eine bessere Symptomkontrolle und eine Verbesserung des Allgemeinzustands erreicht werden (5-7). Bei Patient:innen mit deutlich reduziertem Allgemeinzustand (ECOG-Performance-Status (PS) 3) ist der Nutzen einer systemischen Chemotherapie nicht belegt (8). Das mittlere Erkrankungsalter für das Magenkarzinom in Deutschland liegt gegenwärtig bei 70 Jahren für Männer und bei 75 Jahren für Frauen (9). Im Gegensatz dazu beträgt das mediane Alter der in die meisten klinischen Studien eingeschlossenen Patient:innen zwischen 55 und 65 Jahren. Gemäß aktueller S3-Leitlinie (10) soll Patient:innen in gutem Allgemeinzustand (ECOG-PS 0-1) eine systemische Chemotherapie angeboten werden. Therapieziel ist die Verbesserung des Überlebens und der Erhalt der Lebensqualität. Ein erhöhtes Alter stellt keine Kontraindikation dar.
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Dermatologische Tumoren

Seltene Hauttumoren – Aktuelle Daten zu klinisch relevanten Entitäten

Die demographische Entwicklung hin zu immer älter werdenden Patient:innen und die somit jahrzehntelange Exposition gegenüber UV-Licht werden voraussichtlich auch weiterhin zu einer steigenden Tendenz von Hauttumoren führen. Die häufigsten kutanen Neoplasien sind Basalzellkarzinome, Plattenepithelkarzinome und das maligne Melanom. Seltene Hauttumoren sind z.B. das Merkelzellkarzinom (MCC) und das Angiosarkom. In dieser Übersichtsarbeit wird die aktuelle Datenlage zu den beiden zuletzt genannten Entitäten näher beleuchtet.
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Urothelkarzinom

Fortgeschrittenes UC: Avelumab nun auch als Erstlinien-Erhaltungstherapie zugelassen

Seit Januar dieses Jahres ist der PD-L1-Inhibitor Avelumab (Bavencio®) nun auch als Erstlinien-Erhaltungstherapie für erwachsene Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom (UC) zugelassen, die nach Platin-basierter Chemotherapie ohne Progress sind (1). In der zulassungsrelevanten Studie war unter dem Einfluss von Avelumab eine relevante Überlebensverlängerung beobachtet worden (1, 2).
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Urothelkarzinom

mUC: Erhaltungstherapie mit Avelumab effektiv

Eine innovative Kombination einer Chemotherapie mit einer Immuntherapie mit dem PD-L1-Inhibitor Avelumab (Bavencio®) stellte Prof. Dr. Gunhild von Amsberg, Hamburg, bei der Behandlung des fortgeschrittenen Urothelkarzinoms (mUC) vor. In der Erstlinie ist die Frage, so die Onkologin, ob die Patienten Cisplatin- oder zumindest Carboplatin-fähig sind. Ansonsten steht ihnen bei PD-L1-Positivität die Möglichkeit einer immunonkologischen Behandlung offen. Vor diesem Hintergrund erörterte sie neue Ergebnisse der JAVELIN Bladder 100-Studie.
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Nierenzellkarzinom

Fortgeschrittenes RCC: CI +TKI verlängert PFS signifikant

Der Checkpoint-Inhibitor (CI) Avelumab in Kombination mit dem Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Axitinib ist ein neuer Standard in der Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms (RCC). 20-30% der RCC werden im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert (1). Für die medikamentöse Erstlinienbehandlung verfügbar sind Immunkombinationstherapien wie Nivolumab/Ipilimumab (PD-1- + CTLA-4-Inhibitor), Pembrolizumab/Axitinib und Avelumab/Axitinib (CI + TKI). Die Wirksamkeit der Kombination von Avelumab (Bavencio®, 10 mg/kg i.v. alle 2 Wochen) mit Axitinib (5 mg täglich oral) wurde in der randomisierten Phase-III-Studie JAVELIN Renal 101 vs. Sunitinib (50 mg täglich oral) untersucht (2).
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Endokrine Tumoren

Diagnostik und Therapie von Thymusepitheltumoren: Schwerpunkt Thymom

Thymusepitheltumoren (TETs) sind die häufigsten Tumoren des vorderen Mediastinums und lassen sich in 3 Arten von Pathologien einteilen: Thymome, Thymuskarzinome sowie neuroendokrine Thymustumoren (1). In den vergangenen Jahren haben sich verschiedene Arbeitsgruppen wie z.B. die International Thymic Malignancy Interest Group (ITMIG) intensiv mit der Optimierung und Standardisierung von Diagnostik und Therapie der TETs beschäftigt (2-6). Die Durchführung klinischer Studien für eine Standardisierung der Therapie ist allerdings aufgrund der Seltenheit dieser Tumoren erschwert. In der Regel ist die Behandlung der TETs multidisziplinär. Sofern ein TET im Gesunden reseziert werden kann, ist die Resektion für nicht-invasiv wachsende Thymome sowie Thymuskarzinome die Therapie der Wahl. In fortgeschrittenen Stadien oder wenn eine vollständige Entfernung des Tumors nicht möglich ist, kommt die Strahlentherapie zum Einsatz. Die Chemotherapie hingegen besitzt ihren Stellenwert bei fortgeschrittenem oder metastasiertem, inoperablem Tumorleiden sowie gegebenenfalls bei Rezidiv eines TET. Dabei kommt inzwischen auch die zielgerichtete Therapie (targeted therapy) zum Einsatz (7), aber auch neuere Therapieansätze wie die Immuntherapie in Form von Checkpoint-Inhibitoren (CIs) gewinnen zunehmend an Bedeutung (8). Der folgende Beitrag stellt einen Überblick über klinisches Erscheinungsbild, Klassifikation, Staging und Behandlungsoptionen der TETs dar.
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