Dr. rer. nat. Moyo Grebbin
Beiträge von Dr. rer. nat. Moyo Grebbin
ASH 2025
CAR-T-Zellen in früheren Linien wirksamer: Liegt es an einer besseren Immun-Fitness?
Erkrankte mit Multiplem Myelom profitierten von Ciltacabtagen Autoleucel (Cilta-Cel) am meisten, wenn sie das Zellprodukt in früheren Linien erhielten. Zu diesem Schluss kam ein Forschungsteam nach einer Auswertung von Daten aus der Phase-III-Studie CARTITUDE-4 (CART4) und der Phase-Ib/II-Studie CARTITUDE-1 (CART1). Sie setzten Biomarker aus peripherem Blut und Knochenmark mit dem progressionsfreien Überleben (PFS) und der Anzahl der Vorbehandlungslinien in Korrelation. Dabei zeigte sich: Ein längeres PFS war mit einer höheren „Fitness“ peripherer Immunzellen in früheren Linien assoziiert [1]. Ab drei Vortherapien schien die Abnahme dieser Fitness ein Plateau zu erreichen.
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ASH 2025
ASH 2025
Längeres Follow-Up bestätigt Wirksamkeit und Sicherheit von Talquetamab plus Pomalidomid beim rrMM
In der Phase-Ib-Studie MonumenTAL-2 erreichten Erkrankte mit rezidiviertem/refraktärem Multiplem Myelom (rrMM) unter Kombination des bispezifischen Antikörpers Talquetamab (Tal) mit Pomalidomid (Pom) tiefe und dauerhafte Therapieantworten. Das auf dem ASH 2025 präsentierte Update zu Sicherheit und Wirksamkeit mit median 20,7 Monaten Nachbeobachtungszeit untermauerte jetzt vorherige Auswertungen [1]. Seit der primären Analyse kam es zu keinen neuen Therapieabbrüchen aufgrund von Nebenwirkungen, was laut den Forschenden die Langzeitverträglichkeit der Kombination unterstreicht.
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ASH 2025
ASH 2025
GvHD: Transkriptionsfaktor HOBIT als zentraler Regulator der T-Zell-Alloreaktivität
In der Phase-II-Studie ABA2 wurde das immunmodulatorische Agens Abatacept zur Prävention der akuten Graft-versus-Host-Disease (aGvHD) nach allogener Stammzelltransplantation (alloSCT) erprobt, zusätzlich zur Standardprophylaxe mit einem Calcineurin-Inhibitor + Methotrexat (CNI/MTX). Auf Basis der Ergebnisse erteilte die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) dem Wirkstoff in 2021 eine Zulassung für diese Indikation. Mit Probenmaterial aus ABA2 gingen Forschende dem Mechanismus von aGvHD-Durchbrüchen unter CNI/MTX weiter nach, und der Frage, wie Abatacept diese unterbindet [1]. Dabei entdeckten sie einen neuen zentralen Regulator der inflammatorischen T-Zell-Alloproliferation, die solche Durchbrüche antreibt: Den Transkriptionsfaktor HOBIT.
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ASH 2025
ASH 2025
Bei Versagen oder Intoleranz der ITP-Therapie: Globale Phase-III-Studie zu CD38-Antikörper Mezagitamab
Rund 20% der Patient:innen mit Immunthrombozytopenie (ITP) erreichen unter den bisherigen Therapien keine Thrombozytenzahlen > 50.000/µl, das Ansprechen ist nicht dauerhaft oder sie vertragen die Behandlung nicht. Es bestehe daher ein ungedeckter medizinischer Bedarf für neue, krankheitsverändernde und verträgliche Arzneimittel mit Langzeitwirksamkeit, betonte Prof. Dr. David Kuter vom Massachusetts General Hospital und der Harvard Medical School in Boston auf dem ASH-Kongress 2025. Ob der vollständig humane CD38-Antikörper Mezagitamab als neue Option für die Betroffenen in Frage kommt, untersucht ein Team um den Forscher aktuell mit einer laufenden Phase-III-Studie [1]. Mezagitamab dezimiert die Autoantikörper-produzierenden Plasmazellen sowie weitere Immunzelltypen.
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ESMO 2025
ESMO 2025
Längeres Follow-Up bestätigt adjuvantes Alectinib beim frühen ALK+ NSCLC
Seit der Primäranalyse der Phase-III-Studie ALINA hat sich der ALK-Inhibitor Alectinib zum adjuvanten Standard beim resezierten, frühen und ALK-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) entwickelt. Ein aktuelles Update nach rund vier Jahren Follow-Up bekräftigte die Vorteile beim krankheitsfreien Überleben (DFS), speziell auch im Hinblick auf eine ZNS-Beteiligung [1].
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ESMO 2025
ESMO 2025
Fortgeschrittenes MSS-Endometriumkarzinom: Ein Blick in die Zweitlinie nach Chemo-Immuntherapie
Seit die Kombination aus Dostarlimab und Carboplatin-Paclitaxel der alleinigen Chemotherapie in der Phase-III-Studie RUBY überlegen war, gilt sie als Standard-Erstlinientherapie beim primären fortgeschrittenen/rezidivierten Endometriumkarzinom (pA/R EC). Nun stellt sich die Frage: Was folgt danach? In einer explorativen Post-Hoc Analyse der RUBY-Studie gingen Forschende den Outcomes nach verschiedenen Zweitlinientherapien nach – mit speziellem Fokus auf mikrosatellitenstabile Tumoren [1].
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
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ESMO 2025
ESMO 2025
Fortgeschrittenes Urothelkarzinom: Drei versus sechs Zyklen Chemo im Vergleich
Weltweit werden in der Erstlinientherapie des metastasierten Urothelkarzinoms (mUC) häufig noch sechs Zyklen Platinum-basierter Chemotherapie eingesetzt. Mit einer Phase-II-Studie testeten Forschende, inwiefern die Deeskalation auf drei Zyklen Lebensqualität und Outcome beeinflusst.
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Mammakarzinom
Alpelisib-refraktärer, HER2-negativer Brustkrebs
Lassen sich resistente Klone über den Stoffwechsel dezimieren?
Der Einsatz des PI3K-Inhibitors Alpelisib wurde seit dessen Zulassung und Markteinführung häufig durch das Diabetesmedikament Metformin begleitet – bislang zum Management therapieinduzierter Hyperglykämien. Ein Team aus Gießen und Marburg fand allerdings heraus, dass eine Resistenz gegen den PI3K-Inhibitor in vielen Fällen zu einer Stoffwechselanfälligkeit der Krebszellen führt, die sich womöglich durch metabolische Manipulation nutzen lässt. Sollte sich klinisch bestätigen, was im Tiermodell funktionierte, könnten Substanzen wie Metformin sich daher künftig zu einem Bestandteil der onkologischen Strategie wandeln.
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Hämatologie
EHA 2025
Myelofibrose mit Anämie: Momelotinib erzielt bessere Ergebnisse hinsichtlich Transfusionsunabhängigkeit
Wer für seine anämischen Patient:innen mit Myelofibrose (MF) auf lange Sicht die besten Ergebnisse erreichen möchte, sollte sein Augenmerk möglicherweise auf den Erhalt der Transfusionsunabhängigkeit (TI) richten. Dies legt eine neue Post-Hoc-Analyse der Phase-III-Studie SIMPLIFY-1 nahe, die auf der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2025 vorgestellt wurde (1). Bessere Ergebnisse in Bezug auf die TI erzielte hier der JAK-Inhibitor Momelotinib gegenüber Ruxolitinib. Die TI erwies sich dabei als der stärkste Prädiktor für das Überleben unter Momelotinib. Das deutet darauf hin, dass dieser Endpunkt bei anämischen Patienten mit MF vorrangig beachtet werden sollte, um die langfristigen Ergebnisse zu optimieren.
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Hämatologie
EHA 2025
RRMM: Selinexor-Dosisreduktionen verbessern Outcomes um ein Vielfaches
Manchmal macht eine Deeskalation die Therapie nicht nur erträglicher, sondern sogar effizienter. So auch im Fall der Selinexor-Dosis im Kombinationsregime aus Selinexor, Bortezomib und Dexamethason (SVd) beim rezidivierten/refraktären Multiplen Myelom (RRMM). Laut einer neuen Auswertung trifft das auch auf die Subgruppe der Lenalidomid-refraktären Patient:innen zu.
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Hämatologie
EHA 2025
Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie: Selbstapplikation von Crovalimab wohl ohne Nachteile
Keine Medikationsfehler, stabile Krankheitskontrolle über zwei Jahre, und die meisten Patient:innen mit paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH) empfinden es als Entlastung: Der Antikörper Crovalimab (Crova) richtet sich – wie Eculizumab (Ecu) – gegen den Komplementfaktor C5. Zu den Unterschieden zählt, dass er subkutan verabreicht werden kann. Und das gelang vielen Teilnehmenden auch selbstständig, so das Ergebnis der randomisierten Phase-III-Studie COMMODORE 2, die auf der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2025 vorgestellt wurde [1].
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Mammakarzinom
CDK4/6-Inhibitoren beim frühen Brustkrebs: Wann und wie eskalieren?
Nach der Resektion früher HR+/HER2- Mammakarzinome besteht noch jahrzehntelang ein Risiko für Rezidive. Studiendaten zufolge können adjuvante CDK4/6-Inhibitoren das Überleben ohne invasive Krankheit (iDFS) und ohne Fernmetastasen (DDFS) verbessern. Dabei gilt es im Einzelfall das Risiko umsichtig zu ermitteln, und etwa zwischen Ribociclib und Abemaciclib abzuwägen. Internationale Expert:innen diskutierten zu diesem Thema Fallbeispiele und tauschten sich etwa über Risikodefinitionen aus.
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Hämatologie
Auf dem Prüfstand: Risikofaktoren für den Zeitpunkt einer autoSCT bei refraktärem Hodgkin-Lymphom
Im Jahr 2011 hielt Brentuximab Vedotin (BV) in den USA Einzug in die klinische Routine zur Behandlung des rezidivierten/refraktären klassischen Hodgkin-Lymphoms (cHL); Immuntherapeutika folgten und rücken in immer frühere Linien vor. Doch die publizierten Risikofaktoren für den Zeitpunkt einer autologen Stammzelltransplantation (autoSCT) basierten bislang zum Teil auf Kohorten, die ungefiltert bis zurück in das Jahr 1994 reichen, oder etwa auf rückständiger Bildgebung, kritisierte eine Gruppe von US-Wissenschaftler:innen, und präsentierte eine eigene Auswertung, die im Folgenden zusammengefasst ist. Deren wichtigste Erkenntnis betraf laut Autorenteam schließlich allerdings weniger einen speziellen Prognosefaktor.
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Hämatologie
Theorie und Realität des Risikos für CAR-T-Zell-induzierte Sekundärmalignome im Jugendalter
Ende 2023 veröffentlichte die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA eine Sicherheitsmeldung bezüglich des Risikos für maligne T-Zell-Erkrankungen nach vorangegangener Therapie mit autologen, genetisch modifizierten T-Zellen, die chimäre Antigenrezeptoren (CAR) exprimieren. Die Behörde kündigte an, dieses Risiko für alle zugelassenen CAR-T-Zell-Produkte genauer zu untersuchen und zu bewerten. In einer daraufhin initiierten großen globalen Auswertung für den pädiatrischen Bereich einschließlich des jungen Erwachsenenalters fand sich jedoch kein einziger Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für sekundäre Lymphome oder T-Zell-Leukämien. Und das sollte in Patientengesprächen auch unbedingt so kommuniziert werden, fordern die Autor:innen der aktuellen Publikation.
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Ovarialkarzinom
First-in-Class Zulassung bringt echte Verbesserungen für das platinresistente Ovarialkarzinom
Seit Mitte November 2024 steht beim refraktären Eierstockkrebs eine neue Option zur Verfügung. Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Mirvetuximab-Soravtansin ist das erste seiner Art, das sich gegen den Folatrezeptor alpha (FRα) richtet. Knapp 40% der Betroffenen exprimieren FRα in hohem Maße. Diese Frauen leben laut Zulassungsdaten mit dem ADC anstelle einer Chemotherapie länger bei insgesamt geringeren Belastungen. Beim Management stehen okulare Beschwerden im Mittelpunkt.
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Hämatologie
Multiples Myelom: Neue 4-fach Kombination in der Erstlinie zugelassen
Als intensives Regime vor der autologen Stammzelltransplantation (ASZT) beim Multiplen Myelom (MM) steht seit Oktober das Quartett aus Daratumumab mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (DVRd) zur Verfügung. Es dürfte sich laut Referenten zum neuen Standard entwickeln. Und auch in der Erhaltung besteht nun mehr Spielraum.
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Hämatologie
ASH: Der richtigen Dosis auf der Spur – Neue Fakten zur Langzeit-DOAK bei Hochrisiko-VTE
Ob auf lange Sicht eine Dosisreduktion der direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) für Menschen mit venöser Thromboembolie (VTE) und hohem Rückfallrisiko wirklich sicher ist, ist bislang nicht klar, betonte der Referent Prof. Dr. Francis Couturaud, Brest, Frankreich, auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) (1). Er legte dar, worin die Probleme bisheriger Daten bestanden und erklärte, welche Schlüsse sich trotz des verfehlten primären Endpunktes aus der RENOVE Studie ziehen lassen.
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Hämatologie
ASH: Bei Myelofibrose auch die Anämie mitbehandeln
Sowohl die Krankheit als auch die Therapie mit Ruxolitinib bergen bei der Myelofibrose (MF) ein Risiko für Anämien. Um dem entgegenzuwirken, werden Erythropoese-stimulierende Agentien (ESA) oder Danazol empfohlen. Inwiefern diese Maßnahmen klinische Outcomes beeinflussen, untersuchten Forschende mit einer Post-Hoc Analyse der bislang größten Ruxolitinib-Studie bei MF (1).
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Hämatologie
ASH: Ponatinib hält MRD-Negativität bei der Ph+ ALL aufrecht
In der PhALLCON-Studie wurde die Wirksamkeit von Ponatinib in der Erstlinie der Philadelphia-Chromosom-positiven (Ph+) akuten lymphatischen Leukämie (ALL) mit Imatinib verglichen; jeweils in Kombination mit einer niedrig dosierten Chemotherapie. Nach Zyklus 20 konnte optional eine Monotherapie mit dem jeweiligen Inhibitor fortgeführt werden. In dieser späten Phase halten laut Schätzung 95% der Patient:innen ohne minimale Resterkrankung (MRD) unter Ponatinib diesen Status ein Jahr lang aufrecht (1).
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Hämatologie
ASH: Details zu Acalabrutinib-Kombination bei Älteren mit Mantelzelllymphom
Dass ältere Menschen mit Mantelzelllymphom (MCL) von zusätzlichem Acalabrutinib zur Standardtherapie aus Bendamustin/Rituximab (BR) profitierten, ging bereits aus der primären Analyse der ECHO-Studie hervor. Jetzt wurden auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) umfassendere Daten präsentiert, etwa zur Wirksamkeit bei Risikogruppen und Liquid Biopsy Messungen (1).
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