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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

17. Oktober 2020 Thorakale Onkologie und Supportivtherapie

Wolfgang Jungraithmayr
Wolfgang Jungraithmayr
Die Titelthemen dieser Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE befassen sich zum einen mit thorakalen Tumoren – v.a. Thymus-epitheltumoren und dem NSCLC – sowie mit den Themen Supportivtherapie, Psychoonkologie und Krebsprävention durch Bewegung.

Das NSCLC gilt mittlerweile als Modellerkrankung der personalisierten Therapie. PD Dr. Heigener geht in seinem Artikel auf die medikamentöse Therapie beim metastasierten NSCLC ein: Dass sich v.a. Kombinationen aus Chemotherapie und Checkpoint-Inhibition als Erstlinienstandard etabliert haben, bedeutet weniger Therapieoptionen für die Zweitlinie. Hier kommt dann häufig Docetaxel in Kombination mit einem antiangiogenen Wirkstoff zum Einsatz.

In unserem Schwerpunktbeitrag widmen wir uns den seltenen Thymusepitheltumoren (TETs), unter denen sich v.a. Thymome und Thymuskarzinome zusammenfassen lassen. Dabei ist die operative Therapie – wenn möglich minimal-invasiv – wesentlicher und oft Prognose-bestimmender Bestandteil einer zumeist multidisziplinären Therapie. In diesem Kontext eröffnen neuere medikamentöse Strategien in der targeted therapy sowie mittels Checkpoint-Inhibitoren innovative und vielversprechende Behandlungsansätze.

Prof. Dr. Weierstall-Pust und Frau Pust geben in ihrem Artikel eine Handlungsempfehlung für die diffizile supportiv-komplementäre Beziehung, die der Onkologe zu seinem Patienten aufbauen muss. Um diesen bestmöglich therapieren zu können, ist es zunächst notwendig, zu verstehen, wie der Patient in seinem bisherigen Leben mit Krisen und Ängsten umgegangen ist, um ihn adäquat begleiten zu können. Prof. Dr. Krakowski-Roosen fasst aktuelle Studien zum Einfluss einer Sport- und Bewegungstherapie auf die Krebsprävention zusammen.

Anschließend heben Prof. Dr. Kleger, Dr. Beutel und Dr. Perkhofer in ihrem Fortbildungsartikel die Bedeutung der chronischen Pankreatitis  – hereditär oder erworben – für die Entwicklung eines Pankreaskarzinoms hervor, das sich im klinischen Alltag als große diagnostische Herausforderung darstellt. Den Abschluss machen Dr. Halwani mit seinem Beitrag zur chirurgischen Therapie des Vulvakarzinoms sowie Prof. Dr. Bauer in seinem Interview zur Optimierung des Managements von Krebspatienten durch Molekulare Tumorboards.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre,

Ihr
Prof. Dr. med. Dr. sc. nat. Wolfgang Jungraithmayr

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