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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
15. März 2018

Studies of Special Interest 03/2018

GBR 1302-101 / INSIGHT
GBR 1302-101 – First-in-man-Studie mit HER2xCD3-Antikörpern (GBR 1302)

Der humane epidermale Wachstumsfaktorrezeptor 2 (HER2) ist in einer Vielzahl von soliden Tumoren fehlreguliert, hauptsächlich durch Proteinüberexpression und/oder Genamplifikation, wodurch HER2 ein attraktives Ziel für die maßgeschneiderte Behandlung von Krebs darstellt. Die Anti-HER2-Therapie mit Trastuzumab z.B. bei HER2-positivem metastasierenden Brustkrebs und HER2-positivem metastasierten Magenkrebs ist bereits etabliert. Die Behandlungsmöglichkeiten für andere HER2-positive Entitäten sind weiterhin begrenzt. GBR 1302 ist ein bispezifischer HER2xCD3-Antikörper. Der einzigartige Wirkmechanismus von GBR 1302 bietet Potenzial für eine überlegene Antitumoraktivität bei HER2-positiven Tumoren im Vergleich zu anderen HER2-Targeting-Therapien. Die vorliegende Studie ist die First-in-man-Studie mit GBR1302 bei Patienten mit HER2-positiven Karzinomen. Eingeschlossen werden können Patienten mit einem ECOG 0-2 mit progredienten HER2-positiven soliden Tumoren, die mit allen Therapien (einschließlich Indikations- gerechter HER2-Vortherapie bei Patienten mit ASCO/CAP-definierten HER2+ Tumoren) behandelt wurden. Es muss eine messbare Läsion nach RECIST 1.1 vorliegen. Details zur Studie auf ClinicalTrials.gov unter NCT02829372.



INSIGHT – Intratumorale, intraperitoneale oder subkutane Gabe eines LAG-3-Agonisten (IMP321)

Diese Studie erforscht im Rahmen einer Immun(chemo)therapie die Wirkungsweise von LAG-3-Agonisten (LAG-3Ig-Fusionsproteinen). Hierbei werden gezielt die Antigenpräsentierenden Zellen (APCs) der unspezifischen Immunabwehr aktiviert, um eine stärkere Immunreaktion gegenüber dem Tumor zu ermöglichen. Die monozentrische open-label Phase-I-Studie besteht aus 3 Strata, welche jeweils unterschiedliche Applikationswege erproben. Die wesentliche Neuerung der Studie besteht neben der Gabe des Wirkstoffs selbst darin, die Immuntherapie direkt intratumoral bzw. intraperitoneal zu applizieren. Hiervon wird ein verstärkter Therapieeffekt erhofft. Der LAG-3-Agonist kommt zunächst alle 2 Wochen in aufsteigender Dosierung zum Einsatz. Im Stratum A erfolgt die Applikation direkt in die Tumorläsion und in Stratum B über einen Peritonealkatheter in die Bauchhöhle. Für Stratum B sind nur Patienten zugelassen, welche eine Peritonealkarzinose aufweisen. Die Strata A und B sind für Patienten vorgesehen, für die keine Möglichkeit mehr auf eine erfolgreiche Standardchemotherapie besteht, die sich also im sog. Zustand nach Standardversagen befinden. Im verbleibenden Stratum C erhalten Patienten in einer Erst- oder Zweitlinientherapie begleitend subkutane Gaben des LAG-3-Agonisten. Details zur Studie auf ClinicalTrials.gov unter NCT03252938.


Institut für Klinisch-Onkologische Forschung (IKF)
Prof. Dr. Salah-Eddin Al-Batran
UCT – Universitäres Centrum für
Tumorerkrankungen Frankfurt
Krankenhaus Nordwest gGmbH
Steinbacher Hohl 2-26
60488 Frankfurt/Main

Tel.: 069/7601-4420

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