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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
09. Februar 2017
Seite 1/2

Multiples Myelom: Neue Daten zu Carfilzomib

In der Rezidivtherapie von Patienten mit Multiplem Myelom (MM) hat sich der Proteasom-Inhibitor (PI) Carfilzomib wegen der deutlichen Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) bereits bewährt. Jetzt wird Carfilzomib auch bei neu diagnostizierten MM-Patienten geprüft.
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In der direkten Vergleichsstudie ENDEAVOR war der PI der 2. Generation Carfilzomib (Kyprolis®) in Kombination mit Dexamethason (Kd) dem Erstgenerations-PI Bortezomib plus Dexamethason (Vd) bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem MM aufgrund der Verdopplung des PFS signfikant überlegen (18,7 vs. 9,4 Monate; p<0,0001) (1). Auch das Ansprechen konnte durch den irreversibel wirkenden PI bei besserer Verträglichkeit und praktisch fehlender Neurotoxizität deutlich gesteigert werden.

Eine auf dem ASH vorgestellte neue Auswertung der ENDEAVOR-Studie machte jetzt klar, dass Patienten von dem Kd-Regime auch mit einer klinisch relevanten Verbesserung ihrer gesundheitsbezogenen Lebensqualität profitierten (2). So führte das Kd-Regime gegenüber Vd zu einer Verbesserung ihres globalen Gesundheitsstatus. In Woche 60 und 72 fielen die Unterschiede zwischen beiden Studienarmen signifikant zugunsten der Carfilzomib-Therapie aus. Damit profitieren v.a. langfristig mit Kd behandelte Patienten in puncto Lebensqualität von dem neuen Regime. Als signifikant vorteilhafter im Vergleich zu Vd erwies sich das Kd-Regime auch bei Fatigue, Schmerzen, therapiebedingten Nebenwirkungen und Neurotoxizität.


Zwei positive Phase-III-Studien

Ein ebenfalls positives Ergebnis lieferte die ASPIRE-Studie, in der die Dreierkombination mit Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (KRd) mit Lenalidomid/Dexamethason (Rd) allein bei MM-Patienten mit bis zu 3 Vortherapien verglichen wurde (3). Hier wurde das PFS als primärer Endpunkt von 17,8 Monaten bei Kontrollpatienten auf 28,3 Monate verlängert (HR=0,69; p<0,0001). „Ein PFS von mehr als 2 Jahren ist in der Rezidivsituation bislang einmalig“, konstatierte Hans-Jürgen Salwender, Hamburg, während eines Hintergrundgesprächs des Unternehmens Amgen am Rande der ASH-Tagung 2016.

Er wies darauf hin, dass Carfilzomib bei Kombination mit Rd in einer Dosis von 27 mg i.v. eingesetzt wird. In der Kombination nur mit Dexamethason wie in der ENDEAVOR-Studie kommt der PI in höherer Dosis von 56 mg i.v. zum Einsatz. Die optimale Dosierung wird derzeit noch in weiteren Studien geklärt. Ein weiterer Schwerpunkt laufender Studien ist die Applikationsfrequenz des PI mit ein- oder zweimal wöchentlicher Gabe. Carfilzomib ist laut Salwender unter den in letzter Zeit beim MM zugelassenen neuen Substanzen das im klinischen Alltag am häufigsten verwendete Medikament.
 
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