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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

06. Dezember 2016 mRCC: Cabozantinib in head-to-head-Studien überlegen

Die Erstlinientherapie mit Sunitinib ist ein Standard beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC). Resistenzen gegen den VEGFR-Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) gehen u.a. mit einem Anstieg der MET- und AXL-Expression einher. Cabozantinib ist ein TKI, der sowohl VEGFR als auch MET und AXL inhibiert. Beim ESMO-Kongress in Kopenhagen wurden Studienergebnisse zu der neu zugelassenen Zweitlinienoption präsentiert.
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In der offenen, randomisierten, internationalen METEOR-Studie wurde die Effektivität von Cabozantinib bei Patienten mit fortgeschrittenem RCC, die innerhalb von 6 Monaten der vorangegangenen VEGFR-TKI-Therapie rezidivierten, untersucht. Die Anzahl vorangegangener Therapielinien war nicht vorgegeben und PD-1-Checkpoint-Inhibitoren waren innerhalb früherer Therapielinien erlaubt. Ebenfalls erlaubt war das Vorhandensein behandelter Hirnmetastasen. 658 Patienten erhielten randomisiert Cabozantinib (60 mg qd p.o.) oder Everolimus (10 mg qd p.o.).

Das progressionsfreie Überleben (PFS) laut unabhängigem Prüfungsausschuss wurde unter der Therapie mit Cabozantinib signifikant im Vergleich zu Everolimus verlängert (7,4 vs. 3,9 Monate; HR=0,51; p<0,0001) (1). Ein Ansprechen erreichten laut unabhängigem Prüfungsausschuss 17% der Patienten im Cabozantinib-Arm und 3% im Everolimus-Arm, zudem wurde bei 65% und 62% der Patienten eine Stabilisierung der Erkrankung gesehen. Der PFS-Vorteil übertrug sich in einen signifikanten OS-Vorteil mit deutlicher klinischer Relevanz, sagte Toni K. Choueiri, Boston, USA. Das mediane Gesamtüberleben (OS) betrug 21,4 versus 16,5 Monate (HR=0,66; p=0,00026). Der OS-Vorteil wurde über alle in Subgruppen untersuchten Patientenpopulationen gesehen.

Die CABOSUN-Studie verglich in der ersten Therapielinie head-to-head Cabozantinib (60 mg qd q6w) und Sunitinib (50 mg qd, d1-28, q6w) bei 157 Therapie-naiven RCC-Patienten mit schlechter oder mittlerer Prognose (2). Das mediane PFS betrug 8,2 Monate unter Cabozantinib versus 5,6 Monate unter Sunitinib (HR=0,69; p=0,012). Laut Subgruppenanalyse profitierten alle Patientengruppen besser von der Cabozantinib-Therapie, insbesondere auch die Patienten mit Knochenmetastasierung (HR=0,51). Ein Ansprechen wurde bei 46% versus 18% der Patienten gesehen, eine stabile Erkrankung bei zusätzlich 26% bzw. 28%.

(is)

Quelle: Satellitensymposium „Progress beyond progression: A new treatment option for advanced RCC in 2016“, ESMO-Kongress, 10.10.2016, Kopenhagen; Veranstalter: Ipsen

Literatur:

(1) Choueiri TK et al. Lancet Oncol 2016;17:917-27.
(2) Chouieri TK et al. ESMO 2016, Abstr. #LBA30.


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