Donnerstag, 3. Dezember 2020
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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

16. Dezember 2019 Lebensqualität und Nebenwirkungsmanagement

Jutta Hübner
Die Dezember-Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE schließt das Jahr 2019 mit einem Schwerpunkt zu Lebensqualität und Nebenwirkungsmanagement ab.

Eine der häufigsten Nebenwirkungen onkologischer Erkrankungen ist die tumorassoziierte Fatigue. Sie beeinträchtigt die Lebensqualität der Krebspatienten im Alltag und verhindert manchmal sogar die Rückkehr in die Arbeitstätigkeit. Zur Behandlung der Fatigue wird ein multimodales Konzept empfohlen, das wir hier vorstellen. Lebensqualität ist auch ein messbarer Zielparameter in der Onkologie. Prof. Dr. Matthias Rose und Kollegen stellen die Lebensqualitätsmessung in wissenschaftlichen Studien vor, und wie diese in die klinische Praxis implementiert werden kann. Ebenfalls relevant für die Aufrechterhaltung der Lebensqualität ist eine wirksame Ernährungstherapie, die Gewichtsveränderungen – sowohl bei einem Zuviel als auch einem Zuwenig – entgegenwirken soll. In unserem Artikel gehen wir speziell auf die Ernährungsberatung in der Onkologie ein.

Nebenwirkungen einer Tumortherapie sind vielfältig. Exemplarisch widmen sich Prof. Dr. Jens Büntzel und Kollegen den Nebenwirkungen der Tumortherapie im Mund: Chirurgie, Bestrahlung und systemische Tumortherapie führen bei vielen Patienten zu einer Dysphagie, zur oropharyngealen Mukositis, Stomatitis sowie zu Xerostomie. Was hier helfen kann, beleuchtet der Artikel.

Ein wesentlicher Aspekt ist außerdem das bei Krebs erhöhte Thromboserisiko. Auch die postoperative Thromboseprophylaxe spielt bei Tumorpatienten eine große Rolle. Dr. Birthe Osorio und Kollegen  erläutern in ihrem Artikel die Antikoagulation mit niedermolekularen Heparinen, die sich zur besseren Steuerung von Biopsien und OPs besonders eignen, bis hin zu neuen Studien mit direkten oralen Antikoagulanzien. Nach einem Ausflug in die Musiktherapie durch Prof. Dr. Oliver Micke schließt der Schwerpunkt mit Prof. Dr. Jan Schildmann, der in seinem Beitrag auf klinische und ethische Herausforderungen eingeht, die in der letzten Lebensphase des onkologischen Patienten auftreten können. Er gibt wertvolle Hilfen zum angemessenen Umgang mit Situationen unerträglichen Leidens sowie zur palliativen Sedierung, die er als Ultima-ratio-Option zur Symptomlinderung versteht.

Eine CME-Fortbildung widmet sich zwei seltenen Lymphom-Unterarten, dem Angioimmunoblastischen T-Zell-Lymphom und dem Anaplastisch-großzelligen Lymphom. Hier stellen PD Dr. Georg Hopfinger und Kollegen die molekularen Charakteristika vor, die in der neuesten WHO-Klassifikation 2017 aufgelistet sind und bessere Möglichkeiten zur Prognosestellung ermöglichen.

Gemeinsam mit allen an dieser Ausgabe beteiligten Kollegen wünschen wir Ihnen eine ruhige Advents- und erholsame Weihnachtszeit,

Ihre Jutta Hübner

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