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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
10. März 2017

Langzeit-Tumorkontrolle sogar nach frühem Abbruch einer Immuntherapie möglich

Die frühen Ergebnisse einer Studie könnten den aktuellen Standard bei der Immun-Checkpoint-Therapie – eine fortlaufende Behandlung bis zur Verschlechterung der Krebserkrankung – in Frage stellen: Bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom, die eine PD-1/PD-L1-Immuntherapie frühzeitig aufgrund von Nebenwirkungen abgebrochen hatten, hielt das Ansprechen bei 42% dauerhaft an, sie benötigten mindestens 6 Monate lang keine zusätzliche systemische Therapie (1). Diese Ergebnisse wurden auf dem diesjährigen ASCO GU vorgestellt.
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Ausgewertet wurden die Daten einer internationalen Kohorte von 19 Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom, die auf eine Immun-Checkpoint-Inhibitor-Therapie angesprochen hatten. Die Mehrheit (63%) erhielt eine PD-1/PD-L1-Monotherapie; 37% wurden mit einer Kombination aus PD-1/PD-L1-Inhibitoren und anderen systemischen Therapien behandelt. Die mediane Dauer der Immuntherapie betrug 5,5 Monate. Alle Patienten brachen die Immuntherapie wegen immunassoziierter unerwünschter Nebenwirkungen wie Gelenkschmerzen, Augenproblemen, Entzündungen von Hypophyse, Muskel, Herz, Leber, Pankreas, Niere oder Lunge, oder Diarrhoe ab.

Während sich bei 4 Patienten die Krebserkrankung nach Beendigung der Therapie sofort verschlechterte, zeigten 8 Patienten (42%) ein dauerhaftes Ansprechen und benötigten für mindestens 6 Monate keine weitere Therapie. Obwohl diese Daten überzeugend sind, war die Patientenpopulation in der Studie zu klein. Daher hoffen die Autoren der Studie darauf, in Zukunft mehr Patienten in die Studie einschließen und analysieren zu können. Ziel wäre es, herauszufinden, welche klinischen Charakteristika mit einem dauerhaften Ansprechen auf eine Immuntherapie assoziiert sind. Derzeit wird daher eine prospektive klinische Studie entwickelt, die die Wirksamkeit einer Immuntherapie über den Abbruch hinaus bei Patienten, die darauf angesprochen haben, evaluieren soll.

(übers. v. sk)

Quelle: 2017 Genitourinary Cancers Symposium

Literatur:

(1) McKay RR et al. J Clin Oncol 35, 2017 (suppl 6S; abstract 467).


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