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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

24. März 2020 Digital News

In unseren Digital News dieser Ausgabe finden Sie folgende Artikel: Gesundheitskompetenz und Digitalisierung: Was heißt das für den Arzt? – Nutzen Patienten schon digitale Angebote? – Tagesspiegel: Zukunftsszenarios im 3-Minuten-Takt – PDSG: Betriebsärzten Zugang zur elektronischen Patientenakte ermöglichen – Veranstaltungskalender eHealth & Co.
Gesundheitskompetenz und Digitalisierung: Was heißt das für den Arzt?

Auf der Fachtagung „Gesundheitskompetenz im digitalen Zeit-alter“ in Berlin wurden Erwartungen an die digitale Transformation diskutiert. Laien, die über das Internet Zugang zu medizinischen Informationen haben, bräuchten Unterstützung bei der Einordnung und Gewichtung, wurde übereinstimmend konstatiert. Daher werden Ärzte und andere Gesundheitsberufe noch stärker eine Lotsen- und Beratungsfunktion übernehmen. Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), betonte, dass digitale Transformation etwas anderes sei als die Digitalisierung analoger Prozesse. Beim elektronischen Rezept vermisse er den „Quantensprung“. Zudem sei Digitalisierung nicht die Lösung für jedes Problem. Eine „Riesenchance für mehr Zuwendung und Empathie“, sah Dr. Bernhard Gibis von der KBV. Das Nationale Gesundheits-portal soll Mitte 2020 online gehen. Gassen gab zu bedenken, dass es manchmal ein bequemer Weg sei, etwas bereitzustellen und die Menschen damit allein zu lassen. „Ich glaube, dass wir viel mehr erklären müssen als vorher“, so seine Prognose. „Das Portal hilft nur, wenn Ärzte wissen, was drinsteht.“ Dr. Dietrich Munz, Präsident des Vorstands der Bundespsychotherapeutenkammer (BPTK), wies darauf hin, dass der Datenschutz besonders für psychisch kranke Menschen essenziell sei.

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) werden in bestimmten Fällen erstattungsfähig, aber die genauen Abläufe sind noch unklar. Prof. Dr. Andréa Belliger vom Institut für Kommunikation & Führung, Luzern, sprach von einer „Illusion, dass der Arzt alle Apps kennt“ und verwies auf das britische Gesundheitssystem, das mit seiner App-Plattform gescheitert sei.

Wie Dr. Amin-Farid Aly von der Bundesärztekammer (BÄK) erläuterte, reichen Kenntnisse der Statistik und der evidenzbasierten Medizin nicht mehr aus. Ärzte müssten sich auch mit der Funktionsweise und dem Umgang mit digitalen Technologien beschäftigen. Zur Unterstützung bietet die Selbstverwaltung Curricula an, die in Aus-, Weiter- und Fortbildung integriert werden (www.med4u.org/16574).

Anne Krampe-Scheidler

Quelle: Fachtagung „Gesundheitskompetenz im digitalen Zeitalter“, 04.02.2020, Berlin; Veranstalter: Allianz für Gesundheitskompetenz und Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz

 


Nutzen Patienten schon digitale Angebote?

Die Online-Terminbuchung für einen Arzttermin nehmen bereits 35% der Befragten wahr. Schon 34% suchen online nach Ärzten und 26% greifen bei der Terminerinnerung auf E-Mail oder SMS zurück. Außerdem lassen sich 15% von Gesundheits-Apps unterstützen.

Quelle: Digitalisierungsreport 2019, Studie im Auftrag der samedi GmbH

 
 
Veranstaltungskalender eHealth & Co.

re:health auf der re:publica
6.-8. Mai 2020, Berlin
https://re-publica.com/de

Minds Mastering Machines
26.-28. Mai 2020, Mannheim
https://www.m3-konferenz.de/

eHealth Europe
15.-16. Mai 2020, Freiburg
http://ehealth-europe.de/

Hauptstadtkongress Medizin & Gesundheit
17.-19. Juni 2020, Berlin
https://www.hauptstadtkongress.de/

Hinweis: Aufgrund der Coronavirus-Pandemie werden verstärkt Veranstaltungen abgesagt, bitte informieren Sie sich tagesaktuell.
 


Tagesspiegel: Zukunftsszenarios im 3-Minuten-Takt

Bereits zum 4. Mal fand in Berlin der Kongress „Science Match Future Medicine“ statt, den der „Tagesspiegel“ mit dem Berlin Institute of Health (BIH) durchführt. Unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Christof von Kalle stellten sich 80 Experten in 3 Forschungsbereichssessions den 800 Zuhörern: Die Aufgabe war schwierig – jeder Vortrag durfte höchstens 3 Minuten dauern, Verstöße wurden „geahndet“. Die erste Session bündelte Erkenntnisse zum Thema Einzelzellforschung. So erläuterte Nadim Aizarani, Max Planck Institute of Immunobiology and Epigenetics Freiburg, das Prinzip der Einzelzellanalyse anhand eines Smoothie-Fotos: Was genau ist hier drin? Das Ziel sei, durch die Sequenzierung einzelner Zellen molekulare Veränderungen aufzuspüren, bevor der Patient z.B. symptomatisch werde.

Dr. Titus J. Brinker, German Cancer Research Center (DKFZ), stellte die App „Intimarzt“ (https://intimarzt.de/) vor. Der User kann gegen eine geringe Gebühr Fotos des Intimbereichs und zusätzliche Angaben zu Symptomen etc. anonym einschicken und nach kurzer Wartezeit die Einschätzung eines Spezialisten für Geschlechtskrankheiten einholen.

Einen Blick in die Zukunft warf auch Dr. Stefan Konigorski vom Hasso Plattner Institut Potsdam: Die Digital Health – Machine Learning Group geht davon aus, dass durch digitales Monitoring jeder Patient in seine eigene Studie eingeschlossen werden kann in Form sog. „N-of-1-trials“.

ab



PDSG: Betriebsärzten Zugang zur elektronischen Patientenakte ermöglichen

Nach Auffassung der DGAUM ist die bisher im Referentenentwurf zum Patientendaten-Schutzgesetz (PDSG) vorgesehene alleinige Einsichtsmöglichkeit der Betriebsärzte in Impfdokumentationen zu restriktiv: „Im Feld der Arbeitsmedizin als einem präventivmedizinischen Fach liegt ein besonderes Augenmerk auf den Wechselbeziehungen zwischen Arbeits- und Lebenswelten einerseits sowie daraus resultierender Gesundheit bzw. Krankheiten andererseits.Vor diesem Hintergrund begrüßt es die DGAUM nachdrücklich, wenn mit der elektronischen Patientenakte erstmals die Möglichkeit besteht, medizinische Prävention übergreifend zu organisieren, um so die Schnittstelle zwischen kurativer Medizin und präventiver Arbeitsmedizin besser zu gestalten. Allein schon deshalb wäre es im Sinne der Patienten und Versicherten vollkommen ungenügend, wollte man den Zugang der Betriebsärzte zur elektronischen Patientenakte derart restriktiv gestalten, wie aktuell noch im Referentenentwurf zum PDSG vorgesehen.“

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM)
 

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