Samstag, 15. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Zytiga
Zytiga
JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
17. Oktober 2020

Erste Ergebnisse einer Real-life-Studie zu Cabozantinib beim mRCC

In der CABOREAL-Studie wird der Einsatz von Cabozantinib unter Real-life-Bedingungen in der bisher größten unselektierten Population von Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom (mRCC), die mindestens eine Cabozantinib-Dosis erhalten haben, untersucht. Beim ESMO-Kongress wurde nun über den Einsatz und die Aktivität von Cabozantinib unter Real-life-Bedingungen in Abhängigkeit vom Alter berichtet (1).
Der Multi-Tyrosinkinase-Inhibitor Cabozantinib ist in Europa für die Behandlung behandlungsnaiver erwachsener  mRCC-Patienten mit intermediärem oder niedrigem Risiko oder nach vorheriger Anti-VEGFR-Therapie zugelassen. Retrospektiv erhobene Daten von Patienten, die vom 12.09.2016 bis zum 19.02.2018 im Rahmen des französischen Early-Access-Programms mit Cabozantinib behandelt wurden, wurden deskriptiv analysiert.

Von den 410 eingeschlossenen Patienten waren 221 jünger als 65 Jahre, 157 zwischen 65 und 75 Jahre alt und 32 älter als 75 Jahre. Ein intermediäres bzw. niedriges Risiko hatten in der Gruppe der < 65-Jährigen 42,5% bzw. 35,3%, bei den 65- bis 75-Jährigen 40,1% bzw. 24,8% und bei den > 75-Jährigen 34,4% bzw. 40,6%. Bereits 3 oder mehr Therapielinien vor der Cabozantinib-Behandlung hatten in diesen Alterssubgruppen 41,6% bzw. 38,9% bzw. 50,0%.

Dosisanpassungen von Vorteil

Eine Anfangsdosis von 60 mg erhielten in der Gruppe < 65 Jahre, 65-75 Jahre bzw. > 75 Jahre 79,1%, 65,6% bzw. 40,6%, 40 mg 19,5%, 31,8% bzw. 50,0% und 20 mg 1,4%, 1,3% bzw. 9,4%. Das mediane Gesamtüberleben (OS) seit Beginn der Cabozantinib-Behandlung betrug 13,6 Monate (< 65), 16,2 Monate (65-75) bzw. 13,3 Monate (> 75). Die mediane Cabozantinib-Behandlungsdauer in den 3 Altersgruppen betrug 7,1 bzw. 8,6 bzw. 7,1 Monate, die mediane durchschnittliche Tagesdosis lag bei 42,2 mg bzw. 38,2 mg bzw. 33,7 mg. Dosismodifikationen wurden bei 55,0% der Jüngeren, bei 66,2% der 65-75-Jährigen und bei 49,9% der Älteren vorgenommen, ein alternatives Dosierungsschema wurde bei 14,5% bzw. 16,6% bzw. 18,8% angewendet.

Die Ergebnisse dieser Subanalyse der CABOREAL-Studie zeigen, dass unter Real-life-Bedingungen Dosisanpassungen eine ähnliche Behandlungsdauer sowie ein ähnliches klinisches Outcome unabhängig vom Alter ermöglichen, obwohl Patienten über 75 Jahre häufiger eine niedrige Anfangsdosis erhalten hatten.

(übers. v. um)

Quelle: ESMO virtual 2020

Literatur:

(1) Gross-Goupil M et al. ESMO virtual 2020, Abstract 722P.


Anzeige:
Blenrep
Blenrep
Das könnte Sie auch interessieren
Schmerzmittel Methadon ist kein Krebsheilmittel - keine falschen Hoffnungen wecken
Schmerzmittel+Methadon+ist+kein+Krebsheilmittel+-+keine+falschen+Hoffnungen+wecken
@ efmukel / Fotolia.com

Das Opioid Methadon sollte nicht zur Tumortherapie eingesetzt werden. Die derzeit vorliegenden Daten aus Labor- und Tierversuchen sowie einer Studie mit 27 Krebspatienten reichen nicht aus, um eine Behandlung zu rechtfertigen. Einige Medienberichte wecken dennoch bei an Leukämie oder Hirntumor erkrankten Patienten die falsche Hoffnung auf Heilung. Methadon ist zur Behandlung starker Schmerzen zugelassen und ein etabliertes Medikament in...

Das Klinikum Herford unterstützt Krebs-Patienten und Patientinnen mit digitalem Therapie-Assistenten
Das+Klinikum+Herford+unterst%C3%BCtzt+Krebs-Patienten+und+Patientinnen+mit+digitalem+Therapie-Assistenten+
© adam121 / Fotolia.de

Das Klinikum Herford bietet seinen gynäkologischen Krebs-Patientinnen ab sofort einen digitalen Therapiebegleiter an, der sie im Umgang mit der Erkrankung unterstützt. Die Smartphone-App MIKA begleitet Betroffene durch die Behandlung und hilft ihnen unter anderem mit Gesundheitsmonitoring und psychosozialem Coaching. Mit dem neuen digitalen Assistenten geht das Klinikum Herford einen weiteren Schritt, um Erkrankte zu mehr...

Brustkrebsmonat: Antihormonelle Therapie mit Nebenwirkungen
Brustkrebsmonat%3A+Antihormonelle+Therapie+mit+Nebenwirkungen
© LIGHTFIELD STUDIOS - stock.adobe.com

Etwa zwei Drittel aller bösartigen Brusttumore wachsen hormonabhängig. Weibliche Hormone wie das Östrogen lösen in den Tumorzellen einen Wachstumsreiz aus. Um das zu verhindern und das Rückfallrisiko zu senken, erhalten viele Brustkrebspatientinnen nach einer Operation zur Entfernung des Tumors über mehrere Jahre eine antihormonelle Therapie. Experten stufen die Begleiterscheinungen der Therapie zwar als weniger...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Erste Ergebnisse einer Real-life-Studie zu Cabozantinib beim mRCC"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.