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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
23. Februar 2021
Seite 1/2

Digital News - JOURNAL ONKOLOGIE 02 / 2021

Unsere Digital News im Februar: DiGA und KI – Potenzial von Real-world-Daten nutzen und Veranstaltungskalender eHealth & Co.
 

DiGA und KI – Potenzial von Real-world-Daten nutzen

Kreative Ideen, um die medizinische Versorgung zu verbessern, wurden im Januar 2021 auf dem Kongress des Bundesverbands Managed Care (BMC) diskutiert. Die Digitalisierung hat eine Schlüsselrolle inne. Wie ein Beispiel aus der Onkologie zeigt, kann sie einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung leisten. Aber es gibt auch offene Fragen. Diese betreffen die Preisgestaltung von Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA), Algorithmen künstlicher Intelligenz (KI) und neue Arten von Studien, damit aus Real-world-Daten (RWD) Evidenz generiert werden kann.
Onkologie: Was können DiGA leisten?
Patient*innen tragen zur Sicherung der Behandlungsqualität bei – wie kann das funktionieren? Der Onkologe PD Dr. Thomas Elter, Köln, erläuterte dies am Beispiel der DiGA „Navigator Lungenkrebs“. Hintergrund sind Daten, die zeigen, dass die Behandlung bei 30-50% der neu dia­gnostizierten Lungenkrebs-Patient*innen von den Leitlinien-Empfehlungen abweicht. Die Anwendung zeigt Ärzt*innen und Patient*innen an, an welcher Stelle sie sich in der Versorgung befinden und welche Schritte als nächstes anstehen. Wenn der Algorithmus Unstimmigkeiten entdeckt, werden die Patient*innen aufgefordert, mit Arzt/Ärztin Rücksprache zu halten. Durch dieses indirekte Feedback sollen falsche Entscheidungen korrigiert werden.

DiGA hätten das Potenzial, das Überleben von Krebspatient*innen zu verbessern, so Elter weiter. Das Fundament hierfür seien die Qualitätsindikatoren der onkologischen Leitlinien. Alles, was Erkrankte zwischen den Arztterminen beschäftige – Sorgen und Ängste, komplementäre Therapien, Sport oder die Ernährung – sei dem Behandler oder der Behandlerin nicht bekannt. „Das sind aber sehr wichtige Informationen“, so Elter. Die Digitalisierung biete erstmals die Möglichkeit, diese Echtzeit-Daten zu sammeln und zu nutzen. DiGA könnten dazu beitragen, Fehlbehandlungen und Komplikationen zu verringern, „daher sollten sie an dem gemessen werden, was sie einsparen“,  so der Mediziner. Gregor Drogies von der DAK-Gesundheit sprach von Wissensdefiziten sowohl bei den Leistungserbringern als auch bei den Patient*innen. DiGA seien gut als Dolmetscher zwischen beiden Seiten geeignet und aufgrund von zunehmend chronischen Verläufen besonders bei Krebspatient*innen „ein Super-Invest“.
 
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