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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
14. Februar 2017

Darmkrebs-Präventionspreis: Empfindlicherer Test könnte längere Untersuchungsintervalle ermöglichen

Pressemitteilung
Der Darmkrebs-Präventionspreis 2016 ging an Prof. Dr. Ulrike Haug vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) in Bremen. Sie erhält den Preis für eine Studie zum Einsatz quantitativer immunologischer Tests auf Blut im Stuhl in der Darmkrebsfrüherkennung.
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In Deutschland können alle gesetzlich Krankenversicherten ab 55 Jahren eine Darmspiegelung in Anspruch nehmen. Sie ist die zuverlässigste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs und muss bei unauffälligem Befund erst nach 10 Jahren wiederholt werden. Derzeit nehmen aber leider nur 20-30% aller Berechtigten dieses Angebot wahr. Einige Vorsorgewillige bevorzugen stattdessen einen Test auf verborgenes Blut im Stuhl. Diese Tests werden von den Kassen bereits ab dem 50. Lebensjahr erstattet und sollten alle 1-2 Jahre wiederholt werden. Bislang erfolgte der Nachweis auf Blut im Stuhl mittels eines chemischen Tests; zurzeit wird auf quantitative immunologische Verfahren umgestellt. Sie weisen den Blutfarbstoff Hämoglobin mit einem Antikörper nach und erkennen Darmkrebs sowie gutartige Wucherungen im Darm, die sich möglicherweise zu Krebs entwickeln, zuverlässiger als chemische Tests. Quantitative immunologische Tests haben außerdem den Vorteil, dass sich ihre Empfindlichkeit exakt einstellen lässt.

Basierend auf den Daten von 4.523 Menschen, die Haug und ihr Team auswerteten, konnte gezeigt werden, dass die seltenere Anwendung eines empfindlicheren Tests (etwa alle 5 Jahre) ähnlich viele Krebsfrühstadien und Vorstufen identifizieren kann wie der weniger empfindliche Test mit einem 2-jährigen Untersuchungsintervall.

Quelle: Deutsche Krebsstiftung


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