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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
03. August 2016

CLL: Ibrutinib verbessert Überleben

Auf dem diesjährigen EHA wurden die Ergebnisse einer studienübergreifenden Analyse von 243 Patienten, die an chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) mit einer chromosomalen 17p-Deletion (del17p) leiden und mit Ibrutinib behandelt wurden, vorgestellt. Mehr als die Hälfte lebte nach 30 Monaten progressionsfrei und etwa zwei Drittel waren noch am Leben.
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CLL mit 17p-Deletion ist eine aggressive Krankheit mit einer Überlebensdauer von 2-3 Jahren ab der ersten Chemotherapie. Der einmal täglich oral verabreichte Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor Ibrutinib ist der erste Vertreter einer neuen Therapieklasse zur Behandlung ohne Chemotherapie und wurde in den USA bereits für die Behandlung von Patienten mit CLL oder mit kleinzelligem B-Zell-Lymphom (SLL), einschließlich CLL/SLL mit del17p, zugelassen. In der EU ist Ibrutinib zur Therapie von Patienten mit del17p CLL/SLL und für Patienten mit non-del17p CLL/SLL nach einer vorangegangenen Therapie zugelassen.

Nun wurden die Daten von 243 Patienten mit CLL del17p aus 3 klinischen Studien zu Ibrutinib analysiert. Mehr als die Hälfte der Patienten nahm über 28 Monate an der Studie teil. Es zeigte sich eine Gesamtansprechrate von 84% auf die Ibrutinib-Therapie. Nach 30 Monaten blieben ca. 55% der Patienten progressionsfrei und 67% der Patienten waren noch am Leben. Nebenwirkungen, die zu einem Behandlungsabbruch führten, waren bei 15% der Patienten zu beobachten.

Die Zahl der überlebenden und progressionsfreien Patienten durch Ibrutinib nach 30 Monaten übersteigt jene anderer Therapien. Diese Ergebnisse belegen die klinische Aktivität von Ibrutinib und seinen positiven Effekt auf die Überlebensraten.

(ma)

Literatur:

(1) Jones J et al. EHA 2016, Abstr. S429.


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