Freitag, 27. November 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Imnovid
Imnovid
 
JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

17. Oktober 2020 CINV: Intravenöses NEPA so wirksam wie orale Darreichung

Akute und verzögerte Chemotherapie-induzierte Nause und Emesis (CINV) kann durch die Fixkombination Netupitant/Palonosetron (NEPA) in Kombination mit Dexamethason effektiv vermieden werden – in der neuen intravenösen Darreichungsform ebenso wie in der bewährten oralen Form.
Anzeige:
Tecentriq
Tecentriq
 
„Chemotherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen gehören zu den am stärks­ten belastenden Nebenwirkungen einer Chemotherapie“, betonte Dr. phil. Elisabeth Jentschke, Leiterin des psychoonkologischen Dienstes am Uniklinikum Würzburg. Intensität und Dauer der CINV sind u.a. abhängig von der eingesetzten Therapie und individuellen Faktoren (1). Abhängig vom zeitlichen Auftreten werden 3 CINV-Formen unterschieden: antizipatorisch (Beginn Chemotherapie), akut (Ende Chemotherapie bis 24 h nach Chemotherapie) und verzögert (24-120 h bzw. 5 Tage nach der Chemotherapie) (1).

Während akute CINV-Episoden seit Einführung der ersten Generation der 5-HT3-Antagonisten für die meisten Patienten vermeidbar sind, bleibt die verzögerte CINV häufig eine Herausforderung, erklärte Dr. Andreas Gröschel, Münster. Als wirksame Optionen zur Emesisprophylaxe bei Cisplatin-haltiger hoch (HEC) und moderat emetogener Chemotherapie (MEC) empfiehlt die aktuelle S3-Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“ Netupitant + Palonosetron (Akynzeo®) in Kombination mit Dexamethason (1).
Bewährt im klinischen Alltag
Real-world-Daten der AkyPro-Studie bestätigen die positiven Eigenschaften der oralen Fixkombination, erklärte Dr. Jörg Schilling, Berlin. Bei 2.427 Patienten mit unterschiedlichen Krebserkrankungen trat bei mehr als 83% während 3 Chemotherapiezyklen keine Beeinflussung des Alltags durch Erbrechen auf – unabhängig davon, ob sie mit einem HEC- oder einem MEC-Regime behandelt wurden (2). Die Effektivität wurde von dem Großteil der Ärzte als gut oder sehr gut bewertet.
Intravenös als Infusion
Viele Chemotherapie-Patienten leiden unter Mukositis und Schluckschwierigkeiten (1). „Ihnen fällt es oft schwer, Medikamente oral einzunehmen“, erklärte Prof. Dr. Meinolf Karthaus, München. Für diese Betroffenen steht NEPA zur intravenösen Anwendung als Infusion für den deutschen Markt zur Verfügung (3). Die neue Darreichungsform erwies sich als gleich gut wirksam in der Prävention der CINV wie die orale Darreichungsform und zeigte ein vergleichbares Nebenwirkungsprofil (4).

Dr. Kirsten Westphal

Quelle: Quelle: Virtuelle Veranstaltung „Interdisziplinärer Onkologietalk: Übelkeit und Erbrechen unter onkologischen Therapien – Mythos oder Realität“, 27.08.2020; Veranstalter: Riemser

Literatur:

(1) S3-Leitlinie Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen. AWMF-Registernummer 032/054OL.
(2) Karthaus M et al. Future Oncol 2020;16:939-53.
(3) Fachinformation Akynzeo® i.v., Stand: Juni 2020.
(4) Schwartzberg L et al. Ann Oncol 2018;29: 1535-40.


Anzeige:
Avastin MammaCA BC
Avastin MammaCA BC
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"CINV: Intravenöses NEPA so wirksam wie orale Darreichung"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab