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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

27. Oktober 2017 Zielgerichtete Therapie mit Deferasirox und Ruxolitinib

Die Eisenchelation mit Deferasirox-Filmtabletten und die Senkung des Hämatokrits sowie damit eventuell des Thrombose-Risikos mit Ruxolitinib waren Themen eines Satellitensymposium von Novartis beim DGHO-Kongress 2017 in Stuttgart.
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Bei myelodysplastischen Syndromen (MDS) kommt es aufgrund wiederholter Eisentransplantationen häufig zu einer Eisenüberladung, die mit einer erhöhten Morbidität und wahrscheinlich auch einer erhöhten Sterblichkeit einhergeht. Die Eisenchelation z.B. mit Deferasirox ist daher eine wichtige Maßnahme. Bei der Eisenchelattherapie wird die Compliance jedoch durch schlechte Verträglichkeit der eingesetzten Präparate beeinträchtigt. Deferasirox steht nun als Filmtablette zur Verfügung. Aktuelle Daten der offenen, randomisierten Phase-II-Studie ECLIPSE bestätigen das gute Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil von Deferasirox-Filmtabletten im Vergleich zur bisherigen Formulierung. Aufgrund der höheren Zufriedenheit der Patienten und besseren Adhärenz mit der neuen Formulierung von Deferasirox verbessern sich die Wirkungen einer Eisenchelattherapie weiter.


Ruxolitinib bei Polycythaemia vera

Die Polycythaemia vera (PV) ist mit einem deutlich erhöhten Thrombose-risiko assoziiert. 45% aller Todesfälle von PV-Patienten sind auf kardiovaskuläre Ereignisse zurückzuführen. Die Reduktion der thromboembolischen Ereignisse ist damit das wichtigste Ziel der Therapie. Aderlässe sind die schnellste und einfachste Maßnahme zur Senkung des Hämatokritwerts und der Verringerung der Hyperviskosität. Bei schlechter Compliance unter Aderlass-Behandlung und/oder Progression der Myeloproliferation und/oder hohem Thrombose-Risiko ist eine zytoreduktive Therapie mit Hydroxycarbamid (Hydroxyurea, HU) angezeigt. Bei Resistenz oder Unverträglichkeit können alternativ zum Beispiel Ruxolitinib, Interferon alfa oder Busulfan eingesetzt werden.

Ohne Aderlass erreichen unter Ruxolitinib-Behandlung signifikant mehr Patienten einen Hämatokrit unter 45% als mit einer besten verfügbaren Therapie (BAT). Ebenso war die Rate thromboembolischer Ereignisse unter Ruxolitinib geringer als unter BAT. Zudem werden häufige krankheitsbezogene Symptome, z.B. Fatigue, durch Ruxolitinib bei jedem zweiten Patienten um mindestens die Hälfte gebessert.

sh

Quelle: Satellitensymposium „Effektive und zielgerichtete Therapien in der Hämatologie und Onkologie“, DGHO, 01.10.2017, Stuttgart; Veranstalter: Novartis


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