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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

04. November 2016 Panta rhei, alles fließt – Uroonkologie im ständigen Wandel

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Fachinformation
Prof. Dr. Jürgen Gschwend
Sehr geehrte, liebe Kolleginnen und Kollegen, alles ist in ständigem Wandel – und so gehört es sich auch! Denn nur durch Wandel und Fortschritt werden neue Wege bereitet. In der Medizin bedeutet dies vor allem, dass wir Bewährtes überprüfen, neue Erkenntnisse hinzufügen und bereit sind, wenn notwendig, alte Hüte zu entsorgen. Insofern freue ich mich sehr über die Themenvielfalt der Uroonkologie, die Sie in dieser Ausgabe finden.

Als Beispiel steht aktuell das Prostatakarzinom in verschiedenen Stadien auf dem Prüfstand. Dazu gehört die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Früherkennung und Screening am Anfang der diagnostischen Kaskade ebenso wie die Entwicklung der frühen Hormonchemotherapie beim hormonnaiven Prostatakarzinom als neuer Standard am Beginn der therapeutischen Kaskade des metastasierten Stadiums.

Der testikuläre Keimzelltumor ist die häufigste bösartige Erkrankung beim jungen Mann. Seit vielen Jahren sind diagnostische und therapeutische Standards in hohem Maße etabliert. Dennoch weichen Therapieempfehlungen oftmals und beunruhigend ab. Mit dem „Zweitmeinungsprojekt testikuläre Keimzelltumoren“ als ein Internet-basiertes nationales Netzwerk ist es gelungen, die Versorgungsqualität bei Keimzelltumoren nachhaltig zu verbessern. Aber auch Therapie-assoziierte Spätfolgen spielen bei diesem Kollektiv junger Männer eine große Rolle – ein triftiger Grund, die Nachsorge anzupassen, um Spätfolgen frühzeitig zu erkennen.

Die S3-Leitlinie Nierenzellkarzinom feiert ihren ersten Geburtstag – herzlichen Glückwunsch zu diesem gelungenen und ambitionierten Projekt. Und nach der Leitlinie ist vor der Leitlinie – bereits nach einem Jahr hat die Entwicklung und Zulassung von drei neuen Substanzen ein aktuelles Addendum notwendig gemacht. Bitte lesen Sie die Details dazu. Und ein weiteres Großprojekt der DGU, AUO und insgesamt 31 medizinischer Fachgesellschaften wurde zu Ende geführt: Auf der DGU-Tagung wurde die brandneue S3-Leitlinie Harnblasenkarzinom erstmalig vorgestellt, die dann am 30.09.2016 online gegangen ist.

Ein regelrechter Paradigmenwechsel in der Onkologie vollzieht sich derzeit mit der Einführung neuer immunonkologischer Ansätze, namentlich der Checkpoint-Inhibitoren. Sowohl beim Nierenzellkarzinom als auch beim Harnblasenkarzinom sind erste uroonkologische Zulassungen erfolgt, und die neuen Ansätze zur PD-1-/PD-L1-Inhibition haben aktuell bereits Einzug in den Behandlungsalltag zum Nutzen unserer Patienten gefunden.

Alles in allem eine spannende Zeit im Bereich der Uroonkologie – alles ist im Fluss, und das ist gut so.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre,
Ihr Prof. Dr. Jürgen Gschwend, München

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