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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

21. Juni 2018 Translationale Forschung – Novartis-Preis: Grundlagenforschung zu Leberkrebs

Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) verlieh den von Novartis gestifteten Preis für Pathologie für eine Arbeit zur Rolle der Chromosomeninstabilität bei der Entwicklung von Leberkrebs. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung erhält Dr. rer. nat. Sofia Weiler vom Universitätsklinikum Heidelberg.
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Fachinformation
Das Verständnis grundlegender molekularer Krankheitsmechanismen ist für die Entwicklung neuer Therapiestrategien essentiell. Das Arbeitsgebiet der Preisträgerin ist die Signaltransduktion bei Zelldifferenzierung und Organwachstum. Im Detail geht es dabei um die Rolle des Hippo-/YAP-Signalwegs bei Leberkrebs, der für die Entwicklung von Organen und Geweben mitverantwortlich ist.

Eine gestörte Aktivität des Hippo-/YAP-Signalwegs führt zu unkontrolliertem Zellwachstum. Bei Darm-, Lungen- und Leberkrebs wurden bereits Veränderungen in der Signaltransduktion dieses Signalwegs nachgewiesen. In ihrer Arbeit konnte Weiler zeigen, dass die ungebremste Aktivierung zu chromosomaler Instabilität in den betroffenen Zellen führt (1). Die Kenntnis des Mechanismus eröffnet die Entwicklung neuer diagnostischer Testverfahren und schafft therapeutische Angriffspunkte.

Dr. Ulrike Haus, Medical Director Oncology, Novartis Pharma GmbH: „Die Forschungsarbeit der Preisträgerin bietet einen wichtigen Einblick in die molekularen Entstehungsmechanismen bei Leberkrebs und kombiniert profunde Grundlagenforschung mit innovativen Therapiemöglichkeiten. Die Ergebnisse sind sowohl für die Forschung als auch für die Klinik von hoher Relevanz. Wir gratulieren Frau Dr. Weiler herzlich und wünschen ihr für ihre wissenschaftliche Zukunft weiterhin viel Erfolg.“

Auf die Ausschreibung des diesjährigen Novartis-Preises wurden insgesamt 8 Forschungsarbeiten eingereicht; 6 davon erfüllten die Bewertungskriterien. Die Auswahl erfolgte durch eine unabhängige Expertenjury der DGP.

Quelle: Eröffnungsveranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie, 24.05.2018, Berlin; Novartis

Literatur:

(1) Weiler SME et al. Gastroenterology 2017;152(8):2037-51.


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