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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

18. Oktober 2016 Thymuskarzinome und Neuroendokrine Tumoren der Lunge und Schilddrüse

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Prof. Dr. Frank Griesinger
Themenschwerpunkt dieser Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE sind neuroendokrine Tumoren (NET). Mit dem differenzierten Schilddrüsenkarzinom, den neuroendokrinen Tumoren der Lunge und den fortgeschrittenen Thymomen bzw. Thymuskarzinomen werden drei häufige und in ihrer Behandlung sehr interessante Tumoren vorgestellt.

Die Besonderheiten der neuroendokrinen Tumoren der Lunge inklusive der wichtigsten Inhalte des Updates der ENETS-Guidelines werden in dem Interview mit Herrn Prof. Grohé erläutert. Hervorzuheben sind die Wertigkeit der Klassifikation sowie die exakte Histologie dieser Tumoren, welche einen entscheidenden Einfluss auf die weitere Therapie haben.

Ähnliche Erkenntnisse werden auch in dem Artikel zur aktuellen Diagnostik und Therapie fortgeschrittener Thymome und Thymuskarzinome beschrieben. Auch bei dieser Tumorentität wurden eine überarbeitete WHO-Klassifikation sowie erstmals eine TNM-Klassifikation erarbeitet, an denen sich ein möglichst multimodales Behandlungskonzept orientieren sollte.

Prof. Wagner konzentriert sich in seinem Artikel über das differenzierte Schilddrüsenkarzinom als häufigster Neoplasie endokriner Organe besonders auf die medikamentöse Therapie, welche auch hier vom histologischen Subtyp und dem Tumorstadium abhängt. Neueste Studien zeigen, dass durch eine zielgerichtete Therapie mit Multityrosinkinase-Inhibitoren das progressionsfreie Überleben signifikant verlängert werden kann.

Allen Beiträgen gemeinsam ist die Erkenntnis, dass diese Tumoren einer interdisziplinären Diagnostik und Behandlung bedürfen. Insbesondere die gezielte Bildgebung gefolgt von einer spezifischen histologischen Diagnostik, von einem in dieser Tumorentität möglichst erfahrenen bzw. ausgewiesenen Pathologen, sind entscheidend für eine exakte Stadieneinteilung der Tumoren. Die weiterführende Therapie sollte stadiengerecht und in fortgeschrittenen Tumorstadien meist multimodal erfolgen. Nur durch ein gemeinsames Handeln unterschiedlicher Fachrichtungen und einer Therapieplanung in interdisziplinären Tumorkonferenzen können wir den betroffenen Patienten eine optimale Behandlung ermöglichen. In Zukunft könnten zudem zentrale Tumorregister wie das PNEUNET-Register zur Erfassung der Lungen-NET durch eine deutschlandweite Dokumentation eine vergleichsweise hohe Anzahl an Patienten erfassen, um so die Qualitätssicherung zu verbessern und zukünftige Therapien zu standardisieren.

Als Thoraxchirurg ist es mir eine besondere Ehre, zusammen mit Kollegen der Pulmologie und Endokrinologie an dieser Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE mitzuwirken, was wiederum die Interdisziplinarität der Diagnostik und Behandlung dieser speziellen Tumoren widerspiegelt.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
Ihr Dr. Michael Ried, Regensburg

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