Montag, 14. Oktober 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

22. Februar 2019
Seite 1/3
Therapiealgorithmen: Systemische medikamentöse Therapie bei NET

Da neuroendokrine Tumoren (NET) verhältnismäßig langsam wachsen und eine Metastasenbildung erst spät erfolgt, ist die operative Entfernung bei resektablen Tumoren die effektivste Therapieoption. Darüber hinaus stehen NET-Patienten verschiedene zielgerichtete Therapien und Chemotherapien zur Verfügung (Abb. 1 und 2), die unter www.therapiealgorithmen.de in Form von Algorithmen eingesehen werden können. Die Therapie von NET sollte interdisziplinär abgestimmt werden. Es gilt zu berücksichtigen, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist und in welchem Organ der ursprüngliche Tumor gewachsen ist.
 
Anzeige:
Fachinformation
Neuroendokrine Tumoren (NET) umfassen eine heterogene Gruppe von Malignomen, die im diffusen neuroendokrinen System auftreten und durch indolentes Wachstum gekennzeichnet sind. Zwischen den zellulären Komponenten in der Mikroumgebung dieser Tumoren finden komplexe Wechselwirkungen statt. Da NET-Zellen eine Vielzahl proangiogener Moleküle, darunter VEGF, PDGF, FGF, Semaphorine und Angiopoietine überexprimieren, zählen NET zu den am stärksten vaskularisierten Krebsarten. Tumorinfiltrierende Neutrophile, Mastzellen und/oder Makrophagen fördern die Neoangio-genese dieser Tumoren (1). Die diagnostizierte Inzidenz von NET ist in den letzten Jahren auf etwa 5 Fälle pro 100.000 gestiegen. Es wird angenommen, dass der Anstieg auf Verbesserungen der Tumorklassifizierung, erhöhte Erkennungsniveaus bei der verbreiteten Verwendung endoskopischer und radiologischer Untersuchungen sowie Umwelt- und Ernährungsfaktoren zurückzuführen ist (2).
 
Abb. 1: Therapiealgorithmus nicht kurativ resektabler MNET von www.therapiealgorithmen.de* (3).
Therapiealgorithmus nicht kurativ resektabler MNET
 
Abb. 2: Therapiealgorithmus PNET von www.therapiealgorithmen.de* (4).
Therapiealgorithmus PNET

 
 
Diagnose
 
Da NET-Zellen vermehrt neuroendokrine Peptide ausscheiden, werden diese sowohl für die Diagnose als auch für das Follow-up als klinische Marker verwendet. Zeigt ein Patient Symptome, die aus der vermehrten Hormonbildung resultieren, können diese im Rahmen einer initialen Diagnose im Blut oder Urin nachgewiesen werden (5). Abgesehen von den sekretierten Hormonen dieser Tumoren sind Chromogranin A (CgA), 5-Hydroxyindolessigsäure (5-HIAA), neuronenspezifische Enolase (NSE, Gamma-Gamma-Dimer) und Synaptophysin (P38) wichtige Marker (6). Des Weiteren dienen bildgebende Verfahren, wie Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie oder Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie zur Erkennung des Primärtumors. CT und funktionelle Bildgebungsverfahren werden verwendet, um den Primärtumor zu identifizieren und seine Resektabilität zu bewerten.

 
Vorherige Seite

Das könnte Sie auch interessieren

Bayern gegen Darmkrebs: Das Modellprojekt „Sprich drüber!“ will junge Menschen im Freistaat vor einer Erkrankung bewahren.

Bayern gegen Darmkrebs: Das Modellprojekt „Sprich drüber!“ will junge Menschen im Freistaat vor einer Erkrankung bewahren.
FARKOR: Werbe-Anzeige Frau / © Felix Burda Stiftung

Auf Initiative der Felix Burda Stiftung haben sich die bayerischen Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) zum Modellprojekt „Sprich drüber!“ zusammengeschlossen. Ziel des Projekts ist es, ein vorhandenes familiäres Darmkrebsrisiko bei Versicherten im Alter von 25 bis 49 Jahren möglichst so früh zu identifizieren, dass diese vor einer Darmkrebserkrankung bewahrt werden können. Jede Bayerin und jeder Bayer in dieser...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Therapiealgorithmen: Systemische medikamentöse Therapie bei NET"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO 2019
  • PD-L1-positives NSCLC: Pembrolizumab-Monotherapie bei Patienten mit und ohne Hirnmetastasen vergleichbar wirksam
  • Tumormutationslast etabliert sich als prädiktiver Marker für das Ansprechen auf Pembrolizumab bei soliden Tumoren
  • Hohes und langanhaltendes Ansprechen auf Pembrolizumab-Monotherapie bei unterschiedlichen MSI-H-Tumoren
  • Checkpoint-Inhibition in der adjuvanten und metastasierten Situation hat für Patienten mit Melanom das Überleben neu definiert
  • Magenkarzinom/Adenokarzinom des ösophagogastralen Übergangs: Patienten mit MSI-high-Tumoren profitieren besonders von Checkpoint-Inhibition
  • Pembrolizumab + Chemotherapie beim Plattenepithelkarzinom-NSCLC: Überlegenes OS, PFS, ORR und PFS2 gegenüber alleiniger Chemotherapie
  • Frühes TNBC: signifikant verbesserte pCR-Rate durch neoadjuvante Therapie mit Pembrolizumab + Chemotherapie
  • HNSCC: Pembrolizumab-Monotherapie und kombiniert mit Platin-basierter Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • PD-L1-positives Magenkarzinom und AEG: Vergleichbare Lebensqualität unter Pembrolizumab-Monotherapie und Chemotherapie
  • Pembrolizumab-Monotherapie beim vorbehandelten mTNBC: Klarer Trend zu verbessertem Überleben mit zunehmender PD-L1-Expression