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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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27. Juli 2018

„Real-world“-Daten nutzen, um die Hämatologie voranzubringen

Kontrollierte Studien zählen zu den wichtigsten Werkzeugen in der klinischen Forschung und haben die Erfolge der Medizin in den letzten Jahrzehnten erst ermöglicht. Weil die Situation in einer solchen Studie aber immer mehr oder weniger künstlich ist und die Patienten meist stark selektiert sind, gewinnt die Analyse von Daten aus dem medizinischen Alltag immer mehr an Gewicht. Um diese „Real-world“-Daten besser zu nutzen, hat die Firma Janssen vor 3 Jahren eine Kollaboration mit dem Karolinska-Institutet in Stockholm begonnen.
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Schweden profitiert von dem außerordentlich leistungsfähigen Gesundheitssystem und den dort seit Jahrzehnten gepflegten umfangreichen medizinischen Patientenregistern. Diese enthalten einzigartig umfassende Informationen und bieten eine vielfache Verlinkung von medizinischen Daten mit solchen zu Familienstruktur, Sozialversicherung, Einkommen, Bildung, Kriminalität und zahlreichen anderen Faktoren. Ebenfalls wertvolles Kapital stellt die langjährige Erfahrung der Karolinska-Forscher auf vielen Gebieten der medizinischen Wissenschaft dar. Das Ziel der Zusammenarbeit ist es, Zusammenhänge zwischen klinischen Studien und Registerdaten, die aus der alltäglichen Praxis stammen, zu erkennen und für die bessere Behandlung von Patienten nutzbar zu machen. Von 5 Projektgruppen beschäftigen sich in dieser Kollaboration 2 mit onkologischen Fragestellungen, B-Zell-Malignomen und Multiplem Myelom. Das Lymphom-Projekt fokussiert vor allem auf das diffus-großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) und das follikuläre Lymphom, so Karin Ekström Smedby, Stockholm. In einer ersten Studie, die das nationale schwedische Lymphom-Register nutzte, konnte so gezeigt werden, dass sich die Prognose vor allem jüngerer Patienten mit DLBCL in Schweden in den vergangenen 15 Jahren deutlich verbessert hat und dass Patienten, die die ersten beiden Jahre nach der Diagnose überlebt haben, mittlerweile eine praktisch normale Lebenserwartung aufweisen. Patienten mit ungünstigen Prognose-Scores hingegen verlieren trotz der Einführung der Chemoimmuntherapie mit Rituximab und CHOP in Schweden im Jahr 2006 weiterhin im Mittel 8 Jahre ihres Lebens durch die Krankheit. Weitere Forschungen im Rahmen dieses Projekts zielen auf die Identifizierung von Charakteristika ab, weswegen Patienten nicht auf die Standardtherapien ansprechen. Außerdem sollen Faktoren gefunden werden, die bei der Wahl der Therapie für solche Patienten hilfreich sein könnten. Ein ähnliches Projekt zum follikulären Lymphom ist in Planung.
Josef Gulden
Quelle: Media Session “Patient Powered Research: A New Frontier in Cancer?”, EHA, 13.06.2018, Stockholm; Veranstalter: Janssen Oncology
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