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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

25. April 2016 Ramucirumab jetzt in drei Indikationen zugelassen

Der Angiogenese-Hemmer Ramucirumab (Cyramza®) kann jetzt auch bei fortgeschrittenen Tumoren von Lunge und Dickdarm eingesetzt werden: Und zwar in Kombination mit Docetaxel bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) nach Platin-haltiger Vortherapie und in Kombination mit FOLFIRI (5-Fluorouracil, Folinsäure, Irinotecan) zur Behandlung von Patienten mit vorbehandeltem metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC).
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Die Indikationserweiterung für diese Entitäten erfolgte Anfang 2016. Bereits seit 2014 hat Ramucirumab die Zulassung sowohl in Monotherapie als auch in Kombination mit Paclitaxel für die Zweitlinientherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs erhalten.

Die EU-Zulassung von Ramucirumab bei fortgeschrittenem NSCLC erfolgte auf Basis der Phase-III-Studie REVEL (1). Darin wurde mit Ramucirumab plus Docetaxel unabhängig vom histologischen Subtyp eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens (primärer Endpunkt) erzielt; es betrug 10,5 Monate im Vergleich zu 9,1 Monaten unter Docetaxel plus Placebo (p=0,023). Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 4,5 Monate im Ramucirumab-Arm im Vergleich zu 3,0 Monaten im Kontrollarm (p<0,0001). „Auch die objektive Ansprechrate war mit 22,9% unter Ramucirumab plus Docetaxel dem Docetaxel/Placebo-Arm mit 13,6% deutlich überlegen“, erläuterte PD Dr. Niels Reinmuth, Großhansdorf. Die REVEL-Studie sei die erste Phase-III-Studie, in der mit einer antiangiogenen Therapie in Kombination mit einer Standardchemotherapie eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens in der ITT-Population von Patienten mit vorbehandeltem metastasierten NSCLC erreicht wurde, so Reinmuth.

Auch beim mCRC konnte durch Kombination mit Ramucirumab das Gesamtüberleben verlängert werden. In der RAISE-Studie (2) erhielten Patienten mit mCRC, deren Erkrankung während oder nach einer Erstlinientherapie mit Bevacizumab, Oxaliplatin und einem Fluoropyrimidin progredient geworden war, entweder Ramucirumab plus FOLFIRI (5-Fluorouracil, Folinsäure, Irinotecan) oder Placebo plus FOLFIRI. Primärer Endpunkt war auch hier das Gesamtüberleben, das mit 13,3 Monaten in der Ramucirumab-Gruppe signifikant länger war als unter Placebo plus FOLFIRI (11,7 Monate; p=0,0219). Der Überlebensvorteil war in allen Subgruppen konsistent und unabhängig vom KRAS-Status.

Dr. Beate Grübler

Quelle: Pressekonferenz „Im Focus: Cyramza erhält EU-Zulassungen in der Therapie des NSCLC und CRC“, DKK, Berlin, 25.02.2016, Veranstalter: Lilly

Literatur:


(1) Garon EB et al. Lancet 2014;384:665-673.
(2) Tabernero J et al. Lancet Oncol 2015;16:499-508.


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