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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

03. Juli 2017 Non-Hodgkin-Lymphome: Unterschiedliche Erkrankungen – unterschiedliche Therapieregime

Unter der Bezeichnung NHL werden verschiedenste Tumore zusammengefasst, von besonderer Bedeutung sind das follikuläre Lymphom und das diffus-großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL), berichtete Prof. Dr. Martin Dreyling, München, beim Internistenkongress in Mannheim.
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Beim follikulären Lymphom handelt es sich um eine niedrig-maligne Erkrankung, die zunächst kaum Beschwerden verursacht. „Bei rund 85% der Patienten wird die Erkrankung daher erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert“, so Dreyling. Formal liegt damit ein palliativer Therapieansatz vor, wenn auch mit Überlebenszeiten von 15-20 Jahren. Infolge des meist höheren Lebensalters bei Diagnosestellung ist die Erkrankung somit quasi chronisch. Die therapeutischen Möglichkeiten sind vielfältig, es ist nach Dreyling „die Kunst des Arztes, für den individuellen Patienten das jeweils beste Konzept zu wählen.“ Die Palette reicht von einer initialen Watch-and-Wait-Strategie bis hin zur üblichen Standardtherapie mittels R-CHOP oder Bendamustin + Rituximab. Welches Regime gewählt wird, hängt nicht zuletzt von den individuellen Bedürfnissen des Patienten ab: „Es macht einen Unterschied, ob es sich um einen eher älteren Patienten handelt, der durch die Behandlung nicht zusätzlich belastet werden kann, oder um einen jungen Patienten, der voll leistungsfähig bleiben will.“ In jedem Fall gehört der Antikörper Rituximab laut Dreyling mit ins Therapieregime, da durch ihn das krankheitsfreie Überleben von 2 auf etwa 9 Jahre verlängert werden konnte. Das Ansprechen auf die Therapie lässt sich mittels m7-FLIPI, bei dem 7 Gene erfasst werden, abschätzen.

Auch beim DLBCL, einem aggressiv wachsenden Tumor, ist das R-CHOP-Regime eine Option, mit dem sogar Heilungserfolge zu erwirken sind. Für Erkrankungen, die nicht so gut ansprechen, wird zudem intensiv an der Entwicklung von Therapiealternativen gearbeitet. Als vielversprechende Optionen nannte Dreyling Ibrutinib, Lenalidomid und auch eine Immuntherapie.

cv

Quelle: Symposium „Lymphome“ beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, 30.04.2017, Mannheim; Veranstalter: Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML)


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