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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

08. September 2017 Mammakarzinom: State of the Art in neuer App kompakt dargestellt

Die App „Mammakarzinom Transparent“ bietet einen schnellen und einfachen Zugang zu aktuellen und praxisrelevanten Informationen zum Thema Brustkrebs – von der Diagnose und Behandlung bis zum Nebenwirkungsmanagement und der Nachsorge.
Brustkrebs ist, Daten des Robert Koch-Instituts zufolge, mit etwa 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr die mit Abstand häufigste Tumorerkrankung bei Frauen (1). Etwa jede 8. Frau ist im Laufe ihres Lebens betroffen, fast 3 von 10 Frauen sind zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 55 Jahre, etwa 18.000 Patientinnen sterben daran. Die Prognose der Erkrankung hat sich in den letzten Jahren durch Fortschritte hinsichtlich Prävention, Diagnose und Therapie deutlich verbessert. Um in dieser Situation den Überblick zu behalten, bereits vorhandenes Wissen und Entscheidungen zu überprüfen oder sich regelmäßig auf den aktuellen Stand des Wissens zu bringen, haben Experten in Zusammenarbeit mit Novartis Oncology die App „Mammakarzinom Transparent“ entwickelt. Sie richtet sich sowohl an erfahrene Ärzte als auch an Assistenzärzte in Weiterbildung. In Berlin stellte Dr. Friedrich Overkamp, Recklinghausen, der an der Entwicklung beteiligt war, eine Testversion der neuen App vor. Voraussichtlich ab September 2017 soll die App verfügbar sein.

Als „hilfreiches Tool und Wegweiser für den Praxisalltag“ bezeichnete Overkamp die kostenlose App, die Hersteller-unabhängig und produktneutral das komplexe Wissen zum Mammakarzinom zusammenstellt und einen schnellen und umfassenden Zugang zu praxisrelevanten Informationen bietet. Leitlinienbasierte Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie, zu Behandlungsmanagement und Nachsorge werden übersichtlich dargestellt und sind mit wenigen Klicks erreichbar. Das Hauptmenü umfasst die 3 Entitäten „Hormonrezeptor-positives/HER2-negatives Mammakarzinom“, „HER2-positives Mammakarzinom“ und „Triple-negatives Mammakarzinom“. Anhand von Kasuistiken demonstrierten Prof. Dr. Diana Lüftner, Berlin, Dr. Hans-Christian Kolberg, Bottrop, und Prof. Dr. Florian Schütz, Heidelberg, die Möglichkeiten der neuen App – mit Darstellung der Therapielinien bei verschieden Formen des Mammakarzinoms, unterstützender Behandlungsoptionen von analgetischen bis antiresorptiven Medikamenten oder des Nebenwirkungsmanagements etwa beim Hand-Fuß-Syndrom unter Chemotherapie. Weitere Hauptmenüpunkte sind „Therapiemanagement“, „lokale Therapieoptionen“, „Zuge-lassene Substanzen“, „Tools und Services“ sowie „Therapien von morgen“. Vorbild für „Mammakarzinom Transparent“ ist die App „Nierenzellkarzinom Transparent“, die sich seit ihrer Einführung im Mai 2017 bereits bewährt hat.

Michael Koczorek

Quelle: Weiterbildungsinitiative Mammakarzinom im Dialog (MiD): „Mammakarzinom State of the Art 2017 – Das interaktive Tumorboard unterstützt durch MiD 3.0“, im Rahmen der 37. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS), 29.06.2017, Berlin; Veranstalter: Novartis Oncology

Literatur:

(1) www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Brustkrebs/brustkrebs_node.html


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