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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

02. Oktober 2019 ITP: EU-Zulassungserweiterung für Eltrombopag

In der dritten Ausgabe des Science Channel wurden die Zulassungserweiterung für Eltrombopag und die sich daraus ergebenden erweiterten Therapieoptionen der Immunthrombozytopenie (ITP) beleuchtet. Eltrombopag (Revolade®) gehört zur Gruppe der Thrombopoetinrezeptor-Agonisten (TPO-RA). Diese sind eine wichtige Behandlungsmöglichkeit in der Zweitline für Patienten mit therapiepflichtiger ITP.
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Als Erstlinientherapie werden in den aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) Kortikosteroide empfohlen. Bei Patienten, bei denen nach der Firstline-Therapie weitere Behandlungsmaßnahmen erforderlich waren, wurde bis vor kurzem eine erneute Kortisontherapie durchgeführt.

Nun ist es möglich, schon relativ bald einen anderen therapeutischen Weg einzuschlagen, der auf einen stabilen Zustand der Patienten abzielt. Aufgrund der Zulassungserweiterung ist Eltrombopag seit Februar 2019 zur Behandlung der primären ITP ab einem Alter von 1 Jahr und älter zugelassen, wenn die Erkrankung 6 Monate oder länger nach der Diagnosestellung andauert und die Patienten gegenüber anderen Therapien wie z.B. Kortikosteroiden und Immunglobulinen refraktär sind. Das bedeutet, dass die Patienten das Medikament nun früher erhalten können – in der Vergangenheit konnte erst 12 Monate nach Diagnosestellung umgestellt werden.

Die Zulassungserweiterung erfolgte aufgrund der positiven Ergebnisse der Phase-III-Studien RAISE und EXTEND, die ein vorteilhaftes Wirksamkeits- und in der Regel gut handhabbares Sicherheitsprofil von Eltrombopag gegenüber Placebo ergaben. So war die mediane Thrombozytenzahl innerhalb von 2 Wochen auf 50x 109/l oder mehr angestiegen und während der gesamten Behandlungsdauer stabil oberhalb dieser Grenze geblieben.

Ein wesentlicher Benefit dieser Zulassungserweiterung ist mehr Sicherheit für die Patienten. „Gerade bei Patienten, die nach der Firstline-Phase weiterhin Blutungsneigungen haben, können diese mit der Eltrombopag-Therapie vermieden werden“, betonte PD Dr. Oliver Meyer, Berlin. Generell weisen Experten der ITP-Therapie darauf hin, dass die Steroidgabe nicht länger als 3 bis 4 Wochen, ggf. 6 Wochen, andauern sollte, um die Nebenwirkungen zu begrenzen. Wichtig sind deshalb gemäß der DGHO-Leitlinie ein Schema für die Gabe von Kortikosteroiden und die Aufklärungspflicht der Ärzte hinsichtlich ausführlicher Informationen zu Therapie und Nebenwirkungen. „Abfallende Thrombozytenwerte nach Absetzen der Wirkstoffe sind häufig, sodass die Patienten über Behandlungsalternativen informiert werden müssen und nicht in ein Art therapeutisches schwarzes Loch fallen“, resümierte Prof. Dr. Axel Matzdorff, Schwedt, Mitautor der ITP-Leitlinie.

(ah)

Quelle: 3. Ausgabe des Science Channel „ITP-Therapie – früher Einsatz von Eltrombopag in der Zweitlinie eröffnet neue Perspektiven“, 22.08.2019; Veranstalter: Novartis


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