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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

22. März 2019 IO bei RCC-Patienten mit Loss-of-function-Alterationen in DDR-Genen mit längerem Gesamtüberleben assoziiert

Loss-of-function-Alterationen in DDR-Genen einschließlich Kernkomponenten der Signalwege des Mismatch Repair und homologer Rekombinationsdefizienz stehen im Zusammenhang mit der Tumorgenese. Patienten mit diesen Alterationen können von einer immunonkologischen Therapie (IO) profitieren, wie bei Darmkrebs bereits gezeigt werden konnte.
Die Bedeutung der IO beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) war bislang unklar. 225 Patienten wurden retrospektiv in eine Studie mit 2 Kohorten aufgenommen: Kohorte 1: nur IO; Kohorte 2: Tyrosinkinasehemmer (TKI) in der Erstlinie. 37 (16%) von ihnen wiesen Veränderungen der DDR-Gene auf (DDRa). Die häufigsten veränderten Gene waren ATM (n=8,4%) und CHEK2 (n=8,4%). DDR-Keimbahnveränderungen wurden bei 12 Patienten (5%) beobachtet. Die mediane Tumormutationslast (TMB) betrug 4,1 pro Megabase (Bereich: 0-21,7). Eine höhere TMB (≥ Median) wurde mit DDRa in Verbindung gebracht (p=0,03). Der DDRa-Status korrelierte signifikant mit einem längeren Gesamtüberleben in der IO-Kohorte (HR=0,29; p=0,04), nicht jedoch in der TKI-Kohorte (HR=0,74; p=0,44).

Red.

Quelle: ASCO-GU 2019, Abstract 551

Literatur:

https://meetinglibrary.asco.org/record/170236/abstract


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