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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

02. Oktober 2019 Hypogammaglobulinämie beim Multiplen Myelom

D. Zurmeyer, I. v. Metzler, Universitätsklinikum Frankfurt.

Für Patienten mit Multiplem Myelom (MM) stellen Infektionen eine der häufigsten Todesursachen dar. Sie sind für etwa 45% der frühen Todesfälle innerhalb von 60 Tagen nach Erstdiagnose verantwortlich. Auch bei Patienten mit monoklonaler Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) konnte ein 2-fach höheres Infektionsrisiko im Vergleich zu einer Kontrollgruppe gezeigt werden. Pneumonien und Harnwegsinfektionen gehören zu den häufigsten Infektionen. Mangel und Dysfunktion von Lymphozyten, NK-Zellen und dendritischen Zellen sowie eine iatrogene Neutropenie charakterisieren die zelluläre Immundefizienz. Das humorale Immunsystem wird durch ein Defizit nicht involvierter Immunglobuline geprägt, also z.B. durch einen Mangel von IgA oder IgM beim IgG-Myelom. Dies ist bei 80-90% der MM-Patienten zum Zeitpunkt der Erstdiagnose sowie in 45-83% der Fälle beim Smoldering Multiple Myeloma (SMM) nachzuweisen.
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Fachinformation
Kommt es trotz adäquater antimikrobieller Prophylaxe zu rezidivierenden Infektionen, sollte der Impfstatus überprüft und ggf. aktualisiert werden. Bei anhaltend hoher Frequenz von Infektionen und schwerer Hypogammaglobulinämie (IgG < 400 mg/dl) kann eine Substitution mit intravenösem oder subkutanem Immunglobulin empfohlen werden.
 

Hier geht es zum vollständigen Artikel Hypogammaglobulinämie beim Multiplen Myelom.

Zu diesem Artikel ist auch ein CME-Test verfügbarhier kommen Sie direkt zur Teilnahme. (verfügbar bis zum 28.09.2020)


 
David Zurmeyer Dr. med. David Zurmeyer
Facharzt
 
Medizinische Klinik 2
Hämatologie, Onkologie
Universitätsklinikum Frankfurt
Theodor-Stern-Kai 7
60590 Frankfurt am Main
 
E-Mail: david.zurmeyer@kgu.de









 
  Dr. med. univ. Ivana von Metzler
Fachärztin
 
Medizinische Klinik 2
Hämatologie, Onkologie
Universitätsklinikum Frankfurt
Theodor-Stern-Kai 7
60590 Frankfurt am Main
 
E-Mail: ivana.metzler@kgu.de






 

 



 

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