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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

15. November 2019 High-grade seröses Ovarial-, Eileiter- oder primär peritoneales Karzinom: Veliparib zusätzlich zu Chemotherapie und in Erhaltung verlängert PFS

In der randomisierten, Placebo-kontrollierten multinationalen Phase-III-Studie VELIA/GOG-3005 wurde bei Patientinnen mit neu diagnostiziertem high-grade serösen Ovarial-, Eileiter- oder primären peritonealen Karzinom (HGSC) Veliparib in Kombination mit einer Frontline-Chemotherapie und als Erhaltungstherapie getestet. Es zeigte sich, dass der PARP-Inhibitor das progressionsfreie Überleben (PFS) der Patientinnen signifikant verlängern konnte – ohne einen nennenswerten Unterschied in den untersuchten Subgruppen (die Selektion basierte auf BRCA-Mutation, homologer Rekombinationsdefizienz (HRD) oder dem Einsatz einer neoadjuvanten Chemotherapie).
1.140 Patientinnen wurden eingeschlossen und 1:1:1 in folgende Arme randomisiert: Arm 1 (Kontrollgruppe): Carboplatin und Paclitaxel (CP) + Placebo, gefolgt von einer Placebo-Erhaltungstherapie; Arm 2: CP + Veliparib, gefolgt von einer Placebo-Erhaltungstherapie; Arm 3: CP + Veliparib, gefolgt von einer Veliparib-Erhaltungstherapie. 26% der Patientinnen waren BRCA-mutationspositiv und 55% konnten der HRD-Population zugeordnet werden. In der BRCA-mutierten Kohorte betrug das mediane PFS 34,7 Monate in der Gruppe, die Veliparib durchgängig bekommen hat (Arm 3) vs. 22,0 Monate in der Kontrollgruppe (HR=0,44; 95%-KI: 0,28-0,68; p<0,001); in der HRD-Kohorte waren es 31,9 Monate vs. 20,5 Monate (HR=0,57; 95-KI: 0,43-0,76; p<0,001). In der Intention-to-treat-Population lebten die Patientinnen 23,5 Monate (Arm 3) im Vergleich zu 17,3 Monaten im Kontroll-Arm (HR=0,68; 95%-KI: 0,56-0,83; p<0,001). Die be-obachteten Toxizitäten waren konsistent mit den bekannten; Veliparib führte zu einer höheren Inzidenz von Anämie und Thrombozytopenie, in Kombination mit Chemotherapie traten v.a. Nausea und Fatigue auf.

(übers. v. sk)

Quelle: Coleman RL et al. ESMO 2019, Abstract LBA3


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