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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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10. September 2018

World Congress on Gastrointestinal Cancer 2018

Gastrointestinale Tumoren: 20 Jahre Forschung, Fortbildung und Kommunikation

Der WCGC feierte in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag. Die Kongress-Präsidenten Mario Dicato, Luxemburg, Eric Van Cutsem, Belgien, und Josep Tabernero, Spanien, versprachen ein herausragendes Fortbildungsereignis, das alle Aspekte zur Diagnose und Behandlung von Patienten mit gastrointestinalen Tumoren anspricht. Mehr als 60 Experten waren dazu eingeladen, Vorträge in Vorlesungen, Debatten, Keynote-Lectures und Abstract-Sitzungen zu halten. Im Folgenden eine kleine Auswahl der neuesten klinischen Ergebnisse aus den Abstract-Sitzungen.
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Der gegen den VEGF-Rezeptor 2 gerichtete monoklonale Antikörper Ramucirumab verlängert als Zweitlinientherapie nach Sorafenib das Gesamtüberleben (OS) von Patienten mit fortgeschrittenem Leberzellkarzinom (HCC) und erhöhtem Alpha-Fetoprotein (AFP), wie Andrew X. Zhu, Boston, USA, berichtete (LBA-001). In einer gepoolten Analyse der Phase-III-Studien REACH und REACH-2 wurden die Daten von insgesamt 542 Patienten mit AFP ≥ 400 ng/ml ausgewertet, die in den beiden Studien randomisiert Ramucirumab oder Placebo erhielten. Im Ergebnis bestätigt die gepoolte Analyse das Ergebnis der REACH-Studie (hier war das erhöhte AFP ein Einschlusskriterium). Mit der Ramucirumab-Therapie wurde das mediane OS von 5,0 auf 8,1 Monate signifikant verlängert (HR=0,69; 95%-KI: 0,57-0,84; p=0,0002). Damit stellt Ramucirumab eine wichtige Therapieoption für diese Patienten mit schlechter Prognose und aggressiver Erkrankung dar.

In der Behandlung des metastasierten Magenkarzinoms (inklusive gastroösophagealer Übergang) zeichnet sich Trifluridin/Tipiracil (TAS-102) als mögliche neue Behandlungsoption ab der zweiten Therapielinie ab. Josep Tabernero, Barcelona, Spanien, präsentierte die OS-Ergebnisse der Phase-III-Studie TAGS, in der die zyto-toxische Kombinationstherapie 2:1 randomisiert gegen Placebo geprüft wurde (LBA-002). In die internationale, doppelblinde Studie wurden 507 Patienten eingeschlossen, die -≥ 2 vorangegangene Therapieregime erhalten hatten und einen ECOG-PS 0-1 aufwiesen. Im Median waren die Patienten 63 Jahre alt und ein Viertel der Patienten war bereits mit ≥ 4 Regimen vorbehandelt worden. Im Median lebten die Patienten im TAS-102-Arm 5,7 Monate vs. 3,6 Monate im -Placebo-Arm (HR=0,69; 95%-KI: 0,56-0,85; p=0,0003). Die 12-Monats-OS-Rate betrug 21% vs. 13%.

Eine weitere Studie zur Behandlung des fortgeschrittenen Magenkarzinoms und des gastroösophagealen Übergangs stellte Kohei Shitara aus Kashiwa, Japan, vor (LBA-005). In der Phase-III-Studie Keynote-061 erhielten vorbehandelte Patienten den PD-1-Inhibitor Pembrolizumab oder eine Standardtherapie mit Paclitaxel. Primäre Endpunkte waren das OS und das progressionsfreie Überleben (PFS) bei PD-L1-positiven Patienten (Combined Positive Score (CPS) ≥ 1). Beide Endpunkte wurden nicht erreicht. Unter Pembrolizumab betrug das mediane PFS 1,5 Monate (vs. 4,1 Monate; HR=1,27) und das mediane OS 9,1 Monate (vs. 8,3 Monate; HR=0,82). Die Remissionen hielten allerdings unter Pembrolizumab länger an als unter Paclitaxel (mediane Remissionsdauer (DOR): 18,0 Monate vs. 5,2 Monate), was möglicherweise den späten positiven Effekt auf das OS erklärt (12-Monats-OS-Rate: 39,8% vs. 27,1%; 18-Monats-OS-Rate: 25,7% vs. 14,8%).

Dass die Hinzunahme von Panitumumab zu einem modifizierten -FOLFOXIRI-Regime bei Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) eine wirksame Option für die Erstlinientherapie sein kann, zeigte Prof. Dr. Michael Geissler, Esslingen, mit den Ergebnissen der Phase-II-Studie VOLFI (AIO-KRK-0109) (Abstract O-024). Die AIO-Studie vergleicht FOLFOXIRI vs. mFOLFOXIRI + monoklonalen Antikörper, im Fall der präsentierten Daten + den EGFR-Antikörper Panitumumab. Der primäre Endpunkt, eine Überlegenheit der Panitumumab-haltigen Therapie bezüglich des Ansprechens (33,3% vs. 12,1%), wurde erreicht. Zudem konnten hohe sekundäre Resektions-raten mit der erweiterten Therapie erzielt werden. Innerhalb der Subgruppe der Studienteilnehmer mit potentiell resektablen Metastasen zeigten 75,0% vs. 36,3% der Patienten ein Ansprechen, von denen im Panitumumab-Arm 60% eine R0- und 27% eine R1-Resektion erhalten konnten. Aufgrund der Nebenwirkungen – wenn auch in der Studie gut kontrollierbar – sollten nur Patienten mit einem ECOG-PS 0-1 mit FOLFOXIRI + Panitumumab behandelt werden, so das Fazit der Autoren. Aufgrund der hohen Ansprechraten ist die Kombinationstherapie insbesondere für Patienten mit Chance auf eine sekundäre Resektion, sowohl bei rechtsseitigen als auch linksseitigen Tumoren sowie bei BRAF-mutierten Tumoren in Erwägung zu ziehen.
Dr. rer. nat. Ine Schmale
Quelle: 20th World Congress on Gastrointestinal Cancer (WCGC), 20.-23.06.2018, Barcelona
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