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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

06. Dezember 2017 Ganzheitliche Onkologie

Diese Ausgabe beschäftigt sich mit den Langzeitfolgen einer Krebstherapie, onkologischer Rehabilitation sowie der besonderen Situation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit und nach Krebs. Zudem werden komplementäre Maßnahmen sowie die Risiken beleuchtet, die eine Phytotherapie in Kombination mit einer medikamentösen onkologischen Therapie mit sich bringen kann.
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Fachinformation
​Prof. Dr. med. Oliver Rick
In meinem Artikel zur modernen onkologischen Rehabilitation geht es vornehmlich um das Aufzeigen der Inhalte zur Behandlung von Langzeit-Toxizitäten, welche das Leben des Patienten nachhaltig beeinträchtigen können. Die Rehabilitation von Krebspatienten hat für deren Langzeitbetreuung und Rückführung in ein normales Sozial- und Erwerbsleben herausragende Bedeutung; onkologische Rehabilitation ist daher ein integraler Bestandteil bzw. der Startpunkt von Cancer Survivorship.

In der Arbeit von Berwanger und Strik wird auf das besondere Kollektiv von Patienten mit malignen Hirntumoren eingegangen und die Notwendigkeit einer fachspezifischen Rehabilitation fokussiert. Ebenfalls im Kontext von Cancer Survivorship weisen Müller und Wiskemann auf die Möglichkeiten der Sport- und Bewegungstherapie bei der Behandlung der Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie hin. Eine weitere Arbeit beschäftigt sich mit dem Achtsamkeitstraining zur Behandlung der kognitiven Dysfunktion und psychischen Alteration durch Krebs und Tumor-therapie. Eine besondere Problematik zeigen Quidde et al. in ihrer Arbeit auf, die das „Care for CAYA-Programm“ vorstellt, welches sich mit den Spätfolgen im Erwachsenenalter nach einer Tumor-erkrankung bei Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Erweiternd zu diesem Thema stellt Mathias Freund die vielfältigen Langzeitfolgen von jungen Erwachsenen mit Krebs dar und richtet dabei das Augenmerk auf die sozialen und beruflichen Folgen für diese jungen Patienten. Mit der von ihm begründeten Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs und deren Internetportal zur Beratung durch Fachexperten aus dem Bereich der onkologischen Rehabilitation wird dieser Problemlage Rechnung getragen und eine Lücke im Versorgungssystem geschlossen.

In 2 weiteren Manuskripten (H. Meden und B. Ost) werden die komplementärmedizinischen Optionen ergänzend zu einer Chemo-, antihormonellen oder zielgerichteten Therapie dargestellt. Insbesondere im Hinblick auf die Verringerung von Akut-Toxizitäten ergeben sich diesbezüglich zahlreiche Möglichkeiten, die nicht nur von Patienten eingefordert, sondern auch von uns Ärzten nicht ungeachtet bleiben dürfen. Allerdings verweisen in diesem Kontext Ziemann und Ritter auch auf die Gefahren, die sich daraus ergeben können. Das Verbundforschungsprojekt KOKON  hat die Studienlage zu den pharmakokinetischen Wechselwirkungen systematisch aufgearbeitet und mittels eines Algorithmus eingeordnet. Abschließend darf betont werden, dass die hier vorliegende Ausgabe des JOURNAL ONKOLOGIE diese wichtigen Themenbereiche in herausragenden Artikeln darstellt.

Ihr
Prof. Dr. med. Oliver Rick

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