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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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13. Dezember 2018

GI-Tumoren und pädiatrische Onkologie

Die Inzidenz von Magenkrebs hat abgenommen, die Prognose der Erkrankten ist jedoch gleichbleibend ungünstig. Die Verwendung neuer prädiktiver und diagnostischer Ziele ist daher dringend erforderlich. Frau Roeb stellt in ihrem Artikel die neue molekulare Klassifikation bei Magenkrebs und Adenokarzinom des ösophagogastralen Übergangs vor.

Große Fortschritte sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie lokalisierter und metastasierter Stadien konnte man beim Kolorektalkarzinom erreichen. Die meisten großen klinischen Studien waren jedoch auf eher jüngere und fitte Patienten beschränkt, weshalb wir in unserem Artikel die Therapie des älteren CRC-Patienten in den Fokus rücken. Es gibt keine Leitlinien explizit für ältere CRC-Patienten, und bereits die Definition von „alt“ ist uneinheitlich. Klar ist jedoch: Cut-off für eine Therapie kann nicht das kalendarische Alter sein, sondern Komorbiditäten und die Organreserve des Patienten sind hier maßgeblich.

Das Lynch-Syndrom, die häufigste Form des hereditären Darmkrebses, entsteht durch Keimbahnmutationen in Mismatch-Reparatur-Genen. Daraus resultieren schon bei Jüngeren Mikrosatelliten-instabile kolorektale Karzinome, aber auch Magen, Endometrium o.a. können betroffen sein. Erzielen Sie mit der Lektüre des Artikels von Herrn Schmiegel 2 CME-Punkte.

Der häufigste extrakranielle solide Tumor des Kindesalters ist das Neuroblastom, mit dem sich Frau Roßwog befasst. Die Therapie variiert je nach Fall zwischen „Wait and see“ und hoch-intensiven multimodalen Therapien. Auch hier ist es dringend notwendig, das individuelle Patienten-Risiko besser abschätzen zu können und wirksamere Therapiestrategien für Hochrisiko-Patienten zu etablieren.

Schließlich legt die AML-BFM Studiengruppe dar, dass sich zwar die Überlebenschancen von Kindern und Jugendlichen mit AML in den vergangenen Jahren sehr verbessert haben, dass jedoch  Rezidive und Nicht-Ansprechen immer noch häufig vorkommen. Einheitliche risikoadaptierte Therapieprotokolle, so die Forderung der Gruppe um Frau Rasche, müssen hier dringend etabliert werden.
 
Mit der zwölften Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE, die Sie nun in Händen halten, stehen Weihnachten und der Jahreswechsel vor der Tür. Wir wünschen Ihnen eine friedliche und erholsame Zeit mit Ihren Lieben,

Christian Trautwein und Christoph Roderburg
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