Montag, 16. September 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

13. Dezember 2018 GI-Tumoren und pädiatrische Onkologie

Die Inzidenz von Magenkrebs hat abgenommen, die Prognose der Erkrankten ist jedoch gleichbleibend ungünstig. Die Verwendung neuer prädiktiver und diagnostischer Ziele ist daher dringend erforderlich. Frau Roeb stellt in ihrem Artikel die neue molekulare Klassifikation bei Magenkrebs und Adenokarzinom des ösophagogastralen Übergangs vor.

Große Fortschritte sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie lokalisierter und metastasierter Stadien konnte man beim Kolorektalkarzinom erreichen. Die meisten großen klinischen Studien waren jedoch auf eher jüngere und fitte Patienten beschränkt, weshalb wir in unserem Artikel die Therapie des älteren CRC-Patienten in den Fokus rücken. Es gibt keine Leitlinien explizit für ältere CRC-Patienten, und bereits die Definition von „alt“ ist uneinheitlich. Klar ist jedoch: Cut-off für eine Therapie kann nicht das kalendarische Alter sein, sondern Komorbiditäten und die Organreserve des Patienten sind hier maßgeblich.

Das Lynch-Syndrom, die häufigste Form des hereditären Darmkrebses, entsteht durch Keimbahnmutationen in Mismatch-Reparatur-Genen. Daraus resultieren schon bei Jüngeren Mikrosatelliten-instabile kolorektale Karzinome, aber auch Magen, Endometrium o.a. können betroffen sein. Erzielen Sie mit der Lektüre des Artikels von Herrn Schmiegel 2 CME-Punkte.

Der häufigste extrakranielle solide Tumor des Kindesalters ist das Neuroblastom, mit dem sich Frau Roßwog befasst. Die Therapie variiert je nach Fall zwischen „Wait and see“ und hoch-intensiven multimodalen Therapien. Auch hier ist es dringend notwendig, das individuelle Patienten-Risiko besser abschätzen zu können und wirksamere Therapiestrategien für Hochrisiko-Patienten zu etablieren.

Schließlich legt die AML-BFM Studiengruppe dar, dass sich zwar die Überlebenschancen von Kindern und Jugendlichen mit AML in den vergangenen Jahren sehr verbessert haben, dass jedoch  Rezidive und Nicht-Ansprechen immer noch häufig vorkommen. Einheitliche risikoadaptierte Therapieprotokolle, so die Forderung der Gruppe um Frau Rasche, müssen hier dringend etabliert werden.
 
Mit der zwölften Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE, die Sie nun in Händen halten, stehen Weihnachten und der Jahreswechsel vor der Tür. Wir wünschen Ihnen eine friedliche und erholsame Zeit mit Ihren Lieben,

Christian Trautwein und Christoph Roderburg

Das könnte Sie auch interessieren

Heller Hautkrebs: Signalweg entschlüsselt

Beim Hautkrebs gibt es verschiedene Krankheitsformen: Mit Abstand am häufigsten ist dabei das so genannte Basalzellkarzinom, eine Form von hellem Hautkrebs, bei der sich der Tumor von seinem Entstehungsort in der Haut langsam aber stetig ausbreitet. Zwar bildet das Basalzellkarzinom im Allgemeinen keine Tochtergeschwülste (Metastasen), der Tumor sollte jedoch so früh wie möglich behandelt werden, da er ansonsten das umgebende Gewebe zerstören und sogar Muskeln...

Frauenärzte warnen vor Folgen von Bewegungsmangel

Frauenärzte warnen vor Folgen von Bewegungsmangel
© Picture-Factory / Fotolia.com

Das Leben des Stubenhockers ist riskant: Wer körperliche Bewegung und sportliche Aktivitäten scheut, verzichtet auf einen Universalschlüssel zur Förderung der Gesundheit und zur Prävention zahlreicher schwerer Erkrankungen - Männer wie Frauen, Jung wie Alt. „Der heutige Mensch ist nicht für körperliche Passivität geschaffen. Die Evolution hat ihn noch nicht an die überwiegend sitzenden Tätigkeiten der Zivilisationsgesellschaft...

Bewegung hilft bei der Krebstherapie

Bewegung hilft bei der Krebstherapie
© Witthaya / Fotolia.com

Dass Sport und eine Krebserkrankung sich nicht gegenseitig ausschließen, ist inzwischen bekannt. Erwiesenermaßen beugt Sport nicht nur vor, sondern hat auch therapeutische Wirkungen und verbessert die Lebensqualität. Doch wie sieht dies in der Praxis aus und welcher Sport empfiehlt sich in welchem Ausmaß bei welcher Therapie? Aktuell werden immer mehr Studien zu diesem Thema durchgeführt. Das Wohlbefinden des Patienten während und nach der Therapie steht...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"GI-Tumoren und pädiatrische Onkologie"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.