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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

15. März 2018 Carfilzomib – neuer Standard beim MM

Beim Multiplen Myelom (MM) gibt es bislang keinen kurativen Ansatz. Es geht bei der Therapie daher primär um eine Verlängerung des Gesamtüberlebens (OS). Mit Carfilzomib hat Amgen einen Wirkstoff im Portfolio, der das Überleben von MM-Patienten signifikant verlängert.
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Mit Carfilzomib (Kyprolis®) ist dieses Therapieziel auch in der rezidivierten Situation zu erreichen, berichtete Prof. Dr. Katja Weisel, Tübingen.

Der Proteasom-Inhibitor ist nach ihrer Darstellung die bislang einzige Therapieoption, die beim rezidivierten MM in 2 Phase-III-Studien eine signifikante OS-Verlängerung gegenüber bisherigen Standardregimen dokumentieren konnte. Der Überlebensvorteil war dabei unter einer Dreifachkombination mit Lenalidomid und Dexamethason und auch unter einer Zweifachkombination mit Dexamethason alleine zu realisieren: Das relative Sterberisiko wurde durch Carfilzomib um bis zu 21% gesenkt. Die Ansprechrate lag bei 90%, die Rate der kompletten Remissionen war mit bis zu 30% nach Weisel beeindruckend.

Die unerwünschten Wirkungen waren in aller Regel tolerabel und die gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde in beiden Studien sogar verbessert. „Carfilzomib etabliert sich damit als Therapiestandard im ersten Rezidiv“, so Weisel.

Das Ergebnis ist aus ihrer Sicht klinisch relevant, da die Behandlung im ersten Rezidiv die Weichen für den weiteren Krankheitsverlauf stellt und darauf abzielt, eine effektive und möglichst lang andauernde Krankheitskontrolle zu realisieren. Die Medizinerin plädierte daher in Berlin für einen bereits frühzeitigen Einsatz des Proteasom-Inhibitors in der Rezidivsituation.

Christine Vetter

Quelle: Fokusgespräch Onkologie „Biologische Originale und Biosimilars – Neuigkeiten und Perspektiven“, DKK, 22.02.2018, Berlin; Veranstalter: Amgen


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