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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

02. Oktober 2019 CML: State of the Art 2019

M. Fischer, A. Hochhaus, T. Ernst, Klinik f. Innere Medizin II, Abteilung Hämatologie/Internist. Onkologie, Universitätsklinikum Jena.

Mit der Einführung der zielgerichteten Therapie mit Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKIs) hat sich die chronische myeloische Leukämie (CML) von einem lebensbedrohlichen Blutkrebs zu einer chronischen Krankheit gewandelt – mit einer normalen Lebenserwartung bei guter Lebensqualität für die Patienten. Allerdings bedeuten selbst dauerhaft negative PCR-Ergebnisse nicht, dass der Patient damit geheilt ist. Eine lebenslange und regelmäßige Kontrolle des BCR-ABL-Wertes ist unverzichtbar.
Mit Imatinib konnte die Prognose der CML-Patienten erheblich verbessert werden. Die initiale Anwendung von Zweitgenerationsinhibitoren erhöht die Rate tiefer molekularer Remissionen und reduziert die Inzidenz früher Akzelerationen und Blastenkrisen. Nach dem Erfolg von Imatinib wurden weitere TKIs mit verbesserter Wirksamkeit entwickelt. In der Erstlinientherapie zeigten Nilotinib, Dasatinib und Bosutinib gegenüber Imatinib 400 mg/Tag eine bessere Effektivität mit höheren Raten zytogenetischer und molekularer Remissionen.
 
Die Anwendung von Interferon-α während oder nach dem Einsatz der TKIs ist mit einer Immunantwort gegen die Leukämiezellen verbunden. Das kooperative Management der CML-Patienten ermöglicht den frühen Einsatz neuer Therapieoptionen bei Risikopatienten.
 
In diesem CME-Artikel werden die wichtigsten Punkte zum Management der CML sowie die Kriterien zur Beurteilung des Ansprechens auf eine TKI-Therapie und die Empfehlungen zur Art und Häufigkeit der entsprechenden Kontrolluntersuchungen zusammengefasst. Weiterhin wird eine Übersicht zu den entsprechenden zyto- und molekulargenetischen Labormethoden gegeben, die zu einem verbesserten Verständnis dieser Untersuchungen beitragen soll. In der CML-Labormedizin wurde mit der Einführung von gut standardisierten Untersuchungen eine sehr gute Basis geschaffen, um den Erkrankungsstatus präzise zu überwachen. Dennoch versucht man, verbesserte Verfahren zu etablieren („digitale PCR“) und sich von Konversionsfaktoren unabhängig zu machen. Insgesamt ist absehbar, dass die neuen Sequenzier-Techniken das Verständnis der Krankheitsentstehung und des Verlaufs der CML („klonale Evolution“) deutlich verbessern werden.

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Erwerben Sie bis 22.07.2020 2 CME-Punkte mit dem Fragebogen aus JOURNAL ONKOLOGIE 7/8 2019 online unter www.journalonko.de/cmetests.

Hier geht es zum vollständigen Artikel Management der CML 2019 und dem dazgehörigen CME-Test.

 
Andreas Hochhaus Prof. Dr. med. Andreas Hochhaus
 
Universitätsklinikum Jena
Klinik für Innere Medizin II
Abteilung Hämatologie und Internistische Onkologie
Am Klinikum 1
07747 Jena
 
Tel.: 03641/932-4201
Fax: 03641/932-4202
E-Mail: andreas.hochhaus@med.uni-jena.de












 
Mike Fischer Dr. rer. nat. Mike Fischer
 
Universitätsklinikum Jena
Klinik für Innere Medizin II
Abteilung Hämatologie und Internistische Onkologie
Am Klinikum 1
07747 Jena
 
Tel.: 03641/932-4201
E-Mail: mike.fischer@med.uni-jena.de











 
Thomas Ernst PD Dr. med. Thomas Ernst
 
Universitätsklinikum Jena
Klinik für Innere Medizin II
Abteilung Hämatologie und Internistische Onkologie
Am Klinikum 1
07747 Jena
 
Tel.: 03641/932-4201
E-Mail: thomas.ernst@med.uni-jena.de







 

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