Dienstag, 28. Januar 2020
Navigation öffnen

Medizin

10. Juli 2019 Förderung für Studie iEUROEWING zum Ewing-Sarkom

Die Deutsche Krebshilfe stellt dem Team der Cooperativen Ewing Sarkom Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Uta Dirksen, Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE), stellv. Direktorin der Kinderklinik III am Westdeutschen Tumorzentrum des Universitätsklinikums Essen, für die Studie iEUROEWING 4,1 Millionen Euro zur Verfügung.  
Anzeige:
Fachinformation
An der Studie iEUROEWING der Gesellschaft für pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) sollen Patienten mit Ewing-Sarkom bis zum 50. Lebensjahr aus mind. 12 Ländern der Welt teilnehmen können.

In Deutschland erkranken derzeit jährlich etwa 1 bis 3 von 1 Million Menschen am Ewing-Sarkom. Sie zeigen zu Beginn ihrer Erkrankung meist keine der für andere Krebserkrankungen bekannten Symptome wie Müdigkeit, Nachtschweiß oder Gewichtsverlust, sondern haben oft seit Monaten wechselnde Schmerzen. Dadurch werden Ewing-Sarkome häufig erst spät diagnostiziert. „Bei mehr als 20% der Patienten hat das Ewing-Sarkom zu diesem Zeitpunkt bereits Metastasen gebildet und bei weiteren 20% haben die Tumoren bereits eine kritische Größe erreicht, die ähnlich der metastasierten Erkrankung mit einer schlechteren Prognose verbunden ist“, so Dirksen.

Derzeit werden zur Heilung sehr intensive Therapien eingesetzt. Trotzdem erleiden noch zu viele Patienten einen Rückfall. „Das betrifft über 20-30%, bei denen der Tumor noch nicht und mehr als die Hälfte der Kranken, bei denen er bereits gestreut hat“, so Dirksen. Für Menschen, bei denen das Ewing Sarkom bereits gestreut hat konnte, trotz sehr intensiver Therapie, bisher nur eine minimale Verbesserung der Heilungschancen erreicht werden

Das Forscherteam will in der Studie testen, ob durch den Einsatz neuer Substanzen die Heilungschancen verbessert und die Therapieverträglichkeit erhöht werden können. Für die Patienten mit Hochrisiko-Tumoren werden im iEUROEWING Protokoll die Wirkung gezielter Krebsmittel getestet werden.

Gemeinsam mit Forschern aus Heidelberg und München hat Dirksen außerdem den „Transnationalen Ewing Sarkom Forschungsverbund“ gegründet. Für die neue Studie wird von den Menschen, die ihr Einverständnis geben, Biomaterial gesammelt, das den Forschenden ermöglicht, künftig eine weitere Verbesserung der Therapiemöglichkeiten zu erreichen und die Tumorbiologie zu verstehen.

Weitere Informationen:
Univ.-Prof. Dr. med Uta Dirksen, Leitung Sarkomschwerpunkt Kinderklinik, uta.dirksen@uk-essen.de

Quelle: Universität Duisburg-Essen


Das könnte Sie auch interessieren

Forschung für besseren Schutz vor Gebärmutterhalskrebs

Forschung für besseren Schutz vor Gebärmutterhalskrebs
© Petry

Humane Papillomviren, kurz HPV, sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren der Welt. Einige Virentypen können Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) und andere Krebsarten verursachen. Wissenschaftler kooperieren jetzt in einer neuen Studie, um ein HPV-Typ-spezifisches Modell für den Krankheitsverlauf von HPV-Infektionen zu entwickeln. Dazu werden klinische Daten aus großen populationsbasierten Studien der Frauenklinik Wolfsburg in Zusammenarbeit mit einer...

Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt

Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt
© Darren Baker / Fotolia.com

Naturheilmittel oder neuer Trend der Bio-Welle? 94 Prozent der Deutschen können mit dem Begriff Biopharmazeutika nichts anfangen (1). Oftmals werden hinter dem Begriff Naturheilmittel vermutet. Dabei handelt es sich um Arzneimittel, die biotechnisch hergestellt oder aus gentechnisch veränderten Organismen gewonnen werden und mit dem Ziel der Bekämpfung einer Krankheit in die Vorgänge des Körpers eingreifen. Insulin ist ein bekanntes Beispiel. Wem das erklärt...

Hautkrebsreport: Nur jeder Sechste geht zur Früherkennung

Hautkrebsreport: Nur jeder Sechste geht zur Früherkennung
© Alexander Raths / fotolia.com

Hautkrebs ist mit 270.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Bei jeder siebten Erkrankung handelt es sich um ein sogenanntes malignes Melanom, den gefährlichen schwarzen Hautkrebs. Allein in Rheinland-Pfalz waren im Jahr 2017 9.907 gesetzlich Krankenversicherte vom schwarzen Hautkrebs betroffen. Die häufigsten Erkrankungsfälle wurden in Hessen, Niedersachsen und Thüringen registriert. Das zeigt der aktuelle Hautkrebsreport der...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Förderung für Studie iEUROEWING zum Ewing-Sarkom"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASH 2019
  • Erhöhte Knochendichte ist ein ungünstiger prognostischer Faktor bei aggressiver systemischer Mastozytose
  • Neue ITP-Leitlinien der ASH unterstreichen die Bedeutung von Thrombopoetinrezeptor-Agonisten für die Zweitlinientherapie der ITP
  • Registerdaten aus dem klinischen Alltag zur CAR-T-Zell-Therapie bei DLBCL-Patienten
  • CML: Real-world-Daten zeigen besseres zytogenetisches und molekulares Ansprechen durch Zweitgenerations-TKI
  • Polycythaemia Vera: Post-hoc-Analyse des Langzeitansprechens auf Ruxolitinib
  • Transfusionspflichtige Myelodysplastische Syndrome: Ansprechen auf Eisenchelation geht im klinischen Alltag mit Überlebensverbesserung einher
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Verhältnis von RNA- und DNA-basierten quantitativen KIT D816V-Mutationsanalysen prognostisch relevant
  • Ruxolitinib moduliert Mikroenvironment des Knochenmarks bei der Myelofibrose
  • CML: TIGER-Studie bestätigt tiefes und anhaltendes molekulares Ansprechen unter Nilotinib-basierter Therapie
  • Sichelzellanämie: Reduktion schmerzhafter vaso-okklusiver Krisen verringert Organschädigungen und verbessert Lebensqualität