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Medizin

10. Juli 2019 Förderung für Studie iEUROEWING zum Ewing-Sarkom

Die Deutsche Krebshilfe stellt dem Team der Cooperativen Ewing Sarkom Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Uta Dirksen, Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE), stellv. Direktorin der Kinderklinik III am Westdeutschen Tumorzentrum des Universitätsklinikums Essen, für die Studie iEUROEWING 4,1 Millionen Euro zur Verfügung.  
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Fachinformation
An der Studie iEUROEWING der Gesellschaft für pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) sollen Patienten mit Ewing-Sarkom bis zum 50. Lebensjahr aus mind. 12 Ländern der Welt teilnehmen können.

In Deutschland erkranken derzeit jährlich etwa 1 bis 3 von 1 Million Menschen am Ewing-Sarkom. Sie zeigen zu Beginn ihrer Erkrankung meist keine der für andere Krebserkrankungen bekannten Symptome wie Müdigkeit, Nachtschweiß oder Gewichtsverlust, sondern haben oft seit Monaten wechselnde Schmerzen. Dadurch werden Ewing-Sarkome häufig erst spät diagnostiziert. „Bei mehr als 20% der Patienten hat das Ewing-Sarkom zu diesem Zeitpunkt bereits Metastasen gebildet und bei weiteren 20% haben die Tumoren bereits eine kritische Größe erreicht, die ähnlich der metastasierten Erkrankung mit einer schlechteren Prognose verbunden ist“, so Dirksen.

Derzeit werden zur Heilung sehr intensive Therapien eingesetzt. Trotzdem erleiden noch zu viele Patienten einen Rückfall. „Das betrifft über 20-30%, bei denen der Tumor noch nicht und mehr als die Hälfte der Kranken, bei denen er bereits gestreut hat“, so Dirksen. Für Menschen, bei denen das Ewing Sarkom bereits gestreut hat konnte, trotz sehr intensiver Therapie, bisher nur eine minimale Verbesserung der Heilungschancen erreicht werden

Das Forscherteam will in der Studie testen, ob durch den Einsatz neuer Substanzen die Heilungschancen verbessert und die Therapieverträglichkeit erhöht werden können. Für die Patienten mit Hochrisiko-Tumoren werden im iEUROEWING Protokoll die Wirkung gezielter Krebsmittel getestet werden.

Gemeinsam mit Forschern aus Heidelberg und München hat Dirksen außerdem den „Transnationalen Ewing Sarkom Forschungsverbund“ gegründet. Für die neue Studie wird von den Menschen, die ihr Einverständnis geben, Biomaterial gesammelt, das den Forschenden ermöglicht, künftig eine weitere Verbesserung der Therapiemöglichkeiten zu erreichen und die Tumorbiologie zu verstehen.

Weitere Informationen:
Univ.-Prof. Dr. med Uta Dirksen, Leitung Sarkomschwerpunkt Kinderklinik, uta.dirksen@uk-essen.de

Quelle: Universität Duisburg-Essen


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