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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
15.03.2016
Ausgabe:
Jahr:
 
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Editorial
 
News | ASCO GI
 
News | ASCO GU
 
Hautkrebs
© Michael Ballard / Fotolia.com
Dualer Wirkansatz bei der Behandlung fortgeschrittener Melanome

Die Therapie des metastasierten malignen Melanoms hat sich in den letzten 5 Jahren radikal verändert. Durch den Einsatz von zielgerichteten Therapeutika wird ein rasches und häufig imposantes Therapieansprechen erreicht, welches meistens jedoch aufgrund der rapiden Entwicklung von Resistenzen nicht langanhaltend ist. Mit den Immuncheckpoint-Blockern (anti-CTLA-4/PD-1/PD-L1-Antikörper) stehen zudem moderne Immuntherapien zur Verfügung, die über das Melanom hinaus das Überleben von Tumorpatienten verlängern. Die permanente Suche nach besseren Therapien führt aktuell zur Anwendung von Kombinationstherapien, sowohl bei den zielgerichteten als auch bei den Immuntherapeutika. Aktuelle Studien zeigen, dass solche Kombinationstherapien den Monotherapien in Bezug auf die klinische Wirksamkeit überlegen sind. Trotz der Zulassung neuer Substanzen und Kombinationen und der dadurch verbesserten Prognose gelingt es weiterhin selten, Patienten mit metastasiertem Melanom in langfristige Remission zu bringen, so dass auch weiterhin präklinische, translationale und klinische Studien nötig sind, um dieses Ziel zu erreichen.

 
Zervixkarzinom
Radiochemotherapie des Zervixkarzinoms

Die Therapie des Zervixkarzinoms erfolgt in enger interdisziplinärer Kooperation zwischen Radiologen, Gynäkologen und Radioonkologen. Während die Operation bei Frühstadien (IA,IB ohne weitere Risikofaktoren) im Vordergrund steht, sollte die Radiochemotherapie immer dann eingesetzt werden, wenn die Therapie mittels Operation alleine onkologisch nicht ausreichend ist. Dies ist der Fall bei Tumoren mit Parametrieninfiltration und/oder bei Vorliegen pelviner und/oder paraaortaler Lymphknotenmetastasen bzw. bei Tumoren mit einer Größe über 4 cm und Vorliegen anderer Risikofaktoren. Der wichtigste Prognosefaktor – der Lymphknotenstatus – ist in der derzeit gültigen FIGO-Klassifikation nicht abgebildet. Dazu sind häufig weitere Risikofaktoren wie Lymphgefäß- und Veneninvasion prätherapeutisch nach Konisation nicht verfügbar. Dies bedingt ein erhebliches Risiko für eine Unter- sowie Übertherapie der Patientin. Die Kombination aus Operation UND Radiochemotherapie verdoppelt das Risiko für therapiebedingte Spätnebenwirkungen im Vergleich zur Strahlentherapie oder Operation alleine. Deshalb empfiehlt die aktuelle Leitlinie zur Therapie des Zervixkarzinoms die Durchführung des operativen Stagings (≥ FIGO IA2 mit Risikofaktoren). Dieses ermöglicht die Wahl der geeigneten Therapie – entweder die Hysterektomie ODER die Radiochemotherapie. Die Anwendung modernster Strahlentherapietechniken erlaubt heute eine deutliche Reduktion therapiebedingter, v.a. gastrointestinaler und urogenitaler Nebenwirkungen sowie den Erhalt der Ovarfunktion bei jungen Patientinnen nach Ovaripexie. Die Radiochemotherapie sollte in erfahrenen Zentren nach interdisziplinärer prätherapeutischer Vorstellung der einzelnen Patientin erfolgen.

Medikamentöse Therapie des fortgeschrittenen und metastasierten Zervixkarzinoms

Es gibt derzeit drei Indikationen für eine medikamentöse Systemtherapie bei Patientinnen mit Zervixkarzinom. Dies ist zum Einen die Radiochemotherapie, die in Form einer Bestrahlung mit gleichzeitiger Gabe von Cisplatin durchgeführt werden sollte. Die zweite Option ist eine neoadjuvante Chemotherapie. Diese ist indiziert, wenn im Rahmen der präoperativen Diagnostik bereits Risikofaktoren dokumentiert wurden, die die Notwendigkeit einer postoperativen Radiochemotherapie definieren. Durch eine neoadjuvante Chemotherapie wird die Operabilität verbessert, die Wahrscheinlichkeit einer notwendigen postoperativen Radiochemotherapie reduziert und in Untergruppen eine Verlängerung des progressionsfreien Überlebens und des Gesamtüberlebens erzielt. Die dritte Indikation einer medikamentösen Therapie ist eine adjuvante Chemotherapie, nach der vorliegenden Datenlage führt diese zu keiner Verbesserung des Gesamtüberlebens und wird daher nicht empfohlen. Bei metastasierter Erkrankung oder Lokalrezidiven, die nicht lokal behandelt werden können, besteht die Option einer kombinierten Chemotherapie mit Cisplatin und Paclitaxel bzw. Topotecan, ggf. in Kombination mit Bevacizumab.

 
Fortbildung
 
Serie
 
Interview
 
Studie
 
IQUO & BNGO
 
Pharmabericht
Radiojod-refraktäres differenziertes Schilddrüsenkarzinom – Lenvatinib überzeugt in der klinischen Praxis

Für die Behandlung des progredienten Radiojod-refraktären differenzierten Schilddrüsenkarzinoms (RR-DTC), einer Tumorart mit ungünstiger Prognose, standen bislang nur wenige Therapieoptionen zur Verfügung. Die Zulassung von Lenvatinib (LENVIMA®) brachte hier eine dringend benötigte Handlungsmöglichkeit: Der Multi-Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) wurde im Mai 2015 von der EMA (European Medicines Agency) für RR-DTC zugelassen. In den Zulassungsstudien konnte gezeigt werden, dass Lenvatinib das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) hochsignifikant auf 18,3 Monate vs. 3,6 unter Placebo (HR=0,21; 99% Konfidenzintervall (KI): 0,14-0,31; p<0,001) verlängerte (SELECT-Studie) (1). Diese neue Entwicklung in der Behandlung des RR-DTC ist von hoher klinischer Relevanz, wie Prof. Dr. med. Christoph Reuter, Hannover, erläutert.

Antikoagulation bei Tumorpatienten

In Berlin diskutierten Experten aus verschiedenen klinischen Fachbereichen auf dem 14. interdisziplinären Expertentreffen „Gerinnungshemmung up-to-date 2015“ zu den Themen der Thromboseprophylaxe unter besonderen Bedingungen. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung waren die Aspekte der Thromboembolie bei Tumorpatienten, insbesondere die Zusammenhänge zwischen Tumorbiologie und Blutgerinnung sowie die Frage, wann und bei welchen Tumorentitäten thromboembolische Komplikationen am häufigsten auftreten. Weiterhin wurde diskutiert, ob das Gesamtüberleben durch eine Antikoagulation mit niedermolekularen Heparien (NMH) verlängert werden kann und letztlich wie eine Antikoagulation bei maligner Grunderkrankung leitliniengerecht behandelt werden sollte. Geleitet wurde die Veranstaltung in diesem Jahr von Ass. Prof. PD Dr. Cihan Ay, Internist und Hämatologe/Hämostaseologe im Allgemeinen Krankenhaus Wien.

 
Kongressbericht
Pankreaskarzinom: nab-Paclitaxel + Gemcitabin firstline bewährt sich

Die Kombination nab-Paclitaxel (Abraxane®) + Gemcitabin erweist sich als bewährte Firstline-Therapie des metastasierten Pankreaskarzinoms, auf deren Basis Folgetherapien aufbauen können. Das zeigen auf dem ASCO Gastrointestinal Cancers Symposium (ASCO GI) präsentierte Daten: In einer Post-hoc-Analyse der MPACT-Zulassungsstudie war eine Second-Line-Therapie im Anschluss an nab-Paclitaxel + Gemcitabin mit einem signifikant längeren Gesamt-überleben (OS) verbunden als nach einer Gemcitabin-Monotherapie (1). Eine retrospektive Kohortenstudie zeigte bei Patienten unter nab-Paclitaxel + Gemcitabin gefolgt von 5-FU-basierten Therapien ein längeres OS (angegeben als Datenbank-Persistenz) als unter FOLFIRINOX gefolgt von Gemcitabin-basierten Regimen (2).

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