Mittwoch, 19. Juni 2019
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Ewing-Tumor: Therapie orientiert sich am Ewing-Protokoll

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Zu den Ewing-Tumoren zählen das Ewing-Sarkom, der primitive neuroektodermale Tumor (PNET), der Askin-Tumor sowie das extra-skelettale Ewing-Sarkom.

Das Ewing-Sarkom ist bei Kindern nach dem Osteosarkom der zweithäufigste Knochentumor und endet trotz moderner Therapien immer noch oft tödlich. Besonders, wenn bei Diagnose schon Metastasen gebildet wurden, ist die Prognose für die jungen Patienten schlecht (1).

Als Erstsymptom sind bei Extremitätenbefall häufig lokale Schwellung oder Schmerzen zu verzeichnen. Tumoren im Becken und Thorax wachsen lange unerkannt.

Die Diagnose von Ewing-Tumoren kann in den meisten Fällen bereits mittels Röntgenbefund gestellt werden. Anhand von MRT und Computertomographie lassen sich die Lage und das Ausmaß des Tumors einschätzen. Für Patienten jenseits des 50. Lebensjahres existiert kein allgemein anerkannter Standard. Diese Patienten können z.B. mit Adriamycin und Ifosfamid behandelt werden.

Bei Patienten in einem Lebensalter zwischen 48 Monaten und 50 Jahren orientiert sich das Vorgehen bei der Therapie am Ewing-2008-Protokoll. Dieses strebt an, die Behandlungsergebnisse für Patienten zu optimieren. Weitere Informationen hierzu gibt es unter: www.kinderkrebsinfo.de

Auch auf unserer Internetseite www.journalonko.de werden Sie regelmäßig über Neuigkeiten zum Ewing-Tumor informiert.

Literatur:

(1) http://www.journalonko.de/newsview.php?id=7963

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