Journal Onkologie

Gliom | Beiträge ab Seite 2

Medizin
 3 Min|

Auf der Suche nach Schwachstellen tödlicher Tumorzellen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft nimmt Dr. Dr. Emre Kocakavuk in ihr Emmy Noether-Programm auf und unterstützt seine Krebsforschung bis 2030 mit rund 2 Millionen Euro. Der 30-Jährige ist Arzt und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und baut mit den Geldern eine Nachwuchsgruppe auf, die gezielt nach Schwachstellen von besonders gefährlichen Krebszellen sucht. Im Forschungsfokus stehen Tumoren, die im Gehirn oder Rückenmark entstehen, sogenannte Gliome. Ihre aggressivste Form, das Glioblastom, gilt als unheilbar.

 
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ZNS-Tumoren
 6 Min|

Moderne molekulare Diagnostik von Hirntumoren

Die aktuelle WHO-Klassifikation für Hirntumoren ist in Buchform nahezu doppelt so dick wie die vorherige Fassung von 2016 (1, 2). Die Ursache dafür ist, dass sich die Anzahl der darin beschriebenen Tumorentitäten vervielfacht hat. Dahinter steckt die Erkennung zahlreicher neuer Tumortypen und Subtypen, insbesondere im Bereich der glialen und glioneuronalen Tumoren. Natürlich traten diese Tumoren schon früher auf, waren jedoch nicht als distinkte Entitäten erkannt. Erst neue Methoden der Hochdurchsatzuntersuchungen, vornehmlich der Sequenzierung und der DNA-Methylierungs­analyse, ermöglichten eine Abgrenzung dieser seltenen Tumoren von anderen, oft histologisch ähnlichen Entitäten.
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ZNS-Tumoren
 17 Min|

Aktuelle Möglichkeiten und Perspektiven der funktionellen chirurgischen Neuroonkologie

Die funktionelle Neuroonkologie konzentriert sich auf den Erhalt und die Verbesserung der Gehirnfunktion im Rahmen der Behandlung von Hirntumoren. Ziel ist es dabei, im Rahmen der Therapie die Lebensqualität der Patient:innen zu erhalten und funktionelle Defizite zu minimieren. Techniken wie funktionelle Magnetresonanztomographie (MRT), navigierte transkranielle Magnetstimulation und Traktographie werden zur präoperativen Planung, Tumorresektion, postoperativen Rehabilitation und Neuromodulation eingesetzt. Die Integration moderner diagnostischer Verfahren und die interdisziplinäre Zusammenarbeit sind entscheidend, um eine präzisere und sicherere chirurgische und onkologische Planung und Durchführung zu gewährleisten. Zukünftige Fortschritte, unterstützt durch Künstliche Intelligenz und technologische Innovationen wie z.B. Robotik, tragen zum Funktionserhalt und zur Verbesserung der Lebensqualität dieser Patient:innen bei.
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Medizin
 2 Min|

TIGER-Studie: Neue Überlebensergebnisse der TTFields-Therapie bei neu diagnostiziertem Gliom WHO-Grad 4

Die ersten Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten der TIGER-Studie, die den Einsatz der Tumor Treating Fields (TTFields) bei der Behandlung von Patient:innen mit neu diagnostiziertem Gliom WHO-Grad 4 (GBM) in Deutschland untersucht, wurden veröffentlicht. Die Studie, die 429 Patient:innen zwischen August 2017 und November 2019 einschloss, ist die bisher größte prospektive, nicht-interventionelle Untersuchung zum Einsatz der TTFields-Therapie in der klinischen Routineversorgung.
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Medizin
 4 Min|

GLOs: Next Generation-Modell für die Glioblastom-Forschung

Zur Erforschung der Korrelation zwischen genetischen Mutationen und molekularen Subtypen beim Glioblastom haben sich aus menschlichen Stammzellen gezüchtete Glioblastom-ähnliche Organoide (GLOs) als geeignetes Modell erwiesen. Bei der Untersuchung der GLOs entdeckten Wissenschaftler:innen aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dass die Glioblastom-Entwicklung unter anderem durch einen umprogrammierten Lipidstoffwechsel gekennzeichnet ist. Hier könnten nun neue Wirkstoffe ansetzen.
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ZNS-Tumoren
 16 Min|

Rolle der Protonentherapie bei Hirntumoren im Erwachsenenalter

Die interdisziplinäre Behandlung von Hirntumoren im Erwachsenenalter wird in den letzten Jahren von modernen Entwicklungen in den operativen Techniken, der feingeweblichen Typisierung der einzelnen Tumoren unter Einschluss von molekulargenetischen Profilen sowie den technischen Fortschritten in der Radioonkologie geprägt. Neben den ver­besserten Heilungschancen rücken die Therapiefolge und die Lebensqualität der betroffenen Patient:innen zunehmend in den Fokus. Die Protonentherapie (PT) als spezielle Form der Strahlenbehandlung spielt hierbei eine besondere Rolle.
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ZNS-Tumoren
 10 Min|

Gliome – heterogen und therapeutisch herausfordernd

Gliome sind die häufigsten primären Hirntumoren bei Erwachsenen. Die aktuelle WHO-Klassifikation 2021 unter­scheidet Gliome Grad 1-4, basierend auf histologischen und molekularen Kriterien, wie IDH, ATRX und 1p/19q-Codeletion (LOH 1p/19q). Erstes therapeutisches Ziel bei allen Gliomen ist eine maximal mögliche Resektion, ohne Verschlechterung des neurologischen Zustands. Nur bei WHO-Grad 1 Gliomen kann eine alleinige Resektion kurativ sein. Höhergradige Gliome sind durch infiltrierendes Wachstum charakterisiert, sodass postoperativ Radiotherapie und Chemotherapie, insbesondere mit dem Alkylans Temozolomid (TMZ) indiziert sind. Die Hypermethylierung des Reparaturenzyms O6-Methyl­guanin-Methyltransferase (MGMT) gilt als prädikativer Faktor der TMZ-Therapie beim Glioblastom. Als nicht-invasive Technik gilt hier auch eine Therapie mit Tumor Treating Fields (TTFields) als Option. Für IDH-mutierte Gliome werden IDH-spezifische Therapien entwickelt und der Einfluss des Onkometaboliten 2-Hydroxyglutarat (2-HG) auf das Tumor­microenvironment untersucht.
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Medizin
 4 Min|

Neuartige Gentherapie zur Behandlung des Glioblastoms

Ein Konsortium der Onkologischen Spitzenzentren (Comprehensive Cancer Center) in Dresden, Frankfurt-Marburg und Leipzig/Jena entwickelt eine neuartige Gentherapie zur Behandlung des Glioblastoms. Ziel ist es, gleichzeitig ein Tumor-unterdrückendes Gen (p53) in die Krebszellen einzuschleusen und Mechanismen zu unterbinden, welche die Genfunktion blockieren können. Hierfür entwickeln die Wissenschaftler:innen unter anderem ein neues Nanopartikel-Transportsystem. Das von Forschenden der Hochschulmedizin Dresden und am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) geleitete Projekt „NANO-REPLACE“ wird von der Deutschen Krebshilfe mit rund einer Million Euro gefördert.
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ZNS-Tumoren
 19 Min|

Mikrochirurgische Tumoroperationen in der modernen Neurochirurgie: Teil II – Gliome (Astrozytome – Glioblastome)

Nachdem in Teil I* die Chirurgie der Meningeome beleuchtet wurde, wenden wir uns in Teil II der zweithäufigsten ZNS-eigenen intrakraniellen Tumorgruppe zu: den Gliomen. 75% aller Gliome sind Astrozytome, wobei Glioblastome deren häufigste Untergruppe sind. Da die Prognose vom Resektionsausmaß abhängt, ist das Ziel der Gliomchirurgie die maximale Zytoreduktion – bei gleichzeitigem Erhalt der neurologischen Funktionen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Chirurgie der diffusen Infiltrationszone. Dabei nehmen intraoperative Bildgebungsmodalitäten wie MRI, Ultraschall und Fluoreszenz sowie die 3D-Navigation, funktionelles Mapping und die Operation im Wachzustand einen großen Stellenwert ein.
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Medizin
 4 Min|

Glioblastom: TTFields in nationale Leitlinien der DGN und DGHO aufgenommen

Tumor Treating Fields (TTFields) gehört nun zur leitliniengerechten Therapie des neu diagnostizierten Glioblastoms, so das Fazit der Autor:innen der überarbeiteten Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) (1). Ebenso hat die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO) ihre bestehende Empfehlung für TTFields aktualisiert (2). TTFields sollte dabei gemäß Zulassung nach der Operation und der Radiochemotherapie in Kombination mit der Erhaltungs-Chemotherapie mit Temozolomid zum Einsatz kommen (1, 2). Ausgangspunkt für die Aufnahme von TTFields in die nationalen Leitlinien sind die Ergebnisse der Zulassungsstudie EF-14: Sie zeigen, dass die gemeinsame Anwendung von TTFields und Temozolomid vs. Temozolomid allein das progressionsfreie Überleben (PFS) sowie das Gesamtüberleben (OS) bei Patient:innen mit neu diagnostiziertem Glioblastom signifikant verlängern kann (3).
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