Mittwoch, 22. Mai 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

19. April 2018
Seite 1/3
Umfrage 2017 zu Zufriedenheit, Symptomen und Belastung durch die Therapie

Patient Reported Outcomes in BNGO-Praxen

Die Messung Patienten-relevanter Endpunkte gewinnt zunehmende Bedeutung in der Versorgung onkologischer Patienten und wird auch von Behörden als Qualitätssicherungsmerkmal gefordert. Zur Qualitätssicherung der ambulanten Betreuung von gynäkologischen Tumorpatientinnen und zur Kontrolle der Lebensqualität der Patientinnen führt der Berufsverband Niedergelassener Gynäkologischer Onkologen in Deutschland e.V. (BNGO) seit mehreren Jahren in regelmäßigen Abständen Patientinnenumfragen durch (1). Sie dienen der Erfassung der Zufriedenheit mit der Behandlung und der Belastungen durch Krankheit und Therapie. Beim Deutschen Krebskongress 2018 im Februar in Berlin stellte der BNGO die Daten der aktuellen Umfrage im letzten Tertial 2017 erstmals vor (2).
Anzeige:
Fachinformation
Die ersten Umfragen zur Patientenzufriedenheit in den Praxen zu internen Zwecken erfassten in erster Linie strukturelle Fragen zur Praxis und Organisation sowie zur Zufriedenheit mit der Betreuung durch Ärzte und Praxispersonal. Seit 2015 sind auch Fragen zu Häufigkeit von Behandlungsnebenwirkungen und den Belastungen durch die Therapie Bestandteil des Fragebogens. In die Umfrage 2017 wurde zusätzlich das NCCN-Distress-Thermometer (Abb. 1A) aufgenommen (3). Die aktuelle Umfrage erfolgte im Zeitraum September bis Dezember 2017.
 
Abb. 1: A) NCCN-Distress-Thermometer und B) Visuelle Analogskala.
Abb. 1: A) NCCN-Distress-Thermometer und B) Visuelle Analogskala.


Die 8-seitigen Fragebögen wurden in gedruckter Form an 113 BNGO-Praxen ausgesandt. 1.116 Patientinnen, die in 32 Praxen des BNGO behandelt wurden, beantworteten den Fragebogen. Neben demographischen Daten wurden die Zufriedenheit mit Praxis, Personal und Arzt/Ärztin erfasst. Diese wurde mit Piktogrammen bewertet. Weiterhin beurteilten die Patientinnen die Belastung durch die Therapie in den zurückliegenden Therapiewochen anhand des NCCN-Distress-Thermometers.

Darüber hinaus benannten alle Patientinnen die Häufigkeit der aufgetretenen Symptome und Nebenwirkungen mit „nie“, „selten“, „manchmal“, „oft“ und „immer“ und bewerteten anschließend die Belastung durch die einzelnen Symptome und Nebenwirkungen mittels einer Visuellen Analogskala (VAS) (Abb. 1B) von 1-5 bzw. 1-10. Nebenwirkungen und Belastungen durch die Chemotherapie bei den Patientinnen, die eine Chemotherapie erhielten, wurden gesondert erfasst.

Abschließend wurden die Patientinnen um ihr Gesamturteil gebeten und hatten die Möglichkeit, eigene Vorschläge zur Verbesserung der Versorgung einzutragen.

Die größte Altersgruppe war die der Patientinnen von 50-59 Jahren (30,5%). 25,6% der 1.116 Patientinnen war zwischen 60 und 69 Jahre alt. Knapp 69% der Befragten erhielt zum Zeitpunkt der Befragung eine Chemotherapie, 32% eine andere medikamentöse Therapie. 38,8% wurden bestrahlt und 55,2% waren operiert worden.
 
Vorherige Seite

Das könnte Sie auch interessieren

8. Krebsaktionstag – Gemeinsam gegen Krebs

8. Krebsaktionstag – Gemeinsam gegen Krebs
© Olivier Le Moal / Fotolia.com

Der Krebsaktionstag findet alle zwei Jahre am letzten Kongresstag des Deutschen Krebskongresses in Berlin statt und wird von der Stiftung Deutsche Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Berliner Krebsgesellschaft e. V. organisiert. Krebsexperten treffen, Wissen erweitern, Selbsthilfegruppen kennenlernen: Der 8. Krebsaktionstag bietet Ihnen aktuellste Informationen rund um das Thema Krebs. Betroffene, Angehörige und Interessierte sind herzlich eingeladen, an der...

Typ-2-Diabetes-Risiko senken – weniger Krebsgefahr

Typ-2-Diabetes-Risiko senken – weniger Krebsgefahr
© Fotolia / oneinchpunch

Der Weltgesundheitstag am 7. April 2016 stellt das Thema Diabetes in den Mittelpunkt. In Deutschland sind fast 7,3 Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen. Insbesondere Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigen Typ-2-Diabetes. Typ-2-Diabetiker haben zudem ein erhöhtes Krebsrisiko. Ein ungesunder Lebensstil kann jedoch nicht nur zu Diabetes führen, er ist auch grundsätzlich ein Risikofaktor für verschiedene Krebserkrankungen. Die Deutsche Krebshilfe...

Männer sind Vorsorgemuffel bei Krebsfrüherkennung

Männer sind Vorsorgemuffel bei Krebsfrüherkennung
© deagreez / Fotolia.com

In Deutschland geht nur gut jeder neunte Mann zur Prostatakrebsvorsorge. 4,65 Millionen und zwar 11,7 Prozent aller anspruchsberechtigten Bürger nahmen im Jahr 2014 die kostenlose Früherkennungsuntersuchung wahr, wie die BARMER GEK zum Weltmännertag am 3. November mitteilt. Damit bleiben Männer Präventionsmuffel. Denn im Jahr 2010 absolvierten 11,41 Prozent den Check. „Eine Krebsvorsorgeuntersuchung kann Leben retten. Je früher Krebs erkannt wird, desto...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Umfrage 2017 zu Zufriedenheit, Symptomen und Belastung durch die Therapie"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.