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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

06. Dezember 2016 Pembrolizumab in der Behandlung von Urothelkarzinom und NSCLC

Nach dem Durchbruch der Checkpoint-Inhibitoren in der Behandlung des malignen Melanoms stellte sich die Frage, ob Checkpoint-Blockaden auch bei anderen Entitäten wirksam sind. Durch die Zulassung von PD-1-Inhibitoren als Zweitlinientherapie beim metastasierten nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) und neuesten Studienergebnissen in der Behandlung des Urothelkarzinoms ist diese Frage nun beantwortet, wie Roger Dansey, MSD Senior Vice President, bei einer Pressekonferenz von MSD resümierte.
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Auf der diesjährigen ESMO-Tagung wurden Ergebnisse der KEYNOTE-024-Studie vorgestellt (1). Die 1:1 randomisierte Phase-III-Studie untersuchte den PD-1-Inhibitor Pembrolizumab als Erstlinientherapie bei Patienten mit metastasiertem NSCLC im Vergleich mit einer Chemotherapie. Die Studie schloss 305 Patienten mit einem ECOG PS von 0-1 und einer PD-L1-Expression von ≥ 50% ein. Primärer Endpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS), sekundäre Endpunkte die Ansprechrate (ORR) und das Gesamtüberleben (OS). Die Behandlung mit Pembrolizumab zeigte eine deutlich verbesserte Wirksamkeit gegenüber einer Chemotherapie bezüglich des PFS (median 10,3 vs. 6,0 Monate; HR=0,50; p<0,001), des OS (Median in beiden Armen nicht erreicht; HR=0,60; p=0,005) und der ORR (42% vs. 28%; p=0,0011)). Dazu wurde Pembrolizumab besser vertragen mit Grad-3/4-Nebenwirkungen bei 26% vs. 51% der Patienten.

Ebenfalls beim ESMO-Kongress wurden vorläufige Ergebnisse der Phase-II-Studie KEYNOTE-052 zur Pembrolizumab-Behandlung des metastasierten Urothelkarzinoms in der Erstlinientherapie bei Cisplatin-ungeeigneten Patienten präsentiert (2). Primärer Endpunkt war das Ansprechen innerhalb der ITT-Population sowie bei Patienten mit PD-L1-positiven Tumoren. Die ORR der ITT-Population betrug 24%, davon waren 6% komplette Remissionen. In der PD-L1-Subgruppen-Analyse zeigten 18% der Patienten mit einem kombinierten positiven Score (CPS) < 1, 15% mit einem CPS ≥ 1 und < 10 sowie 37% der Patienten mit CPS ≥ 10 ein Ansprechen.

(is)

Quelle: Pressekonferenz „Immun-Oncology: Advancing the Science“, ESMO-Kongress, 10.10.2016, Kopenhagen; Veranstalter: MSD

Literatur:

(1) Reck M at al. ESMO 2016, Abstr. #LBA8.
(2) Balar AV at al. ESMO 2016, Abstr. #LBA32.


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