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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

23. Juli 2019 Merkelzellkarzinom: NSE-Serum-Level erweist sich als klinisch relevanter Biomarker

Die neuronenspezifische Enolase (NSE) im Serum gilt bei diversen Tumorentitäten bereits als etablierter Tumormarker. Beim Merkelzellkarzinom (MCC) war bislang kein geeigneter Biomarker bekannt, wobei hier besonders seit der Einführung der Immuntherapie ein erhöhter Bedarf bestand. Nun konnte gezeigt werden, dass beim MCC die NSE-Serum-Level mit der Tumorlast korrelieren und Vorhersagen bezüglich einer Progression erlauben sowie unter einer Immuntherapie Responder von Nicht-Respondern unterscheiden können.
Von insgesamt 78 MCC-Patienten aller Stadien einer prospektiven Kohorte lag bei 36 ein Baseline-NSE-Wert vor, der aber keinen Einfluss auf das Überleben oder die Progression hatte. Während des Follow-ups korrelierten die NSE-Level mit der Tumorlast (p=0,01) mit einem Anstieg von 15 ng/ml pro Klasse (keine Tumorlast, lokales MCC, Lymphknoten- und Fernmetastasen). Durch Bestimmung der NSE-Level während des Follow-ups konnte eine Progression erkannt werden (AUC=0,89). Als optimaler Cut-off wurde ein NSE-Wert von 18,2 ng/ml festgelegt (Sensitivität: 91%, Spezifität: 78%). Während einer Immuntherapie (n=16) hatten alle Patienten mit komplettem Ansprechen (n=7) ein normalisiertes NSE-Level (< 18,2 ng/ml), bei allen partiellen Respondern (n=3) nahm das NSE-Level ab. Bei den Nicht-Respondern (n=6) blieben die NSE-Level erhöht, 1 Patient sprach nach dem Wechsel auf eine andere Immuntherapie durch sich normalisierende NSE-Werte an.

Red.

Quelle: van Veenendaal LM et al. J Clin Oncol 37, 2019 (suppl; abstr 9570)


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