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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

18. Oktober 2016 Malignes Melanom: Klinische und demographische Eigenschaften von Vemurafenib-Patienten

Wie eine retrospektive Beobachtungsanalyse von 811 Patienten mit metastasiertem Melanom zeigte, wurde die Mehrheit der Patienten in der Erstlinie mit Vemurafenib behandelt (1).
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Die Fortschritte in der Therapie des metastasierten Melanoms und die Zulassung zahlreicher Immuntherapien und gezielter Therapien haben die einstmals limitierten Möglichkeiten für Melanom-Patienten stark erweitert. Allerdings gibt es außerhalb klinischer Studien nur wenige Informationen zu Behandlungsentscheidungen. Ziel dieser Studie war es, die demographischen und klinischen Behandlungsmöglichkeiten von mit Vemurafenib behandelten Melanom-Patienten mit einer BRAFV600-Mutation über die Zeit (2011-2014) zu analysieren. Zudem sollten Behandlungsmuster und Dauer der Vemurafenib-Behandlung evaluiert werden.

Die Studie schloss 811 Patienten mit metastasiertem Melanom, die mit Vemurafenib behandelt wurden, ein. Das mediane Alter der Patienten war 57 Jahre und 63,4% der Teilnehmer waren männlich. Das Ergebnis zeigte, dass die Mehrheit der Patienten (72,1%) Vemurafenib als Erstlinien-Therapie erhielt. Die durchschnittliche Behandlungsdauer mit Vemurafenib betrug 166 Tage. Nach Vemurafenib erhielten 32,6% der Patienten eine Folgetherapie: 43,6% Ipilimumab, 24,6% Chemotherapie, 18,9% eine Kombinationstherapie aus Dabrafenib und Trametinib und 12,5% der Patienten eine Dabrafenib- oder Trametinib-Monotherapie.
 

Abb. 1: Der Gebrauch von Behandlungsregimen nach der Vemurafenib-Therapie (mod. nach (1)).
Abb. 1: Der Gebrauch von Behandlungsregimen nach der Vemurafenib-Therapie (mod. nach (1)).

Im weiteren Verlauf sank der Einsatz einer Chemotherapie von 36% der Patienten im Jahr 2011 auf 11% im Jahr 2014 (Abb. 1). Gezielte Therapien, besonders die Kombinationsansätze, spielten eine zunehmend wichtigere Rolle bei den Folgebehandlungen und stiegen von 8% im Jahr 2011 auf 68% im Jahr 2014. Insgesamt veränderte sich der Einsatz von verschiedenen Behandlungsansätzen vor und nach der Vemurafenib-Therapie deutlich im Laufe der Zeit. Aufgrund der raschen Veränderungen in der Behandlungslandschaft des metastasierten Melanoms ist die Bewertung der Wirksamkeit verschiedener Therapiesequenzen nach wie vor eine große Herausforderung. Die kontinuierliche Überwachung der Behandlungsmuster und -dauer könnte Ärzte, politische Entscheidungsträger und Managed-Care-Organisationen bei der Bestimmung von Behandlungsstrategien beim Melanom unterstützen.

ma

Literatur:

(1) Sadetsky et al. EADO 2016; P-062.


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