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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

23. April 2019 CIs auch in Kombination mit Chemotherapie und TKI sicher und wirksam

In der Onkologie ist im Moment eine rasante Entwicklung zu verzeichnen. So haben Checkpoint-Inhibitoren (CIs) das Behandlungsspektrum bei zahlreichen Krebserkrankungen deutlich erweitert und weitere Immuntherapeutika sind in der Pipeline. Eine Herausforderung für die Zukunft wird die Selektion der am besten geeigneten Patienten für die verschiedenen Therapieformen sein.
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Prof. Dr. Viktor Grünwald, Hannover, zeigte am Beispiel der CIs, wie schnell Innovationen die Therapielandschaft verändern können. Nach ersten Erfolgen beim malignen Melanom wurde bald bei zahlreichen Tumorentitäten die Überlegenheit einer CI-Monotherapie im Vergleich zur bisherigen Standardchemotherapie belegt. Bei denjenigen Patienten, die gut auf eine CI-Therapie ansprechen, lassen sich zudem langanhaltende Remissionen erzielen, während es nach einer Chemotherapie in der Palliativtherapie oft sehr schnell zu einem Rezidiv kommt, erklärte der Onkologe.


Kombination mit TKI beim RCC

In einem nächsten Schritt wurden CIs auch in Kombination z.B. mit einer Chemo- oder Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI)-Therapie untersucht. Auch diese Kombinationen haben sich als wirksam und gut verträglich erwiesen und können somit das Behandlungsspektrum erweitern. Ein Beispiel ist die Erstlinientherapie des fortgeschrittenen oder metastasierten Nierenzellkarzinoms (RCC), bei dem in der Studie Keynote-426 die Kombination von Pembrolizumab (Keytruda®) mit Axitinib einen deutlichen Überlebensvorteil gegenüber der alleinigen Sunitinib-Therapie gezeigt hat (1).

CIs sind aber keine „magic bullets“, betonte Grünwald. Jeweils nur ein Teil der Patienten spricht auf die Therapie an. Die Auswahl der am besten geeigneten Patienten anhand passender Biomarker wird daher eine wichtige Aufgabe für die Zukunft sein.
 

Maria Weiß

Quelle: Symposium „Innovation in der Onkologie – wie erreicht sie den Patienten?“, DGHO-Frühjahrstagung, 13.03.2019, Berlin; Veranstalter: MSD

Literatur:

(1) Rini BI et al. N Engl J Med 2019;380:1116-27.


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